Magisterarbeit, 2011
130 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Subkultur und Subpolitik, am Beispiel der deutschen Rockband Ton Steine Scherben. Im Mittelpunkt steht die Analyse der Band als gegenkulturelles Phänomen und die Frage, inwieweit die Band als subpolitischer Akteur innerhalb der Subkultur der 1970er Jahre in West-Berlin betrachtet werden kann.
Die Einleitung stellt die Forschungsleitenden Fragen und Hypothesen der Arbeit vor. Sie setzt sich mit dem Forschungsstand und der relevanten Literatur auseinander.
Das zweite Kapitel widmet sich dem Begriff der Kultur, insbesondere dem Verhältnis von Kultur und Gesellschaft sowie Aspekten des Kulturbegriffs. Es wird auf die Unterscheidung von Kultur und Subkultur eingegangen.
Das dritte Kapitel beleuchtet den Begriff der Subkultur und untersucht die Begriffsgeschichte. Verschiedene Ansätze, wie kriminalistische und strukturelle Ansätze, werden vorgestellt.
Kapitel vier erörtert den Begriff der Subpolitik und beleuchtet verschiedene Ansätze, wie die Theorie der Subkultur, das Centre for Contemporary Cultural Studies (CCCS) und das Konzept von Stil und Bricolage. Es wird auch auf alternative Konzepte zur Subkultur eingegangen.
Kapitel fünf erläutert das Vorgehen der vorliegenden Arbeit, die Methodik, die Verwendung des Subpolitik-Begriffs und den analytischen Fahrplan.
Kapitel sechs beschreibt das historische Setting der 1960er Jahre, den sozioökonomischen Wandel und die kulturellen und gesellschaftlichen Auswirkungen, die durch den Generationenkonflikt, den Wertewandel und den kulturellen Wandel geprägt waren.
Kapitel sieben beleuchtet die Protest- und gegenkulturellen Bewegungen in der BRD im Umbruch. Es werden die „1968“-Bewegung und deren Deutungsansätze sowie Akteure wie der Sozialistischer Deutscher Studentenbund (SDS) und die Außerparlamentarische Opposition (APO) näher betrachtet.
Kapitel acht stellt die Band Ton Steine Scherben vor und beleuchtet die Bandmitglieder, die Entstehung der Band und deren Entwicklung zur linken Jukebox.
Kapitel neun betrachtet die Band im Kontext des gegenkulturellen Berlins der 1970er Jahre und analysiert die militante Fraktion sowie die Rolle der Band gegenüber der dogmatischen Linken und der Rausch- und Suchtkultur.
Kapitel zehn untersucht Aspekte der Gegenkultur bei Ton Steine Scherben, insbesondere Wohnen und Arbeiten, Sexualität, Rausch und Drogen. Es analysiert die Musik als Ausdrucksform der Gegenkultur, die Band als Sprachrohr der Gegenkultur und die Utopie der Gegenkultur bei Ton Steine Scherben.
Subkultur, Subpolitik, Gegenkultur, Ton Steine Scherben, 1968, West-Berlin, Protest, Musik, Rockmusik, Kultur, Gesellschaft, Politik, Wertewandel, Jugend, Medien, Sprachrohr, Bricolage, Utopie.
Die Band fungierte als Sprachrohr der Gegenkultur und radikalisierte die politische Stimmung durch ihre Musik und Parolen in West-Berlin.
Nach Ulrich Beck beschreibt Subpolitik politisches Handeln außerhalb des klassischen Parteiensystems. Die Band nutzte Musik als Mittel zur gesellschaftlichen Einflussnahme.
Durch die starke Vernetzung in der Gegenöffentlichkeit, alternative Medien und die Identifikation der Szene mit den radikalen Inhalten der Texte.
Es handelte sich um die Wohn- und Arbeitsgemeinschaft der Bandmitglieder, die das Ideal der Selbstorganisation und Unabhängigkeit von wirtschaftlichen Strukturen lebte.
Der Rückzug war eine Flucht aus der extremen Berliner Gegengesellschaft und der damit verbundenen Radikalisierung sowie dem Konsumdruck der Szene.
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