Bachelorarbeit, 2012
87 Seiten, Note: 1,00
1 Einleitung
2 Literatur- und Forschungsstand
3 Geocaching
3.1 Die Anfänge des Spiels
3.2 Die technischen Voraussetzungen
3.3 Die verschiedenen Arten und Spielweisen
3.4 Das Verstecken
3.5 Das Finden
3.6 Der typische Spieler
4 Geocaching mit Jugendlichen
5 Geocaching – Dimensionen der Persönlichkeitsentwicklung
5.1 Persönlichkeitsentwicklung durch Geocaching als Spiel
5.2 Persönlichkeitsentwicklung durch Geocaching als Mediennutzung
5.3 Persönlichkeitsentwicklung durch Geocaching als Freizeitaktivität
5.4 Persönlichkeitsentwicklung durch Geocaching als erlebnisorientierte Outdoor-Aktivität
5.4.1 Erleben und Lernen
5.4.2 Untersuchte Auswirkungen
6 Geocaching – Dimensionen der Entwicklungsunterstützung bei Jugendlichen
6.1 Entwicklungsunterstützung bei der Lösung von jugendlichen Entwicklungsaufgaben
6.1.1 Das Denkmodell der Entwicklungsaufgaben
6.1.2 Die Entwicklungsaufgabe: Umbau der sozialen Beziehungen
6.1.3 Die Entwicklungsaufgabe: Identitätsarbeit leisten
6.1.4 Die Entwicklungsaufgabe: Entwicklung einer eigenen Weltanschauung
6.2 Entwicklungsunterstützung durch die Befriedigung von für Jugendliche typischen Entfaltungsbedürfnissen
6.3 Entwicklungsunterstützung durch die Möglichkeit der Aneignung sozialer Räume
6.4 Entwicklungsunterstützung durch die Passung zu Themen und Lebenseinstellungen heutiger Jugendlicher
6.4.1 Das Jugendlichen wichtige Thema ‚Globalisierung’
6.4.2 Das Jugendlichen wichtige Thema ‚Klimawandel’
6.4.3 Einige Jugendlichen wichtige Lebenseinstellungen
6.5 Entwicklungsunterstützung durch kompetente Entwicklungsbegleitung
7 Resümee und Schussfolgerungen
Die Arbeit untersucht die Leitfrage, inwiefern das Spiel Geocaching die Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen fördern kann. Dabei wird analysiert, ob Geocaching theoretisch begründete persönlichkeitsfördernde Kriterien erfüllt und wie es die spezifischen Entwicklungsaufgaben sowie Bedürfnisse von Jugendlichen im Übergang zum Erwachsenenalter adressiert.
Die Anfänge des Spiels
Die Anfänge des Geocaching liegen in die USA. Am 2.5.2000 ließ der damalige US-Präsident Clinton, für die Bevölkerung völlig unerwartet, die bisher von der Regierung gewollte künstliche Verschlechterung des GPS-Signales (ein kodiertes Radiosignal, das von Satelliten zur räumlichen Orientierung auf der Erde ausgesandt wird) – die sogenannte ‚Selective Availability‘ – abschalten. Dieses Programm diente dazu, das GPS-Signal mit einem künstlichen Rauschen zu verschlechtern und dadurch den Einsatz gelenkter Waffensysteme, die von außerhalb der amerikanischen Streitmächte kommen könnten (zum Beispiel von Terroristen), zu verhindern. Der Anlass der künstlichen Verschlechterung war, dass man befürchtete, dass Raketen mit handelsüblichen GPS-Empfängern nachgerüstet werden und so zu einem Gefahrenpotential für die USA werden könnten (vgl. Telaar 2007, S. 29 f.).
Bis zum Tag der Abschaltung wurde mit handelsüblichen GPS-Geräten lediglich eine Genauigkeit von Ortsangaben auf ca. 100 Meter oder schlechter erzielt, nach der Abschaltung der Verschlechterung waren plötzlich präzise Angabe bis zu 10 Meter möglich. Heutzutage schaffen es handelsübliche GPS-Empfänger, Orte mit einer Genauigkeit von 3 Meter anzuzeigen; spezielle aufwändige und sehr teure GPS-Geräte machen zentimetergenaue Angaben.
