Examensarbeit, 2003
137 Seiten, Note: 1,0
2 EINLEITUNG
3 GRUNDLAGEN DES QUALITÄTSMANAGEMENTS
3.1 DEFINITION VON QUALITÄT
3.2 ENTWICKLUNGSSCHRITTE BIS ZUM TOTAL QUALITY MANAGEMENT
3.2.1 Notwendigkeit von Qualitätsmanagement
3.2.2 Qualitätskontrolle (Mitte 19. Jahrhundert – ca. 1960)
3.2.3 Qualitätssicherung (ab 60er – 80er Jahre des 20. Jahrhunderts)
3.2.4 Umfassendes Qualitätsmanagement (ab 90er Jahre – TQM)
3.3 DIE PHILOSOPHIE DES TOTAL QUALITY MANAGEMENTS (TQM)
3.3.1 Kundenorientierung
3.3.2 Mitarbeiterorientierung
3.3.3 Prozessorientierung
3.3.4 Führungsorientierung
3.3.5 Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
3.4 QUALITÄTSMANAGEMENTSYSTEM
3.4.1 Zusammenhang zwischen Erfolg und Unternehmensqualität
3.4.2 Misserfolg trotz ausgezeichnetem Qualitätsmanagement
4 INSTRUMENTE ZUR UMSETZUNG VON QUALITÄTSMANAGEMENTSYSTEMEN
4.1 DIN EN ISO 9000:2000
4.1.1 Ursprung und Ziele der Norm
4.1.2 Wichtige Ziele und Denkschemata der Norm
4.1.3 Aufbau der DIN ISO 9000:2000 Familie
4.1.4 Einzelnorm ISO 9000:2000
4.1.5 Einzelnormen ISO 9001:2000
4.1.6 Einzelnorm ISO 9004:2000
4.1.7 Dokumentation der Prozesse
4.1.8 Zertifizierung nach DIN ISO 9000:2000
4.2 EFQM-MODELL FÜR EXCELLENCE
4.2.1 Ursprung des EFQM-Modells
4.2.2 Levels of Excellence
4.2.3 Wichtige Ziele und Denkschemata des EFQM-Modells
4.2.4 Aufbau des EFQM-Modells für Excellence
4.2.5 Radar-Logik
4.2.6 Radar-Bewertungsmatrix
4.3 VERGLEICH ISO 9000:2000 - EFQM-MODELL
4.3.1 Ausgangsintentionen der beiden Normen
4.3.2 Unterschiedliche Wege zum Erfolg
4.3.3 Selbstbewertung - Fremdbewertung
4.3.4 Inhaltliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten
4.3.5 Unterschiede in der Mitarbeiterorientierung
4.3.6 Unterschiede im KVP
4.3.7 Anpassungsfähigkeit und Aufwand
4.3.8 Lob und Tadel am EFQM-Modell und an der ISO 9000:2000
5 QUALITÄTSMANAGEMENT ALS REFORMMAßNAHME IN DER BERUFLICHEN BILDUNG
5.1 URSACHEN
5.1.1 Wandel der Arbeit
5.1.2 Bedeutung der beruflichen Bildung
5.1.3 Krise des Dualen Systems
5.1.4 Reformbemühungen in Deutschland
5.2 GRÜNDE FÜR QUALITÄTSENTWICKLUNG UND -SICHERUNG AN BERUFSBILDENDEN SCHULEN
5.2.1 Modernisierungsrückstand im Vergleich zu anderen Ländern
5.2.2 Qualitätssicherung an beruflichen Schulen
5.2.3 Alte Steuermechanismen reichen nicht mehr aus
5.2.4 Kritik von Kunden der Berufsschule
5.2.4.1 Kritik von Wirtschaftsverbänden
5.2.4.2 Kritik von Lehrern an der Berufsschule
5.2.5 Fazit:
6 QUALITÄTSENTWICKLUNG AN BERUFSBILDENDEN SCHULEN
6.1 BLK-PROGRAMM „NEUE LERNKONZEPTE IN DER BERUFLICHEN BILDUNG“
6.2 AUSGANGSSITUATION VON QUABS
6.2.1 Ziele des Modellversuchs
6.2.1.1 Ziele der EFQM-Schulen
6.2.1.2 Ziele der ISO 9000:2000 – Schule
6.2.2 Wissenschaftliche Begleitung
6.2.3 Fazit
6.3 KONZEPTION DES MODELLVERSUCHS QUABS
6.3.1 Vorbereitungsphase
6.3.1.1 Votum der Schulleitung für Quabs
6.3.1.2 Votum der Lehrerkollegien für Quabs
6.3.1.3 Bildung der TQM-Teams und Schulung
6.3.1.4 IST-Analyse und Konsensmeetings
6.3.2 Umsetzungsphase (18 Monate)
6.3.3 Transferphase (12 Monate)
6.4 UMSETZUNG DER ISO-NORM
6.4.1 Ermittlung des IST-Zustandes
6.4.2 Dokumentation im QM-Handbuch durch den QM-Beauftragten
6.4.2.1 Vergleich Organisationsstrukturen Unternehmen – WLS
