Bachelorarbeit, 2009
30 Seiten, Note: 5.5 (Schweiz)
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
Zusammenfassung
Einführung
Theorie
Befundlage des aktuellen Forschungsstands
Diskussion
Literaturverzeichnis
Die vorliegende Bachelor-Arbeit untersucht den wissenschaftlichen Forschungsstand hinsichtlich der Hypothesen, ob die MMR-Dreifachimpfung oder der quecksilberhaltige Konservierungsstoff Thiomersal in Impfstoffen als ursächliche Faktoren für die Entstehung von Autismus-Spektrum-Störungen in Betracht kommen.
Befundlage des aktuellen Forschungsstands
Zunächst werden Studien angeführt, die die Hypothese untersuchen, dass MMR Impfungen einen spezifischen, von chronisch entzündlicher Darmerkrankung geprägten Subtypus von Autismus verursachen. In der ersten Studie zu diesem Thema, welche gleichzeitig auch das Vehikel zur Popularität dieser Hypothese war, untersuchten Wakefield et al. (1998) zwölf Kinder, die der pädiatrischen gastroenterologischen Abteilung des Royal Free Hospital in London zugewiesen worden waren. Allen Kindern gemeinsam war die Vorgeschichte einer zunächst normalen Entwicklung, die durch den Verlust von bereits erworbenen Fähigkeiten abgebrochen wurde. Weiterhin waren allen Kindern gastrointestinale Beschwerden wie Unterleibsschmerzen, Durchfall und Schwellung des Unterleibs gemeinsam. Neun der Kinder wurden als autistisch diagnostiziert, ein Kind erhielt die Diagnose einer desintegrativen Psychose und zwei der Kinder litten an einer Enzephalitis (Gehirnentzündung). Bei neun der zwölf Kinder berichteten die Eltern, dass die ersten Verhaltenssymptome innerhalb von einem bis vierzehn Tagen nach Verabreichung der MMR-Impfung auftraten.
Bei den restlichen drei Kindern zeigten sich die ersten behavioralen Symptome ein bis zwei Monate nach der MMR-Impfung. Die Kinder wurden einer umfassenden Abklärung unterzogen: sie wurden sowohl gastroenterologisch, als auch neurologisch untersucht, es wurde eine Endoskopie des Dickdarms sowie ein MRI vorgenommen, man nahm Gewebeproben des Dickdarms, erstellte biochemische, hämatologische und immunologische Profile, konsultierte die entwicklungsgeschichtlichen Aufzeichnungen und vieles mehr. Wakefield und Kollegen kamen zum Schluss, dass die von ihnen untersuchten Kinder einem spezifischen Phänotyp von Autismus zeigen, welcher Wakefield später mit dem Begriff der autistischen Enterocolitis benannte (2000). Wakefield et al. (1998) postulieren, dass die autistischen Symptome von einem entzündeten oder dysfunktionalen Darm herrühren. Da die Symptome dieser zwölf Kinder in zeitlicher Nähe zur MMR-Impfung auftraten, deuteten Wakefield und Kollegen (1998) an, dass die MMR-Impfung einen ursächlichen Zusammenhang mit dem Auftreten der Symptome haben könnte, auch wenn sie anmerken mussten, dass sie dies mit ihrer Studie nicht nachweisen konnten.
Zusammenfassung: Bietet einen Überblick über die behandelten Hypothesen und legt die Schlussfolgerung nahe, dass der aktuelle Forschungsstand eine Ablehnung der Thesen stützt.
Einführung: Erläutert den gesundheitspolitischen Nutzen von Impfungen und führt in die Entstehung der Zweifel durch die Postulierung eines Zusammenhangs zu Autismus ein.
Theorie: Definiert den Begriff Autismus sowie verwandte Störungsbilder und stellt die zwei zentralen Hypothesen (MMR-Impfung und Thiomersal) vor.
Befundlage des aktuellen Forschungsstands: Präsentiert und analysiert eine Reihe wissenschaftlicher Studien, die sowohl die MMR- als auch die Thiomersal-Hypothese empirisch untersuchen.
Diskussion: Rekapituliert und reflektiert die Ergebnisse kritisch, wobei insbesondere die methodischen Schwächen der frühen Studien und der Wissensstand durch spätere Analysen beleuchtet werden.
Literaturverzeichnis: Listet die für die Arbeit herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Studien auf.
Autismus, MMR-Impfung, Thiomersal, Quecksilber, Impfsicherheit, Infektionskrankheiten, Entwicklungsstörungen, Epidemiologie, Wakefield, Darmerkrankungen, Immunreaktion, Impfrate, Autismus-Spektrum-Störung, Wissenschaftliche Evidenz, Toxikologie.
Die Arbeit untersucht die wissenschaftliche Stichhaltigkeit von Vermutungen, dass Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) oder die Verwendung von Thiomersal in Impfstoffen Autismus verursachen könnten.
Die Arbeit befasst sich mit Autismus als tiefgreifende Entwicklungsstörung, den biologischen Wirkweisen von Impfstoffen und der toxikologischen Bewertung von Quecksilberverbindungen in der Medizin.
Das Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu den zwei genannten Zusammenhangshypothesen aufzuarbeiten und zu bewerten, um eine fundierte wissenschaftliche Einordnung zu ermöglichen.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende empirische Studien, epidemiologische Daten und toxikologische Befunde analysiert und kritisch gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung und eine detaillierte Auswertung der Studienlage zur MMR-Impfung sowie zu Thiomersal-Expositionen.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Autismus, MMR-Impfung, Thiomersal, Impfsicherheit und wissenschaftliche Evidenz geprägt.
Die Studie wird aufgrund geringer Probandenzahlen, eines möglichen Selektionseffekts und später enthüllter massiver Interessenskonflikte und finanzieller Abhängigkeiten des Autors als unglaubwürdig eingestuft.
Auf Basis der analysierten Studien kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass Thiomersal in den verwendeten Dosierungen in Impfstoffen unbedenklich ist und keine kausale Rolle bei der Entstehung von Autismus spielt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

