Diplomarbeit, 2004
124 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Ausgangsposition
3. Theoretische Grundlagen der tibetischen Medizin
3.1. Historischer Einblick
3.2. Basiswissen
3.2.1. Erste Wurzel: Status des Organismus
3.2.1.1. Erster Stamm: Gesunder Organismus
3.2.1.2. Zweiter Stamm: Kranker Organismus
3.2.2. Zweite Wurzel: Diagnose (Untersuchung)
3.2.2.1. Dritter Stamm: Beschauen
3.2.2.2. Vierter Stamm: Fühlen des Pulses
3.2.2.3. Fünfter Stamm: Fragen (Anamnese)
3.2.3. Dritte Wurzel: Therapie
3.2.3.1. Sechster Stamm: Ernährung
3.2.3.2. Siebter Stamm: Lebensweise
3.2.3.3. Achter Stamm: Arzneimittel
3.2.3.4. Neunter Stamm: äußere Heilmethoden
3.3. Aktuelle Anwendung
4. Untersuchung der Akzeptanz zur tibetischen Medizin
4.1. Zielsetzung
4.2. Auswahlregion
4.3. Methodisches Vorgehen
4.4. Resultate
5. Bedeutung von Heilpflanzen in der tibetischen Medizin
5.1. Theoretische Bedeutung
5.2. Praktische Bedeutung
5.3. Untersuchung ausgewählter Pflanzen
5.3.1. Begründung der Auswahl
5.3.2. Vorgehen bei der Untersuchung
5.3.3. Ergebnisse
6. Anwendung von Heilpflanzen bei Diabetes Mellitus II
6.1. Anwendung in der tibetischen Medizin
6.1.1. Krankheitsbild
6.1.2. Theoretische Verabreichung von A-ru 10
6.1.3. Therapie
6.2. Anwendung in der westlichen Medizin
6.2.1. Krankheitsbild
6.2.2. Theoretische Verabreichung von Heilpflanzen
6.2.3. Therapie
6.3. Ergebnisse
7. Schlussfolgerungen
8. Zusammenfassung und Abstract
9. Quellennachweis
9.1. Quellen- und Literaturverzeichnis
9.2. Informationen durch Gespräche
Die Arbeit untersucht die Anwendung und Wirksamkeit von Heilpflanzen in der tibetischen Medizin bei Diabetes mellitus II sowie die Akzeptanz tibetischer Medizinalpräparate innerhalb der tibetischen Exilgemeinde in der indischen Region Sikkim.
6.2.1. Krankheitsbild
Diabetes mellitus II ist eine Erkrankung des Stoffwechsels. Es handelt sich dabei um keine einheitliche Erkrankung, sondern um eine Gruppe heterogener klinischer Syndrome, die mit einer Störung des Glucosestoffwechsels, aber auch mit anderen Stoffwechselstörungen einhergehen (vgl. KASPER 2000, S. 268/ 269). Die Krankheit entwickelt sich langsam.
Ursachen für den Diabetes sind:
• verminderte oder fehlende Insulinproduktion
• die Synthese eines strukturell veränderten Insulins oder
• das Insulin kann am Erfolgsorgan nicht, beziehungsweise nicht ausreichend wirksam werden
Die Folgen sind ein Anstieg der Blutglucosekonzentration und eine Glucosurie. Durch die Glucoseausscheidung über den Harn wird versucht, den erhöhten Glukosegehalt des Blutes zu normalisieren. Um die überschüssige Glukose ausscheiden zu können, benötigen die Nieren vermehrt Wasser, so dass es zu gesteigertem Durst (Polydipsie) und zu vermehrter Harnmenge (Polyurie) kommt. Wird nicht ausreichend getrunken, können sich Zeichen der Exsikkose einstellen.