6.4.2.2 Qualitätspolitik
6.4.2.3 Qualitätsziele
6.4.2.4 Dokumentation der Prozesse
6.4.2.5 KVP von Unterricht
6.4.3 Die Zertifizierungsphase
6.5 UMSETZUNG DES EFQM-MODELLS
6.5.1 Interpretation der EFQM-Kriterien für die Organisation Schule
6.5.2 Konsensmeetings
6.5.3 Entscheidungskriterien zur Priorisierung von Verbesserungsbereichen
6.5.4 Beispiel: Lehrerkonferenzen
7 PROBLEMFELDER UND ERTRAG VON QM AN BERUFSBILDENDEN SCHULEN
7.1 PROBLEMFELDER BEI DER UMSETZUNG VON QUABS
7.1.1 Unzureichende Schulungen und mangelhafte externe Beratung
7.1.1.1 EFQM-Schulen
7.1.1.2 ISO 9000:2000
7.1.1.3 Verbesserungsvorschläge
7.1.2 Arbeitsaufwand und Ressourcen
7.1.3 Spannungsfeld ModeratorInnen – Restkollegium
7.1.4 Beziehung Schulleitung – ModeratorInnen
7.2 KOLLISION VON TQM MIT DER ORGANISATION SCHULE
7.2.1 Entwicklungshemmende Organisations- und Führungsstrukturen in Schulen
7.2.1.1 Überforderung des Schulleiters
7.2.1.2 Komplexe Hierarchie der Schule
7.2.1.3 Teufelkreis des Autonomie-Paritätsmusters des Lehrers
7.2.1.4 Schule als Expertenorganisation
7.2.2 Problemfaktor: kontinuierliche Verbesserung des Unterrichts
7.2.2.1 Schlüsselprozess Unterricht
7.2.2.2 Angst der Lehrer vor Beurteilung durch TQM
7.2.2.3 Messproblematik in Bezug auf Unterricht
7.2.2.4 Reaktion der Quabs-Teams auf die Problematik der Unterrichtsentwicklung
7.2.2.5 Kollegiale Teamarbeit als Lösung aus dem Dilemma?
7.2.3 Verbesserungsvorschläge für die Einführung von QM an berufsbildenden Schulen
7.3 FAKTEN WELCHE FÜR DIE EINFÜHRUNG VON TQM SPRECHEN
7.3.1 Positive Ergebnisse des Modellversuch Quabs
7.3.1.1 Verbesserte Kommunikation und Arbeitsorganisation an den Schulen
7.3.1.2 Systematische Schulentwicklung
7.3.1.3 Pädagogische Schulentwicklung durch QM-Instrumente?
7.3.1.4 Stärkung des Selbstbewusstseins der Schule und der Lehrer
7.3.2 Eignung der ISO 9000:2000 für Schule
7.3.2.1 Bürokratisierung
7.3.2.2 Ähnliche Organisationsstrukturen
7.3.2.3 Institutionalisierte Führungskultur
7.3.2.4 Prozesse
7.4 EXZELLENTE UMSETZUNG VON EFQM AN EINER WIRTSCHAFTSSCHULE
7.4.1 Rahmenbedingungen
7.4.2 Ergebnisse eines exzellenten Qualitätsmanagements
7.5 FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Implementierung von Qualitätsmanagementsystemen – konkret nach der Norm DIN EN ISO 9000:2000 sowie dem Kriterienmodell der EFQM – an berufsbildenden Schulen möglich und sinnvoll ist. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob diese aus der Wirtschaft adaptierten Instrumente zur Steigerung der Qualität und Effizienz beruflicher Bildung beitragen können und welche Ansatzpunkte sich für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Berufsschulen ergeben.
Umfassendes Qualitätsmanagement (ab 90er Jahre – TQM)
Seit den 90er Jahren etablierten sich auch in Deutschland umfassendere, ganzheitlichere Qualitätsmanagementsysteme. Qualitätsmanagement wird nach der neuen prozessorientierten DIN EN ISO 9000:2000 als „aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich Qualität“ definiert. Wie andere Bereiche in einer Organisation muss Qualität geplant werden, die Durchführung realisiert, IST- und SOLL-Zustand überprüft und neue Ziele festgelegt werden.
