Diplomarbeit, 2005
75 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen des Managements operationeller Risiken
2.1 Charakterisierung operationeller Risiken
2.1.1 Definition und Systematisierung
2.1.2 Abgrenzung zu anderen Risikoarten
2.1.3 Besondere Eigenschaften
2.2 Einbezug operationeller Risiken in die Unternehmenssteuerung
2.2.1 Rechtliche und regulatorische Anforderungen
2.2.2 Ablauf des operationellen Risikomanagements
3. Ziele und Strategien bei der Steuerung operationeller Risiken
3.1 Zielsetzungen bei der Steuerung operationeller Risiken
3.2 Strategien zur Erreichung der Steuerungsziele
3.2.1 Ausgangsbasis für die Strategie-Entscheidung
3.2.2 Alternative Strategien zur Steuerung operationeller Risiken
3.2.2.1 Risikoverminderung
3.2.2.2 Risikovermeidung
3.2.2.3 Risikotransfer
3.2.2.4 Risikoakzeptanz
3.2.3 Auswahl und Implementierung einer geeigneten Strategie
4. Methoden zur Steuerung operationeller Risiken
4.1. Überblick
4.2. Versicherungen und versicherungsähnliche Konstrukte
4.2.1 (Externe) Versicherungen
4.2.1.1 Funktionsweise und Ausgestaltungen
4.2.1.2 Probleme hinsichtlich Kontrahentenrisiken
4.2.1.3 Probleme hinsichtlich Kosten
4.2.1.4 Probleme hinsichtlich Deckung
4.2.2 Selbst-Versicherung mit Captives
4.2.2.1 Funktionsweise und Ausgestaltungen von selbst gegründeten Captives
4.2.2.2 Funktionsweise und Ausgestaltungen von gemieteten Captives
4.2.2.2 Vorteile
4.2.2.3 Nachteile
4.2.3 Finite Risk Konzepte
4.2.3.1 Funktionsweise und Ausgestaltungen
4.2.3.2 Vorteile
4.2.3.3 Nachteile
4.3 Kapitalmarktinstrumente
4.3.1 Operational Risk Linked Bonds
4.3.1.1 Funktionsweise und Ausgestaltung
4.3.1.2 Alternativen zur Bestimmung der Schadensbasis
4.3.1.3 Vorteile
4.3.1.4 Nachteile
4.3.2 Operational Risk Swaps
4.3.2.1 Funktionsweise und Ausgestaltung
4.3.2.2 Vor- und Nachteile
4.4. Bewertung der Steuerungsmethoden
4.4.1 Vergleichende Bewertung aus unternehmerischer Perspektive
4.4.1.1 Realisierbarkeit der Ziele
4.4.1.2 Kosten
4.4.1.3 Beschränkungen bei der Einsetzbarkeit
4.4.2 Aufsichtsrechtliche Bewertung und Anerkennung
5. Fazit
Die Arbeit analysiert innovative Ansätze zur Steuerung operationeller Risiken in Kreditinstituten und bewertet deren Wirksamkeit aus unternehmerischer Sicht, wobei ein besonderer Fokus auf modernen Risikotransfermethoden liegt, um bestehende Defizite traditioneller Versicherungen zu überwinden.
4.2.1.2 Probleme hinsichtlich Kontrahentenrisiken
Bei einem Versicherungsabschluss handelt es sich ‚nur’ um ein Leistungsversprechen, so dass für die schlussendliche Ausgleichzahlung bei Schadenseintritten eine gewisse Unsicherheit verbleibt. Zum einen besteht die Gefahr, dass ein Versicherungsgeber den Schaden gar nicht zahlen kann, weil er seine Finanzkraft übersteigt. Eine Begrenzung der operationellen Risiken geht also typischerweise mit einer Erweiterung der Kreditrisiken einher. Zum anderen besteht auch ein Rechtsrisiko, da der Versicherungsgeber die Auszahlung verweigern und eine gerichtliche Auseinandersetzung provozieren kann. Grund dafür kann beispielsweise eine strittige Formulierung der Versicherungsbedingungen oder eine nicht eindeutig feststellbare Schadensursache sein. Kredit- und Rechtsrisiko sind tendenziell umso größer, je höher der versicherte Schaden ist. Aus diesem Grund ist die Tauglichkeit von Versicherungen, die sich auf Risiken mit extremem Verlustausmaß beziehen, ernsthaft anzuzweifeln.
