Bachelorarbeit, 2012
86 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung / Situationsbeschreibung
1.2 Ziel der Bachelor-Thesis
1.3 Vorgehen
2. Die Kreditnachfrage in Deutschland
2.1 Motive für die Inanspruchnahme von Krediten
2.2 Die Gliederung des Finanzmarktes
2.3 Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
2.6 Die Entwicklung der Kreditaufnahmen
2.7 Investitionen
3. Die Vorschriften der Kreditvergabe in Deutschland
3.1 Prozess und Prämissen der Kreditvergabe für Privatpersonen
3.2 Die Voraussetzungen der Kreditvergabe für Unternehmen
3.3 Basel I
3.4 Basel II und Basel III
3.5 Scoring-Verfahren für Privatkunden und die SCHUFA Holding
3.5.1 Kreditscoring der Banken
3.5.2 Die SCHUFA-Eigenauskunft
3.6 Ratingverfahren für Firmenkunden
4. Die Chancen und Risiken von Ratings
4.1 Auswirkungen von Ratings für Unternehmen und Selbstständige
4.2 IRB und STA Ansatz
4.3 Konsequenzen der Eigenkapitalanforderungen
4.4 Auswirkungen auf die KMU und Förderbanken
4.5 Die Aufgabe der Europäischen Zentralbank
5. Fazit / Ausblick
Diese Bachelor-Thesis untersucht den Zusammenhang zwischen Kreditvergabe, Wirtschaftswachstum und den regulatorischen Rahmenbedingungen (insbesondere Basel I, II und III) in Deutschland. Ziel ist es, den Kreditvergabeprozess für Privatpersonen und Unternehmen transparent darzustellen sowie die Auswirkungen von Scoring- und Ratingverfahren auf die Investitionsfähigkeit und das Wirtschaftswachstum kritisch zu analysieren.
1.1 Problemstellung / Situationsbeschreibung
Die Kreditvergabe in Deutschland hat sich in den letzten Jahren sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen verändert und damit die Anforderungen, einen Kredit bei einem Kreditinstitut zu beantragen. War es vor 50 bis 60 Jahren vor der Etablierung des KWG‘s noch fast unvorstellbar, eine Sache mit einem Kredit auf Raten zu bezahlen, werden heute durch mannigfache Kreditangebote Waren mit einer dazugehörigen Finanzierung angeboten. „Das Kreditwesengesetz (KWG) kann man als das „Grundgesetz“ des Kreditwesens bezeichnen (Gesetz über das Kreditwesen vom 10. Juli 1961).“1 Damit der gestaltete Kreditvertrag zwischen Gläubiger und Darlehensnehmer auch eingehalten wird, sind Prämissen an die Kreditvergabe, u.a. das Kreditwesengesetz oder die Basler Akkord-Richtlinien, geknüpft. „Basel I, abgelöst 2007 durch Basel II fordert strengere Auflagen an die Überprüfung vergebener Kredite.“2 „Ziel der neuen Regelung ist es eine größere Stabilität, Sicherheit und Zuverlässigkeit des Finanzsystems zu erreichen, indem die internen Kontrollsysteme und die Geschäftsführung der Banken, die Überprüfung durch die Aufsicht und die Marktdisziplin einen höheren Stellenwert erhalten.“3
Viele Bürger in der BRD haben schon einmal einen Kredit in Anspruch genommen, sei es für ein neues Auto als Kfz-Darlehen, als Warenkredit für die Anschaffung neuer Möbel oder aber als freier verfügbarer Konsumentenkredit für andere Investitionen am Haus, für Schönheitsoperationen oder die Tilgung von bereits bestehenden Krediten. „Kreditbedarf bei privaten Haushalten entsteht, wenn Ausgaben anfallen, die aus den laufenden Einkünften oder den Ersparnissen nicht bezahlt werden können.“4 Selbst europäische Nachbarländer wie Griechenland benötigen Kredite bzw. Hilfspakete in Milliardenhöhe durch die EU, wie aktuell in den Medien berichtet wird, um Verschuldungen und Haushaltsdefizite der letzten Jahre in den Griff zu bekommen um dann ggf. wieder investieren zu können. Die Defizite in Griechenland haben für die Zukunft natürlich sehr hohe Einsparmaßnahmen der Griechen zur Folge. „Als Reaktion auf die schwerste Finanzkrise der Neuzeit folgt nach dem Willen der G20-Staats- und Regierungschefs das umfassendste Programm zu Re-Regulierung der Finanzmärkte. Zu den wichtigsten neuen Regeln gehört Basel III; das sind die am 16.12.2010 vom Baseler Ausschuss beschlossenen Empfehlungen, die jedoch weltweit normative Kraft entfalten (sollten).“5
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Kreditvergabe in Deutschland unter Berücksichtigung regulatorischer Änderungen und Zielsetzung der Arbeit.
2. Die Kreditnachfrage in Deutschland: Darstellung der Motive für Kredite, des Finanzmarktes und der makroökonomischen Zusammenhänge von Kreditvergabe und Wachstum.
3. Die Vorschriften der Kreditvergabe in Deutschland: Erläuterung der Prozesse und regulatorischen Anforderungen für Privat- und Unternehmenskredite sowie Grundlagen der Scoring- und Ratingverfahren.
4. Die Chancen und Risiken von Ratings: Diskussion der Auswirkungen von Rating-Verfahren, der Wahl zwischen IRB- und Standardansatz sowie der Rolle der EZB und regulatorischer Kapitalanforderungen.
5. Fazit / Ausblick: Zusammenfassende kritische Betrachtung der Entwicklungen bei der Kreditvergabe und der Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft.
Kreditvergabe, Basel I, Basel II, Basel III, Kreditwürdigkeit, Scoring, Rating, Eigenkapitalanforderungen, Banken, Wirtschaftswachstum, Finanzmarkt, Investitionen, Liquidität, SCHUFA, Europäische Zentralbank.
Die Arbeit analysiert den Kreditvergabeprozess in Deutschland für Unternehmen und Privatverbraucher und beleuchtet die damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen unter Einbeziehung bankenregulatorischer Vorschriften.
Die zentralen Themen umfassen die Kreditnachfrage, die gesetzlichen Vorschriften der Kreditvergabe (Basel I-III), Rating- und Scoring-Verfahren sowie deren Einfluss auf das Wirtschaftswachstum.
Das Ziel ist die transparente Darstellung der Zusammenhänge zwischen Kreditvergabe, Investitionen und Wirtschaftswachstum in Deutschland sowie die Bewertung der Vor- und Nachteile der Bankenrichtlinien.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung statistischer Daten und Praxisbeispiele, um die Wirkungsweisen von Scoring- und Rating-Modellen zu verdeutlichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Kreditnachfrage, die detaillierte Beschreibung der Kreditvergabevorschriften, die Anwendung von Basel-Richtlinien sowie die Bewertung der Chancen und Risiken von Ratings.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kreditvergabe, Basel-Richtlinien, Rating, Scoring, Eigenkapitalunterlegung und Wirtschaftswachstum charakterisiert.
Scoring-Verfahren dienen Kreditinstituten dazu, die Bonität von Privatkunden quantitativ zu bewerten, um Ausfallrisiken vor einer Kreditentscheidung zu minimieren.
Während beim Scoring primär statistische Daten und Merkmale des Privatkunden analysiert werden, umfasst das Rating für Firmenkunden eine tiefergehende qualitative und quantitative Analyse der wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens.
Sie führen zu strengeren Eigenkapitalanforderungen für Banken, was die Kreditvergabe risikoorientierter macht und indirekt die Kreditkonditionen für Unternehmen beeinflusst.
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