Studienarbeit, 2012
19 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen des 4C/ID-Modells am Beispiel eines Bildungswissenschaftlers im Bereich politischer Erwachsenenbildung
2.1 Lernaufgaben
2.1.1 Kompetenzanalyse
2.1.2 Aufgabenklassen
2.1.3 Entwurf der Lernaufgaben
2.2 Unterstützende Informationen
2.3 Just-in-time Informationen
2.4 Part-Task Practice
3 Das 4C/ID Modell: theoretische Überlegungen
3.1 Lerntheoretische Überlegungen und Aspekte des situierten Lernens
3.1.1 Behaviorismus
3.1.2 Kognitivismus
3.1.3 Konstruktivismus
3.1.4 Situiertes Lernen
3.2 Didaktische Szenarien zur Integration in das 4C/ID Modell
3.2.1 Vorlesung
3.2.2 Fallmethode
3.2.3 Individueller Lernplatz
3.2.4 Kleingruppenlerngespräch
3.3 Einsatz von Medien zur Unterstützung des Blueprint
4 Zusammenfassende Bewertung – Fazit
Die Arbeit hat zum Ziel, auf Basis des 4C/ID-Modells einen strukturierten Lehrplanentwurf (Blueprint) für die Ausbildung von Bildungswissenschaftlern im Bereich der politischen Erwachsenenbildung zu entwickeln, der speziell für den E-Learning-Kontext optimiert ist.
2.1.2 Aufgabenklassen
Den zweite Schritt stellt das Festlegen von Aufgabenklassen dar. Diese definieren Kategorien, nach denen geeignete Lernaufgaben ausgewählt und entwickelt werden können und legen damit die grundlegende Sequenz eines Trainingsprogramms nach dem 4C/ID Modell fest (van Merriënboer et al., 2002, S. 44).
Beim 4C/ID Modell ist es entscheidend, dass die Lernenden in jeder Aufgabenklasse mit der komplexen Fertigkeit arbeiten müssen und somit einen ganzheitlichen Überblick über das erforderliche Können erhalten. Während jede Aufgabenklasse in sich gleich anspuchsvoll ist, unterscheiden sich die verschiedenen Aufgabenklassen im ansteigenden Schwierigkeitsgrad. Dabei sollte die erste Aufgabenklasse idealerweise immer einen einfachen Einstieg bieten, denn zu komplexe Aufgaben am Beginn eines Lehrgangs können eine kognitive Überlastung des Lernenden erreichen mit negativen Folgen für die Motivation und den Lernerfolg.
Es gibt insgesamt vier Sequenzprinzipien zur Erarbeitung von Aufgabenklassen:
Vereinfachende Annahmen (engl. simplifying assumptions), hier steigt die Komplexität der Aufgabenklassen linear an, wobei die erste Aufgabenklasse den einfachsten und die letzte den höchsten Komplexitätsgrad darstellt.
Nachdruck-Manipulation (engl. emphasis manipulation approach), bei welchem jeweils der schwierigsten konstituierenden Fertigkeit in einer Lernaufgabe Nachdruck verliehen wird.
Mentale Modelle Progression (engl. mental model progressions) hier muss die Aufgabe unter Zuhilfenahme eines mentalen Modells gelöst werden.
Systematisches Problemverfahren (engl. systematic approach to problem solving, SAP), bei dem der Lernende immer komplexere Pfade einer detaillierten Anleitung zur Problemlösung verfolgt.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der politischen Erwachsenenbildung und Begründung der Wahl des 4C/ID-Modells zur Kompetenzvermittlung.
2 Grundlagen des 4C/ID-Modells am Beispiel eines Bildungswissenschaftlers im Bereich politischer Erwachsenenbildung: Detaillierte Darstellung der praktischen Anwendung des 4C/ID-Modells durch Kompetenzanalyse, Erstellung von Aufgabenklassen und Entwurf spezifischer Lernaufgaben.
3 Das 4C/ID Modell: theoretische Überlegungen: Fundierung des Modells durch lerntheoretische Perspektiven und Einbindung didaktischer Szenarien in eine E-Learning-Umgebung.
4 Zusammenfassende Bewertung – Fazit: Kritische Reflexion des Erarbeiteten und Einordnung des 4C/ID-Modells als international anerkanntes Instrument zur Ausbildung komplexer Kompetenzen.
4C/ID-Modell, politische Erwachsenenbildung, Instruktionsdesign, Bildungswissenschaft, E-Learning, Blueprint, Lernaufgaben, Situiertes Lernen, Kompetenzanalyse, Didaktische Szenarien, kognitive Fertigkeiten, Konstruktivismus, Scaffolding, Fallmethode.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption eines Lehrplanentwurfs (Blueprint) für die Ausbildung von Bildungswissenschaftlern im Bereich der politischen Erwachsenenbildung auf Basis des 4C/ID-Modells.
Die Arbeit deckt die Felder Instruktionsdesign, lerntheoretische Grundlagen (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus), die Gestaltung didaktischer Szenarien und den Medieneinsatz im E-Learning ab.
Das Ziel ist die systematische Anwendung des 4C/ID-Modells, um Bildungswissenschaftlern die notwendigen Kompetenzen zum Konzipieren, Durchführen und Evaluieren politischer Bildungsveranstaltungen zu vermitteln.
Es wird eine didaktische Modellentwicklung nach Van Merriënboer vorgenommen, ergänzt durch eine theoretische Fundierung und eine Strukturierung mittels Fertigkeitenhierarchie.
Der Hauptteil gliedert sich in die praktische Anwendung des 4C/ID-Modells (Lernaufgaben, Informationstypen) und eine vertiefende theoretische Auseinandersetzung mit lerntheoretischen Modellen und didaktischen Szenarien.
Wichtige Begriffe sind unter anderem 4C/ID-Modell, Instruktionsdesign, politische Erwachsenenbildung, situiertes Lernen und Kompetenzanalyse.
Scaffolding bezeichnet ein didaktisches Verfahren, bei dem der Lehrende zu Beginn einer Lernaufgabe Hilfestellungen gibt, die stufenweise reduziert werden, um die Verantwortung schrittweise an den Lernenden zu übertragen.
Diese Unterscheidung dient der Komplexitätssteuerung: "Low-fidelity" Umgebungen reduzieren Komplexität durch Konzentration auf das Wesentliche, während "high-fidelity" Umgebungen die Authentizität und Komplexität eines realen Szenarios erhöhen.
Die Arbeit folgt in der praktischen Anwendung des Blueprint diesen 10 Schritten, um ein iteratives und strukturiertes Vorgehen bei der Gestaltung der Lernumgebung sicherzustellen.
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