Diplomarbeit, 2010
45 Seiten, Note: 2,3
1. PROBLEMSTELLUNG
2. BEHAVIORISTISCHE ENTSCHEIDUNGSTHEORIE
2.1. ZIELE DER KAUFENTSCHEIDUNG
2.2. KRITERIEN DER KAUFENTSCHEIDUNG
2.3. BEHAVIORISTISCHE MODELLE DER KAUFENTSCHEIDUNG
2.3.1. Additive Modelle
2.3.2. Satisficing
2.3.3. Conjunctive und Disjunctive Modelle
2.3.4. Frequenz guter und schlechter Eigenschaften
2.3.5. Lexikografisches Modell
2.3.6. Elimination-by-aspects
2.4. WEITERENTWICKLUNG DER BEHAVIORISTISCHEN KAUFENTSCHEIDUNGSTHEORIE
2.4.1. Abhängiges Entscheidungsverhalten
2.4.2. Rationalitätseinschränkungen
2.5. ZWISCHENFAZIT
3. NATURALISTISCHE ENTSCHEIDUNGSTHEORIE
3.1. IMAGE THEORY
3.1.1. Elemente der Image Theory
3.1.2. Image Theory als Kaufentscheidungstheorie
4. EMPIRISCHE VALIDIERUNG VON THEORIEN ZUR KAUFENTSCHEIDUNG
5. FAZIT
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des menschlichen Kaufverhaltens mit dem Ziel, die komplexen Prozesse innerhalb der „Black Box“ des Konsumenten zu verstehen und für die betriebswirtschaftliche Marketingpraxis nutzbar zu machen. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie Konsumenten Kaufentscheidungen unter verschiedenen Rahmenbedingungen fällen und wie sich diese Erkenntnisse zur Optimierung des Produktangebots einsetzen lassen.
2.3.2. Satisficing
Ein nicht-kompensatorisches Entscheidungsmodell ist das auf Simon zurückgehende Satisficing. Zentral für diesen Ansatz ist die bereits in der Einleitung beschriebene Überlegung, dass Konsumenten nur limitiert rational und kognitiv eingeschränkt handeln. In diesem Zusammenhang konnte Simon feststellen, dass sich Konsumenten zur Reduzierung des kognitiven Aufwands oftmals mit einer Lösung zufriedengeben, welche nicht optimal ist. Dies bedeutet, dass lediglich ein bestimmtes „minimum aspiration level“, also ein Mindestanforderungsniveau oder Schwellenwert erreicht werden muss, um als Lösung für ein Kaufentscheidungsproblem akzeptiert zu werden.
In der Praxis wird unterstellt, dass ein Konsument im Rahmen dieses Alternativen-basierten Ansatzes für ein zufällig ausgewähltes Produkt aus seinem relevant set alle relevanten Ausprägungen der zuvor als wichtig bestimmten Attribute ermittelt. Erreicht oder überschreitet das ausgewählte Produkt sein festgelegtes Mindestanforderungsniveau, so gibt er sich mit der erstbesten betrachteten Produktalternative zufrieden und wählt diese aus. Sollte dies nicht der Fall sein, beginnt der beschriebene Prozess von Neuem. Konnte nach Betrachtung aller im relevant set vorhandenen Produkte keine Kaufentscheidung gefällt werden, passt der Konsument das Mindestanforderungsniveau nach unten an (vergleiche Grafik 4).
1. PROBLEMSTELLUNG: Die Arbeit motiviert die Untersuchung von Kaufentscheidungsprozessen vor dem Hintergrund zunehmender Angebotsvielfalt und Komplexität, mit dem Ziel, die Planungssicherheit für Unternehmen durch ein besseres Verständnis des Konsumentenverhaltens zu erhöhen.
2. BEHAVIORISTISCHE ENTSCHEIDUNGSTHEORIE: Dieses Kapitel systematisiert verschiedene Modelle wie additive, lexikografische oder Satisficing-Ansätze und diskutiert deren Anwendung in Abhängigkeit von kognitiven Ressourcen, Zeitdruck und der Vorerfahrung der Konsumenten.
3. NATURALISTISCHE ENTSCHEIDUNGSTHEORIE: Es wird die „Image Theory“ als flexibler Multiphasenansatz vorgestellt, der Kaufentscheidungen als dynamische „Entscheidungswellen“ betrachtet und eine Abkehr von starren behavioristischen Modellvoraussetzungen vollzieht.
4. EMPIRISCHE VALIDIERUNG VON THEORIEN ZUR KAUFENTSCHEIDUNG: Auf Basis aktueller Studien wird untersucht, inwieweit Konsumenten tatsächlich Multiphasenansätze bei Käufen (hier beispielhaft Klimaanlagen) anwenden, wobei die Ergebnisse sowohl die Theorie stützen als auch die Heterogenität des Verhaltens betonen.
5. FAZIT: Die Arbeit resümiert, dass zwar Fortschritte im Verständnis der Entscheidungsmechanismen erzielt wurden, eine exakte Prognose für zukünftige Kaufentscheidungen aufgrund der komplexen Konsumentenheterogenität jedoch weiterhin eine Herausforderung bleibt.
Kaufentscheidungstheorie, Behavioristische Modelle, Naturalistische Entscheidungstheorie, Image Theory, Kompensatorische Modelle, Nicht-kompensatorische Modelle, Entscheidungsverhalten, Screening, Choice, Multiphasenansatz, Rationalitätseinschränkungen, Konsumentenverhalten, Marketingplanung, Entscheidungsheuristiken, Attributbewertung.
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen der Kaufentscheidung und vergleicht behavioristische Ansätze mit der neueren naturalistischen Entscheidungstheorie, um zu erklären, wie Konsumenten unter verschiedenen Bedingungen ihre Wahl treffen.
Die zentralen Themen umfassen die Systematisierung von Entscheidungsmodellen, die Rolle von Kognition und Zeitdruck sowie die Anwendung des Multiphasenansatzes in realen Kaufentscheidungssituationen.
Das Ziel ist es, einen Überblick über Theorien zu geben, die sich mit der „Black Box“ des Konsumenten befassen, und die zentrale Frage zu beantworten: Wie fällen Konsumenten Kaufentscheidungen, um daraus Erkenntnisse für die betriebswirtschaftliche Praxis abzuleiten?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung verschiedener Entscheidungsmodelle sowie der kritischen Würdigung empirischer Studienergebnisse aus der Marketingforschung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung behavioristischer Modelle (z.B. Additive Modelle, Satisficing), deren Weiterentwicklung durch Einflussfaktoren wie Zeitdruck oder Vorerfahrung sowie die Vorstellung der naturalistischen „Image Theory“.
Die wichtigsten Begriffe sind Kaufentscheidungstheorie, Image Theory, Entscheidungsheuristiken, Konsumentenheterogenität und der Multiphasenansatz.
Diese Trennung erklärt, wie Konsumenten die enorme Anzahl an verfügbaren Alternativen erst grob vorfiltern (Screening), bevor sie bei den verbleibenden Favoriten eine detaillierte, aufwendigere Bewertung (Choice) vornehmen.
Die Image Theory geht davon aus, dass Entscheidungen als Abfolge von Fortschrittsentscheidungen und Kompatibilitätstests in einem dynamischen Rahmen ablaufen, was dem tatsächlichen Verhalten in komplexen Umwelten näher kommt als starre mathematische Modelle.
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