Diplomarbeit, 1999
104 Seiten, Note: 0,7
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Organische Leuchtdioden
2.1.1. Photolumineszenz bei organischen Halbleitermaterialien
2.1.2. Aufbau von organischen Leuchtdioden
2.1.3. Materialien
2.2. Mikroresonatorstrukturen
2.2.1. Fabry-Perot-Resonator
2.2.2. Spiegel
2.2.3. Mikroresonator
2.2.4. Amplified Spontaneous Emission (ASE)
2.2.5. Transfer-Matrix Methode
3. Technologie
3.1. Prozesse zur Herstellung von organischen Dünnfilmen
3.1.1. Probenreinigung
3.1.2. Lithographie
3.1.3. Aufdampfen dünner Schichten
3.2. Herstellung von strukturierten organischen Leuchtdioden
3.2.1. Substrate
3.2.2. Lithographie bei den strukturierten Dioden
3.2.3. Aufdampfen der organischen Schichten
3.2.4. Prozeßüberblick
3.2.5. Probenbezeichnung
4. Optische Charakterisierung
4.1. Meßaufbauten
4.1.1. Streak-Kamera
4.1.2. Photolumineszenzmeßplatz
4.2. Photolumineszenzmessungen
4.2.1. Einstellen des Mikroresonators
4.2.2. Messung des winkelaufgelösten PL-Spektrums
5. Elektrische Charakterisierung
5.1. Meßaufbauten
5.1.1. Ansteuerplatine
5.1.2. Pulsbetrieb
5.1.3. Kennlinienmeßplatz
5.2. Elektrolumineszenzmessungen bei Mikroresonatorstrukturen
5.3. Dynamische Untersuchungen an OLEDs
5.3.1. Einschaltverzögerung
5.3.2. Stromverlauf
5.3.3. Zeitliche Elektolumineszenzuntersuchungen
5.4. Kennlinienmessungen
5.5. Probleme bei den Messungen
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das primäre Ziel, die Grundlagen für die Realisierung elektrisch gepumpter Lasertätigkeit in organischen Bauelementen zu schaffen. Hierzu werden organische Mikroresonatorstrukturen hergestellt, optisch und elektrisch charakterisiert sowie deren dynamisches Verhalten untersucht.
2.1.3. Materialien
Als Emitter werden in dieser Arbeit Aluminium 8-Hydroxichinolat (Alq3) undotiert bzw. dotiert mit Chinacridon (Qd) verwendet. Seit den ersten Berichten über organische Leuchtdioden [1] wird Alq3 für die emittierende Schicht benutzt und hat bis heute neben Polymeren seine vorherrschende Stellung als organisches Emittermaterial nicht verloren. Das Photolumineszenzspektrum von Alq3 ist in Bild 2.5 dargestellt; es ist breitbandig mit einem Maximum bei etwa 520 nm im grünen Spektralbereich.
Obwohl Alq3 auch undotiert als Emitter eingesetzt werden kann, benutzt man es in der Regel als Wirt in einem Gast-Wirt System. Als Dotierstoff wird in dieser Arbeit Qd benutzt. In diesem Gast-Wirt System liegt die Fluoreszenz-Quantenausbeute nahe 100 % gegenüber etwa 33 % in reinem Alq3 [2]. Durch Koverdampfen beider Stoffe erhält man die gewünschte Dotierung. Die Temperaturen werden so gewählt, das der Dotierstoffanteil etwa 1 mol % beträgt. In Bild 2.5 ist zu sehen, daß das Photolumineszenzspektrum von Qd:Alq3 schmalbandiger als bei reinem Alq3 ist. Es besitzt bei einer Halbwertsbreite von nur 35 nm ein Maximum bei etwa 525 nm. Bei niedrigeren Dotierstoffkonzentrationen ergibt sich ein reduzierter Energietransfer zwischen Alq3 und Qd, wodurch die Eigenlumineszenz des Alq3 an Bedeutung gewinnt. Im Photolumineszenzspektrum wird eine zu niedrige Dotierstoffkonzentration durch eine vergrößerte Halbwertsbreite deutlich.
1. Einleitung: Motivation für den Einsatz organischer Elektrolumineszenzbauelemente und Definition des Projektziels zur Realisierung elektrisch gepumpter organischer Laser.
2. Grundlagen: Physikalische Konzepte organischer Leuchtdioden, Funktionsweise von Mikroresonatorstrukturen sowie theoretische Erläuterungen zur Transfer-Matrix-Methode.
3. Technologie: Detaillierte Darstellung der Fertigungsprozesse, einschließlich Lithographie, Probenreinigung und der Verwendung von Molekularstrahldeposition unter Ultrahochvakuum.
4. Optische Charakterisierung: Methoden zur Vermessung der Photolumineszenz, insbesondere die Verwendung der Streak-Kamera zur spektralen und zeitlichen Analyse der Resonatorstrukturen.
5. Elektrische Charakterisierung: Untersuchung des dynamischen Elektrolumineszenzverhaltens, der Stromverläufe und elektrischen Kennlinien der OLEDs unter verschiedenen Ansteuerbedingungen.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Bilanz der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Lasertätigkeit und Diskussion zukünftiger Optimierungsansätze für organische Bauelemente.
Organische Leuchtdioden, OLED, Mikroresonator, Fabry-Perot-Resonator, Elektrolumineszenz, Photolumineszenz, Molekularstrahldeposition, Alq3, Chinacridon, Pulsbetrieb, Stromdichte, externe Quantenausbeute, Halbleiterbauelemente.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herstellung und Charakterisierung von organischen Mikroresonatorstrukturen und deren Potenzial zur Erzeugung von Laserlicht bei elektrischer Anregung.
Im Mittelpunkt stehen die Materialwissenschaften organischer Halbleiter, optische Resonatortheorien sowie die technologische Umsetzung von Bauelementstrukturen mittels Lithographie und Aufdampfprozessen.
Das Hauptziel ist der Nachweis der Lasertätigkeit in organischen Halbleiterbauelementen durch gezielte Optimierung der Schichtstruktur und Resonatorgeometrie.
Es kommen optische Spektroskopie, insbesondere zeitaufgelöste Photolumineszenz mittels Streak-Kamera, sowie elektrische Puls- und Kennlinienmessungen zur Anwendung.
Der Hauptteil gliedert sich in technologische Herstellungsverfahren, die optische Charakterisierung mittels Resonatortests und die elektrische Untersuchung des Anstartverhaltens sowie der Betriebsparameter.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie organische Leuchtdioden (OLED), Mikroresonator, Elektrolumineszenz, Quantenausbeute und Schichtdickenoptimierung beschreiben.
Saphir wird aufgrund seiner exzellenten Wärmeleitfähigkeit als vorteilhaft für Mikroresonatoren angesehen, da er die thermische Belastung im Betrieb reduziert.
Die Parallelkapazität beeinflusst maßgeblich das dynamische Anstartverhalten, da sie eine verzögerte Aufladung bewirkt, die sich in einer längeren Anstartzeit der Lichtemission äußert.
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