Bachelorarbeit, 2011
42 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Neuromarketing
2.1 Begriffliche und theoretische Grundlagen
2.2 Untersuchungsmethoden zur Messung der Gehirnaktivität
3. Motive für das Markenwahlverhalten
3.1 Definitorische Grundlagen
3.2 Implizite Verarbeitungsprozesse im Gehirn
3.3 Emotionen als Auslöser bei der Markenwahl
3.4 Das Belohnungssystem
3.5 Betrachtungsweise für die strategische Markenführung
4. Einsatzmöglichkeiten des Neuromarketings
4.1 Auswertung aktueller Studien
4.1.1 Werbespot der Telekom mit Paul Potts
4.1.2 Coca Cola gegen Pepsi
4.1.3 Klingelton von Nokia
4.1.4 Werbebotschaften der Zigarettenindustrie
4.1.5 Onlineshop mediherz.de
4.1.6 Der Verkauf von Hoffnung: Marke vs. Glaube
4.1.7 Fühlen, Hören, Riechen, Sehen – Studien zur multisensorischen Markenwahrnehmung
4.2 Anwendungsmöglichkeiten für eine erfolgreiche Markenführung
5. Grenzen des Neuromarketings
5.1 Allgemeine Einschränkungen
5.2 Ethische und moralische Überlegungen
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie Methoden des Neuromarketings dazu beitragen können, das komplexe Markenwahlverhalten von Konsumenten im Konsumgüterbereich besser zu verstehen und zu erklären. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit wissenschaftliche Erkenntnisse über Gehirnprozesse bei Kaufentscheidungen genutzt werden können, um Marketing- und Werbeaktivitäten effizienter und effektiver zu gestalten sowie die Grenzen dieser Forschungsdisziplin aufzuzeigen.
4.1.2 Coca Cola gegen Pepsi
"Take The Pepsi Challenge" ("Mach den Pepsi-Test") hieß es in der Werbung von Pepsi nach dem weltweit bekannten Blindtest, der 1975 dem Unternehmen Pepsi nach langer Zeit wieder Erfolge brachte. Pepsi schnitt im Blindtest bei den Teilnehmern gegen Coca Cola deutlich besser ab. Eine Studie aus dem Jahr 2003 von Dr. Read Montague, Direktor des Human Neuroimaging Lab am Baylor College of Medicine in Houston brachte wiederum neue aufschlussreiche Ergebnisse. Die neurowissenschaftliche Studie wurde mit der funktionalen Magnetresonanztomographie an 67 Probanden durchgeführt. Wieder führte man, wie achtundzwanzig Jahre zuvor, einen Blindtest durch. Die Teilnehmer sollten sich erneut für Coca Cola, Pepsi oder keines der beiden Erfrischungsgetränke entscheiden. Die Ergebnisse des Blindtests deckten sich dabei fast vollständig mit denen aus der vergangenen Studie von 1975. Damit wurde die Vorliebe für die Marke Pepsi ein zweites Mal erkannt. Nahmen die Probanden einen Schluck von der Marke Pepsi, „konnte man […] beträchtliche Aktivitäten im ventralen Putamen beobachten, einer Gehirnregion, die stimuliert wird, wenn wir einen Geschmack mögen.“ Im zweiten Experiment erfuhren die Teilnehmer, welche Marke vor ihnen stand. Im offenen Test bevorzugten 75 Prozent die Marke Coca Cola. Im ventralen Putamen kam es wieder zu einer erhöhten Aktivität. Aber entscheidend ist, dass es „ebenfalls zu einer ähnlichen Stimulierung des medialen präfrontalen Kortex, einer Gehirnregion, die unter anderem für höhere Denkprozesse und emotionales Entscheidungsverhalten zuständig ist“, kam. In solch einer Situation werden rationale und emotionale Gedanken abgewogen. Doch Coca Cola besitzt mit einem jahrelang erfolgreichen Branding den entscheidenden Vorteil. Im dritten Kapitel dieser Arbeit wurde schon auf den starken Einfluss von Emotionen bei der Markenwahrnehmung eingegangen, der hier nun seine praktische Anwendung findet. Coca Cola begeistert seit vielen Jahren mit Logo, Farbe, Schriftzug, Geschmack und der Werbung die Verbraucher. Mit der Marke Coca Cola werden Kindheitserinnerungen geweckt und daher positive Assoziationen mit der Marke verbunden, mehr als mit der Marke Pepsi, wo diese Erfahrungen nicht gemacht wurden.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz des Neuromarketings als junge Disziplin, um unbewusste Entscheidungsprozesse bei der Markenwahl messbar zu machen.