Problematisch ist nicht nur der totale Ausfall der Versicherungszahlung, sondern auch schon eine mögliche Zahlungsverzögerung. Diese ist aber schon wegen der notwendigen Prüfung des Schadensfalles durch den Versicherer kaum zu vermeiden, es sei denn, dass eine ‚pay-first-argue-later’-Vereinbarung beschlossen wurde. Demnach würde die Auszahlung sofort nach Eintritt eines Verlustereignisses erfolgen und deren Rechtmäßigkeit erst im Anschluss geprüft. Die Fortführung des Geschäftsbetriebes kann somit in jedem Fall gewährleistet werden, allerdings auf Kosten eines höheren Prämiensatzes, da das Kreditrisiko praktisch vom Versicherungsnehmer zum Versicherungsgeber weitergegeben wird.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung operationeller Risiken für Banken und definiert das Ziel, innovative Transfermethoden zu untersuchen und zu bewerten.
2. Grundlagen des Managements operationeller Risiken: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Definition, Systematisierung und Einordnung operationeller Risiken in den allgemeinen Risikomanagementprozess von Kreditinstituten.
3. Ziele und Strategien bei der Steuerung operationeller Risiken: Es wird der Steuerungsprozess erläutert, wobei insbesondere die verschiedenen Bewältigungsstrategien wie Vermeidung, Verminderung, Transfer und Akzeptanz im Zentrum stehen.
4. Methoden zur Steuerung operationeller Risiken: Dieses zentrale Kapitel analysiert Methoden des Risikotransfers, vergleicht innovative Ansätze wie Captives, Finite Risk und Kapitalmarktinstrumente mit traditionellen Versicherungen und bewertet diese aus unternehmerischer und aufsichtsrechtlicher Perspektive.
5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass innovative Methoden zwar Potential bieten, ihre praktische Anwendung jedoch weiterhin von Kosten-Nutzen-Abwägungen und Marktsituationen abhängt.
Operationelle Risiken, Risikomanagement, Risikotransfer, Basel II, Versicherungen, Captives, Finite Risk, Kapitalmarktinstrumente, Operational Risk Linked Bonds, Operational Risk Swaps, Risikoverminderung, Risikovermeidung, Risikoakzeptanz, Eigenkapitalunterlegung, Schadenshistorie
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Identifizierung, Bewertung und insbesondere der Steuerung von operationellen Risiken, wobei ein Schwerpunkt auf innovativen Methoden des Risikotransfers liegt.
Zentrale Themen sind die Charakterisierung operationeller Risiken, die verschiedenen Risikobewältigungsstrategien sowie die vergleichende Analyse von Versicherungen, Captives, Finite Risk Konzepten und kapitalmarktnahen Instrumenten.
Das Ziel ist die Darstellung innovativer Steuerungsmethoden und deren systematische Bewertung unternehmerischer Perspektive, insbesondere unter Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen wie Basel II.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen Analyse bestehender Konzepte und Instrumente des Risikotransfers im Bankensektor.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Darstellung und kritische Würdigung von Transferinstrumenten sowie deren Bewertung im Hinblick auf Kosten, Zielerreichung und aufsichtsrechtliche Anerkennung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Operationelle Risiken, Risikotransfer, Basel II, Captives, Finite Risk und Kapitalmarktinstrumente charakterisiert.
Im Gegensatz zu klassischen Versicherungen transferieren diese Anleihen Risiken direkt an Kapitalmarktinvestoren, wodurch Kontrahentenrisiken minimiert werden können und ein wesentlich größeres Zeichnungsvolumen zur Verfügung steht.
Captives dienen als unternehmenseigene Versicherungsgesellschaften, die es ermöglichen, Risiken individueller zu versichern, Schadensverläufe besser zu steuern und Steuervorteile sowie Prämieneffekte zu nutzen.
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