Den ersten Geocache hat ein Amerikaner namens Dave Ulmer am 3.5.2000, also bereits einen Tag nach Abschaltung der Selective Availability, versteckt. Dies tat er aus zwei Gründen: Zum einen wollte er die Verbesserung des GPS-Signals auf diese Weise ‚feiern‘, zum anderen kam ihm die Idee, dass es nun möglich werden müsste, ein neues globales Spiel zu starten. So versteckte er einen Behälter mit Tauschgegenständen an einem bestimmten Ort, notierte sich die Koordinaten und veröffentliche diese in einer Usenet-Newsgroup, einem globalen elektronischen Diskussionsnetzwerk bestehend aus vielen unterschiedlichen Foren, wo jeder teilnehmen kann.
1 Einleitung: Definition der Leitfrage zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher durch Geocaching und Vorstellung der wissenschaftlichen Vorgehensweise.
2 Literatur- und Forschungsstand: Bewertung der Quellenlage zu Jugend und Medien sowie der methodischen Einschränkungen empirischer Studien im Kontext der Erlebnispädagogik.
3 Geocaching: Detaillierte Beschreibung der Entstehungsgeschichte, der technischen Grundlagen (GPS) und der verschiedenen Spielarten.
4 Geocaching mit Jugendlichen: Eingrenzung der Zielgruppe und Schilderung praktischer Erfahrungen aus der kirchlichen Jugendarbeit.
5 Geocaching – Dimensionen der Persönlichkeitsentwicklung: Theoretische Untersuchung von Geocaching als Spiel, Medium, Freizeitaktivität und erlebnisorientierte Outdoor-Aktivität.
6 Geocaching – Dimensionen der Entwicklungsunterstützung bei Jugendlichen: Analyse der Unterstützung bei Entwicklungsaufgaben, Bedürfnissen, Raumaneignung und aktuellen Themen sowie Kriterien für pädagogische Begleitung.
7 Resümee und Schussfolgerungen: Zusammenfassende Beantwortung der Leitfrage und Fazit zur Relevanz von Geocaching als Methode in der Sozialen Arbeit.
Geocaching, Jugend, Persönlichkeitsentwicklung, Erlebnispädagogik, GPS, Mediennutzung, Entwicklungsaufgaben, Sozialraum, Jugendarbeit, Identitätsarbeit, Spieltheorie, Transition, Selbstbildung, Outdoor, Internet.
Die Arbeit untersucht, ob und wie die Freizeitaktivität Geocaching einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen leisten kann.
Die Arbeit verknüpft die Bereiche Geocaching, Spielpädagogik, Mediennutzung, Erlebnispädagogik und Entwicklungspsychologie mit der Lebenswelt heutiger Jugendlicher.
Die zentrale Leitfrage lautet: „Inwiefern kann Geocaching die Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher fördern?“
Es wird ein literaturanalytischer Ansatz gewählt, bei dem Geocaching in verschiedene theoretische Zusammenhänge gestellt wird, um daraus Merkmale für eine persönlichkeitsfördernde Wirkung abzuleiten.
Der Hauptteil analysiert zum einen die Struktur des Spiels und zum anderen dessen Potenzial zur Unterstützung jugendlicher Entwicklungsaufgaben, der Identitätsarbeit und der Raumaneignung.
Die zentralen Begriffe sind Geocaching, Persönlichkeitsentwicklung, Jugendliche, Erlebnispädagogik und Sozialraum.
Die Arbeit zeigt, dass Jugendliche eine eher unterrepräsentierte Gruppe in der Geocaching-Community sind und Geocaching für sie pädagogisch gezielt aufbereitet werden sollte.
Der Autor betont, dass die Art der Begleitung entscheidend ist; sie sollte als „Begegnung von Person zu Person“ verstanden werden, um Jugendliche als Akteure ihrer Entwicklung zu unterstützen.
Die Arbeit stellt fest, dass ein direkter, naiver Transfer von im Spiel erworbenen Kompetenzen in den Alltag schwer nachweisbar ist, Geocaching aber die Chance zur besseren Bewältigung von Alltagssituationen erhöhen kann.
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