Diese Entwicklung trat in Deutschland im Vergleich zu Japan sehr spät ein, denn Japan übernahm auf dem Gebiet des Qualitätsmanagements nach dem 2. Weltkrieg schon ziemlich früh die Vorreiterrolle, während die deutsche Wirtschaft noch Jahrzehnte von dem guten Image, von der guten Qualität und dem guten Preis-Leistungsverhältnis ihrer Produkte zehrte.
In einer Studie, die Anfang der 90er Jahre innerhalb der Automobilindustrie durchgeführt wurde, schnitt Deutschland im Vergleich zu Japan schlecht ab. Pro 100 hergestellten Autos hatte die BRD im Vergleich mit Japan 30% mehr Montagefehler, darüber hinaus waren die Fehlzeiten der Mitarbeiter und die Arbeitsstunden pro Auto mehr als doppelt so hoch. Außerdem gab es bei den Japanern 62 Verbesserungsvorschläge pro Mitarbeiter und in Deutschland nur 0,4. Bemerkenswert erscheint, dass die USA ähnlich schlecht abschnitt wie Deutschland.
1 ABBILDUNGSVERZEICHNISS: Listet die verwendeten Abbildungen mit ihren Seitenzahlen auf.
2 EINLEITUNG: Führt in das Thema Qualität im Bildungswesen ein und erläutert die Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Arbeit.
3 GRUNDLAGEN DES QUALITÄTSMANAGEMENTS: Erläutert die historischen Entwicklungsschritte, die Philosophie des TQM und die notwendige Systematik von Qualitätsmanagementsystemen.
4 INSTRUMENTE ZUR UMSETZUNG VON QUALITÄTSMANAGEMENTSYSTEMEN: Vergleicht die DIN EN ISO 9000:2000 und das EFQM-Modell hinsichtlich ihrer Eignung, Zielsetzung und Umsetzungsweise.
5 QUALITÄTSMANAGEMENT ALS REFORMMAßNAHME IN DER BERUFLICHEN BILDUNG: Analysiert die Notwendigkeit von Qualitätsentwicklung vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels.
6 QUALITÄTSENTWICKLUNG AN BERUFSBILDENDEN SCHULEN: Beschreibt detailliert den Modellversuch Quabs, von der Konzeption bis zur Umsetzung der verschiedenen QM-Modelle.
7 PROBLEMFELDER UND ERTRAG VON QM AN BERUFSBILDENDEN SCHULEN: Diskutiert kritisch die auftretenden Konflikte während der Einführung und bewertet die positiven Resultate für Schulen.
Qualitätsmanagement, TQM, Berufsbildung, DIN EN ISO 9000:2000, EFQM-Modell, Schulentwicklung, Modellversuch Quabs, Prozessorientierung, Kundenorientierung, Mitarbeiterorientierung, kontinuierlicher Verbesserungsprozess, KVP, Berufsschule, Reform, Bildungsqualität.
Die Arbeit analysiert die Eignung von Qualitätsmanagementsystemen (ISO 9000:2000 und EFQM) für berufsbildende Schulen und evaluiert deren Implementierung im Rahmen des Modellversuchs Quabs.
Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Qualitätsmanagements, den Vergleich der Normen, die Analyse der Krisensituation des dualen Systems sowie praktische Erfahrungen aus Schulentwicklungsprozessen.
Das primäre Ziel ist es zu erproben, ob wirtschaftliche Qualitätsmanagement-Konzepte an Schulen zu einer Qualitätssteigerung des Lernens beitragen können.
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Daten und Erfahrungen aus dem Modellversuch Quabs, um eine fundierte Bewertung der Implementierung vorzunehmen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in QM-Modelle, die Analyse der Situation der beruflichen Bildung und die detaillierte Darstellung des Modellversuchs inklusive der auftretenden Problemfelder.
Zentrale Begriffe sind Qualitätsmanagement, Total Quality Management (TQM), Schulentwicklung, Zertifizierung, EFQM, ISO 9000:2000 und Prozessorientierung.
Im Gegensatz zur eher prozess- und zertifizierungsorientierten ISO-Norm zielt das EFQM-Modell auf das Erreichen einer Vision (Excellence) ab und erfordert eine umfassende, strategische Selbstbewertung der gesamten Organisation.
Der Schulleitung kommt eine zentrale Rolle zu, da sie für die Initiierung, Motivation und Bereitstellung von Ressourcen verantwortlich ist, wobei die Arbeit warnt, dass eine zu dominante Führung den Schulentwicklungsprozess behindern kann.
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