Frühsymptome:
• Hyperglykämie und Glukosurie
• Polyurie und Polydipsie
• Mündigkeit und Leistungsminderung
• Sehstörungen
• Gewichtsabnahme
• Juckreiz, besonders Genital- und Analgegend
• rezidivierende Infekte wie Furunkel, Soor, Haut- beziehungsweise Harnwegsinfekte
• Hypertonie
• Hypercholesterinämie
• Potenz- und Menstruationssörungen
• „Heißhunger“ (vgl. RICHTER 2000, S. 375)
1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über tibetische Heilpflanzen, ihre Rolle in der medizinischen Versorgung in Sikkim und die Zielsetzung, die Wirksamkeit bei Diabetes mellitus II zu untersuchen.
2. Ausgangsposition: Es wird die Herausforderung beschrieben, dass die tibetische Medizin bisher wissenschaftlich kaum erforscht ist und der Mangel an Belegen ihre Akzeptanz im Westen erschwert.
3. Theoretische Grundlagen der tibetischen Medizin: Dieses Kapitel erläutert das System des tibetischen Medizin-Baums, welches Diagnose, Krankheitsursachen und therapeutische Ansätze in eine klare Struktur bringt.
4. Untersuchung der Akzeptanz zur tibetischen Medizin: Hier werden die methodische Durchführung und die Ergebnisse einer Befragung von 53 Exil-Tibetern in Sikkim zur Nutzung und Akzeptanz der traditionellen Medizin dargestellt.
5. Bedeutung von Heilpflanzen in der tibetischen Medizin: Es wird analysiert, warum Pflanzen die Basis der tibetischen Arzneimittel bilden und wie sie gesammelt und prozessiert werden.
6. Anwendung von Heilpflanzen bei Diabetes Mellitus II: Dieses Kapitel vergleicht die tibetische und westliche Therapie von Diabetes mellitus II, insbesondere durch die Untersuchung der Kombination A-ru 10.
7. Schlussfolgerungen: Die Autorin fasst zusammen, dass die Verfügbarkeit tibetischer Ärzte und Präparate vor Ort entscheidend für die Akzeptanz ist und plädiert für weitere Forschung.
8. Zusammenfassung und Abstract: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse in deutscher und englischer Sprache.
9. Quellennachweis: Verzeichnis der genutzten Literatur und durchgeführten Experteninterviews.
Tibetische Medizin, Heilpflanzen, Diabetes mellitus II, Sikkim, Exil-Tibeter, Medizin-Baum, Pharmakologie, Pflanzeninhaltsstoffe, Akzeptanz, Traditionelle Heilkunde, Amchi, Diabetes-Therapie, Phytotherapie, Gesundheitsversorgung, Regionale Entwicklung
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die Anwendung tibetischer Heilpflanzen sowie deren Wirksamkeit, insbesondere am Beispiel der Diabetes-Therapie und der Akzeptanz der Medizin im Exil.
Die zentralen Felder umfassen die tibetische Medizinlehre, die regionale Versorgungssituation in Sikkim, botanische Inhaltsstoffanalysen und eine empirische Akzeptanzstudie bei Exil-Tibetern.
Das Ziel ist es, die Wirksamkeit einer spezifischen tibetischen Pflanzenkombination wissenschaftlich zu hinterfragen und die Zukunftsfähigkeit der tibetischen Medizin im Exil zu evaluieren.
Es wird eine Literaturrecherche zur Inhaltsstoffanalyse kombiniert mit einer Primärerhebung in Form eines standardisierten Fragebogens in der Region Sikkim durchgeführt.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf dem "Medizin-Baum" als diagnostischem System, der Analyse von Pflanzeninhaltsstoffen und dem Vergleich zur westlichen Diabetes-Behandlung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie tibetische Medizin, Phytotherapie, Diabetes mellitus II, regionale Akzeptanz und interkultureller medizinischer Vergleich beschreiben.
Sikkim dient als Untersuchungsgebiet, da dort eine signifikante Anzahl von Exil-Tibetern lebt, was eine Erhebung über die Anwendung traditioneller tibetischer Medizin unter modernen globalen Bedingungen ermöglicht.
Die Autorin stellt fest, dass für viele tibetische Anwendungsgebiete noch keine ausreichenden naturwissenschaftlichen Belege vorliegen, und sieht darin eine Herausforderung für die Anerkennung und langfristige Etablierung der tibetischen Medizin.
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