2. Neuromarketing: Das Kapitel definiert Neuromarketing als Verbindung von Neuroökonomie und Marketing und stellt bildgebende Methoden zur Gehirnuntersuchung vor.
3. Motive für das Markenwahlverhalten: Hier werden die theoretischen Grundlagen wie Belohnungssysteme, emotionale Auslöser und implizite Lernprozesse als Basis für Markenentscheidungen analysiert.
4. Einsatzmöglichkeiten des Neuromarketings: Dieses Kapitel wertet Studien aus und leitet Strategien für eine effektive, multisensorische und emotional ausgerichtete Markenführung ab.
5. Grenzen des Neuromarketings: Es werden methodische, finanzielle und ethische Barrieren diskutiert, die bei der Anwendung neurowissenschaftlicher Studien im Marketing zu beachten sind.
6. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst zusammen, dass Neuromarketing ein wertvolles Instrument zur Verfeinerung von Marketingmaßnahmen bleibt, jedoch eine fachübergreifende Expertise erfordert.
Neuromarketing, Markenwahlverhalten, Konsumgüterbereich, Gehirnaktivität, fMRT, Emotionen, Markenführung, Kaufentscheidung, Belohnungssystem, Limbic Map, Multisensorik, Konsumentenpsychologie, Werbewirksamkeit, Markentreue, Neuroökonomie.
Die Arbeit untersucht, wie das Neuromarketing dazu genutzt werden kann, die unbewussten Vorgänge im menschlichen Gehirn bei Kaufentscheidungen zu entschlüsseln und für eine erfolgreichere Markenführung nutzbar zu machen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Neuroökonomie, die Untersuchung von Emotionen und Belohnungssystemen bei Kaufentscheidungen, sowie die praktische Anwendung durch bildgebende Verfahren.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch neurowissenschaftliche Erkenntnisse die Effizienz von Marketing- und Werbemaßnahmen gesteigert werden kann, während gleichzeitig die Grenzen dieser Methodik beleuchtet werden.
Es werden primär bildgebende Verfahren aus der Medizintechnik vorgestellt, insbesondere die funktionale Magnetresonanztomographie (fMRT) und die Steady State Topography (SST).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Markenwahlmotive, die Auswertung konkreter Studien (z.B. Coca Cola vs. Pepsi, Telekom) und die Ableitung von Optimierungsstrategien für die Markenführung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Markenwahlverhalten, Neuromarketing, Gehirnaktivität, Emotionen und multisensorische Markenbildung charakterisieren.
Da 95 % der Kaufentscheidungen unbewusst getroffen werden, können Konsumenten in Befragungen ihre wahren Beweggründe häufig nicht präzise angeben, da soziale Erwünschtheit und mangelnder Zugriff auf implizite Prozesse die Aussagen verzerren.
Die Limbic Map dient als Modell, um Motivstrukturen der Konsumenten in Kategorien wie Stimulanz, Dominanz und Balance einzuteilen, um darauf basierend eine zielgruppengerechte Markenpositionierung zu ermöglichen.
Das Hauptbedenken liegt in der potenziellen Manipulation der Verbraucher durch unbewusste Reize, da Kunden Sorge haben, zu "gläsernen Objekten" für die Marketingforschung zu werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

