Examensarbeit, 2008
89 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Traditionellen Grammatik
2.1 Theorie
2.2 Eine schulgrammatische Satzanalyse
2.3 Was ist ein Satz?
2.4 Das Scheinsubjekt
3. Dependenzgrammatik
3.1 Theorie
3.2 Valenz in der Praxis
3.3 Adjektive und Valenz
3.4 Valenz und die Satzbestimmung
4. Phrasenstrukturgrammatik
4.1 Theorie
4.2 Strukturelle Ambiguitäten
5. Kasustheorie
5.1 Theorie
5.2 Tiefenkasus im Aktiv und Passiv
6. Inhaltsbezogenen Grammatik
6.1 Theorie
6.2 Was ist eine Sauna? – Die Lexik
6.3 Eine syntaktische Betrachtung
6.3.1 Das Tempussystem
6.3.2 Passivsätze
7. Funktionalen Grammatik
7.1 Theorie
7.2 C- und F-Struktur
7.3 Perspektivierung und Rhema-Thema-Beziehung
7.4 Modalverben
8. Fazit
Diese Arbeit untersucht einen selbst verfassten Textabschnitt aus der Perspektive verschiedener grammatischer Theorien, um deren Differenzen, Gemeinsamkeiten sowie Praktikabilität im praktischen Analysekontext aufzuzeigen.
1. Einleitung
Grammatik – ein im Alltag häufig verwendeter Begriff. Im gemeinen Gebrauch wird der Terminus jedoch kaum in seiner ganzen sprachwissenschaftlichen Komplexität reflektiert, wonach Morphologie und Syntax, im weiteren Sinne auch Phonetik und Phonologie der Grammatik zuzurechnen sind. Selten wird dabei berücksichtigt, wie kontrovers die unterschiedlichen Grammatiktheorien sind. Um deren Differenzen und Gemeinsamkeiten, Praktikabilität und Überzeugungskraft soll es in dieser Arbeit gehen.
In dieser Arbeit steht der folgende Abschnitt, der einen Ausschnitt aus einem von mir geschriebenen Text darstellt, im Mittelpunkt der Betrachtungen:
„Es gewitterte. Gewitter dort drüben ängstigen mich noch heute immer. Und hier? Auf dieser Seite des Tals? Dampf überschlug sich aus der Küche hinaus ins Freie. Dampf, so dicht, wie man ihn hier nur in der Sauna gewohnt ist. Ich musste gar nicht sehen, wie der Lump mit dem Fernglas herüber schaute. Ich stand, du sahst und riefst ihm etwas zu, um letztendlich deinen Schall zu überholen und mit dem Motorrad hinüber zu fahren.
Warum du mit dem Schicksal spielen musstest, ist mir bis heute nicht klar. Denn du legtest dein Glück abermals in seine Hände, anstatt zu sehen, dass du dich nicht abhängig machen darfst. Begreifst du denn nicht? Wir leben auf dieser Seite, er auf jener. Ja, er sieht aus wie du. Und? Nachbarn, nichts anderes als Nachbarn. Unser Hügel steht östlich ihres Hügels und im Osten geht die Sonne auf.“
Dieses sprachliche Gebilde bildet in dieser Arbeit den Ausgangspunkt einer jeden grammatischen Betrachtung. Methodisch wird auf diesen kurzen Absatz immer wieder Bezug genommen, wobei induktiv vom Text ausgehend argumentiert wird.
1. Einleitung: Definiert den Rahmen der Arbeit, stellt den Ausgangstext vor und erläutert die methodische Herangehensweise der kontrastiven Analyse verschiedener Grammatiktheorien.
2. Traditionellen Grammatik: Analysiert den Text mittels klassischer Schulgrammatik und beleuchtet die Begriffe Satzglieder und Wortarten unter Bezugnahme auf die Dudengrammatik.
3. Dependenzgrammatik: Untersucht die Rolle des Verbs und dessen Valenz als zentrales Element der Satzstruktur und der Ergänzungen.
4. Phrasenstrukturgrammatik: Analysiert den Text durch Konstituentenstrukturen, um strukturelle Ambiguitäten wie beim Beispiel mit dem Fernglas aufzulösen.
5. Kasustheorie: Erläutert Sätze als Kombination von Verben und semantischen Rollen (Tiefenkasus) im Gegensatz zu bloßen Oberflächenstrukturen.
6. Inhaltsbezogenen Grammatik: Fokussiert auf die semantische Komponente und die Verbindung von Sprache, Weltbild und individueller Wahrnehmung.
7. Funktionalen Grammatik: Betrachtet Sprache als funktionales System, in dem Satzbau und Kommunikation sowie die Perspektivierung des Sprechers zentral sind.
8. Fazit: Führt die Analyseergebnisse zusammen und diskutiert die Nützlichkeit einer methodischen Vielfalt für den praktischen Grammatikunterricht.
Grammatiktheorie, Dependenzgrammatik, Phrasenstrukturgrammatik, Kasustheorie, Inhaltsbezogene Grammatik, Funktionale Grammatik, Valenz, Syntax, Semantik, Sprachwahrnehmung, Linguistik, Satzstruktur, Sprachunterricht, Dudengrammatik, Sprachphilosophie.
Die Arbeit vergleicht verschiedene grammatische Theorien anhand eines spezifischen literarischen Textbeispiels, um deren Leistungsfähigkeit und Unterschiede aufzuzeigen.
Die zentralen Felder sind die Traditionelle Grammatik, Dependenz- und Valenzgrammatik, Phrasenstrukturgrammatik, Kasustheorie sowie die inhaltsbezogene und funktionale Grammatik.
Das Ziel ist die kontrastive Analyse der verschiedenen grammatischen Ansätze, um zu klären, wie diese den Ausgangstext interpretieren und welche Schwächen oder Stärken sie bei der Analyse spezifischer Phänomene aufweisen.
Es wird eine induktive, textbasierte Analyse angewendet, bei der ein zentraler Textabschnitt aus verschiedenen theoretischen Blickwinkeln beleuchtet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Kapitel, die jeweils eine spezifische Grammatiktheorie vorstellen und diese direkt auf den im Einleitungskapitel definierten Text anwenden.
Zu den prägenden Begriffen gehören Valenz, Satzstruktur, semantische Rollen, Konstituenten, Kommunikation, Sprachwahrnehmung und grammatische Normierung.
Es wird am Beispiel des Witterungsverbs "es gewitterte" untersucht, wobei die Grenzen der Traditionellen Grammatik bei der Zuweisung von Subjekt-Prädikat-Strukturen aufgezeigt werden.
Das Beispiel verdeutlicht die theoretischen Ansätze der Inhaltsbezogenen Grammatik und zeigt auf, wie kulturelle Kontexte die Bedeutung von Lexemen zwischen verschiedenen Sprachen beeinflussen.
Sie wird genutzt, um die unterschiedlichen Schwerpunkte der Valenztheorie und Kasustheorie bei der semantischen Bedeutungsgleichheit von Sätzen zu kontrastieren.
Es dient als Fallbeispiel, um zu demonstrieren, wie Phrasenstrukturdiagramme helfen können, syntaktische Mehrdeutigkeiten aufzulösen und die funktionale Einbettung zu klären.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

