Bachelorarbeit, 2009
53 Seiten, Note: 1,00
Die Bakkalaureats-Arbeit untersucht die Wahrnehmung und Deutung indischer Wolfskinder in der britischen Publizistik der zweiten Hälfte des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, die spezifischen Sichtweisen und Interpretationsstrategien der britischen Kolonialherren in Bezug auf diese besonderen Fälle von Menschen aufzuzeigen, die fernab von menschlicher Gesellschaft in der Wildnis aufgewachsen sind.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Aufgabenstellung und die theoretischen Grundlagen erläutert. Dabei wird der Fokus auf die Schlüsselwerke von Edward W. Said und Homi K. Bhabha gelegt, um den Diskurs über Orientalismus und postkoloniale Studien zu beleuchten.
Kapitel 2 befasst sich mit dem britischen Indienbild in der Zeit von 1850 bis 1930 und stellt wichtige Aspekte des kolonialen Denkens dar.
Kapitel 3 analysiert die Thematisierung indischer Wolfskinder in der britischen Berichterstattung. Es werden unterschiedliche Arten der Darstellung und der damit verbundenen Deutungen erörtert.
Kapitel 4 untersucht die Behandlung des Themas in der britischen Belletristik, wobei die Werke von Rudyard Kipling, William Murray Graydon und John Seymour Eyton im Mittelpunkt stehen.
Wolfskinder, Orientalismus, postkoloniale Studien, britische Publizistik, Indien, Kolonialismus, Kulturgeschichte, Zivilisationsvorstellung, Feral Children, Rudyard Kipling, Jungle Book, William Murray Graydon, Adventures in India, John Seymour Eyton, Jungle-Born.
Es handelt sich um Kinder, die angeblich fernab menschlicher Zivilisation von Wölfen oder in der Wildnis aufgezogen wurden und deren Fälle besonders im 19. Jahrhundert bekannt wurden.
Die Deutungen waren oft vom Orientalismus geprägt und dienten dazu, die Überlegenheit der westlichen Zivilisation gegenüber dem "wilden" Indien zu unterstreichen.
Kiplings literarische Figur wird als bekanntestes Beispiel für das Wolfskind-Motiv analysiert und mit den realen Berichten der damaligen Zeit verglichen.
Sie beschreibt die westliche Sicht auf den Orient als ein Konstrukt, das dazu dient, den Osten als das "Andere" und Unterlegene darzustellen, um koloniale Herrschaft zu rechtfertigen.
Da Indien eine britische Kolonie war, erschienen die meisten Berichte über Wolfskinder zwischen 1850 und 1920 in britischen Zeitungen, Reiseberichten und Magazinen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

