Bachelorarbeit, 2012
59 Seiten, Note: 2,0
0. Einleitung
1. Normierung der deutschen Orthographie
1.1 Von der Schreibung zur Rechtschreibung
1.2 Durchsetzung einer Einheitsorthographie
1.3 Die Rolle des Dudens bei der Kodifizierung der deutschen Orthographie
1.4 Rechtschreibreform von 1996 und deren Überarbeitungen in den Jahren 2004 und 2006
2. Der Aufbau der deutschen Rechtschreibung
2.1 Verhältnis gesprochener und geschriebener Sprache
2.2. Linguistische Grundlagen
2.2.1 Generelle Anmerkungen
2.2.2 Grapheme und Phonographie
2.2.3 Groß- und Kleinschreibung im Deutschen
2.2.4 Explizitform und silbische Schreibung
2.3 Die Prinzipien der deutschen Rechtschreibung
2.3.1 Das phonologische Prinzip
2.3.2 Das morphematische Prinzip
2.3.3 Das silbische Prinzip
2.3.4 Das grammatische Prinzip
2.3.5 Das semantische Prinzip
2.3.6 Das historische Prinzip
3. Der Schriftspracherwerb in der Grundschule
3.1 Generelle Vorbemerkungen
3.2 Vorschulische Kompetenzen
3.3 Stufenmodelle des Schriftspracherwerbs
3.3.1 Das Drei-Phasen-Modell von U. Frith (1985)
3.3.2 Das Fünf-Phasen-Modell von K.B. Günther (1986)
3.3.3 Modell des Rechtschreiberwerbs von G. Scheerer-Neumann (1987)
3.4 Abschließende Überlegungen zu den Stufenmodellen
4. Dialekt und Mundart im Raum Schule
4.1 Abgrenzung Dialekt, Umgangssprache, Standardsprache
4.2 Gegenwärtige Dialektsituation
4.3 Sprachliche Merkmale des Bairischen
4.4 Hochdeutsch lernen – Mundart nicht verlernen
4.5 Sprachsituation an bayerischen Grundschulen
4.6 Vorteile von Dialektsprechern in der Schule
4.7 Nachteile von Dialektsprechern in der Schule
4.8 Dialekteinsatz im Klassenzimmer
4.9 Auswertung der Ergebnisse der Studie in drei Klassen der 2. Jahrgangsstufe
4.9.1 Untersuchungsansatz und Auswahl der Schüler und Klassen
4.9.2 e.o.Plauen und seine „Vater-Sohn-Geschichten“
4.9.3 Auswertung der Ergebnisse
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Dialekts auf die deutsche Rechtschreibung bei Grundschulkindern der zweiten Klasse. Ziel ist die wissenschaftliche Dokumentation, inwieweit dialektale Prägungen den Schriftspracherwerb beeinflussen und ob diese als Hemmnis oder Bereicherung im schulischen Kontext zu werten sind.
2.2.2 Grapheme und Phonographie
Das Schriftsystem von Sprachen wie dem Deutschen ist die sogenannte Alphabetschrift, da es auf einem endlichen Inventar von Zeichen basiert. Das Charakteristikum der Alphabetschriften sind die einzellautorientierten Komponenten. Dies besagt, dass den verschiedenen systematischen Sprachlauten, den Phonemen, bestimmte Schreibzeichen, die Grapheme, gegenüberstehen. „Die meisten Grapheme des Deutschen sind Einzelbuchstaben des lateinischen Alphabets, die eindeutig auf ein kleinstes Lautsegment (Phonem) bezogen werden können.“ Das Wort „schön“ besteht beispielsweise aus drei Phonemen: /ʃø:n/. Das Phonem /ʃ/ wird durch das Graphem
Jedoch gilt es zu beachten, dass das der deutschen Schrift zugrunde liegende lateinische Alphabet für diese Sprache als defizitär zu bezeichnen ist. Dies liegt darin begründet, dass es im Deutschen wesentlich mehr Phoneme als Grapheme gibt, sodass es zwangsläufig zu Ambiguitäten kommen muss.
Im Folgenden werde ich zunächst auf die Konsonantenschreibungen und im Anschluss auf die Vokalschreibungen eingehen.
Im deutschen Schriftsystem verwendet man meist 18 oder 19 Konsonantenphoneme. Die Mehrheit davon (14 Konsonantenphoneme) sind durch eindeutige Korrespondenzregeln auf Einzelbuchstaben bezogen: [p] --
; [t] -- ; [j] -- ,
treten nur als ein Bestandteil von Mehrgraphemen wie in
0. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der dialektbedingten Einflüsse auf die Orthografie ein und formuliert das Ziel der Dokumentation bei Grundschulkindern.
1. Normierung der deutschen Orthographie: Dieser Abschnitt beschreibt die historische Herausbildung der Rechtschreibung, von den Anfängen in Klöstern bis zu den modernen Rechtschreibreformen.
2. Der Aufbau der deutschen Rechtschreibung: Hier werden linguistische Prinzipien sowie das Verhältnis von gesprochener zu geschriebener Sprache und die zugrunde liegenden orthografischen Regelmäßigkeiten analysiert.
3. Der Schriftspracherwerb in der Grundschule: Es erfolgt eine Gegenüberstellung bekannter Stufenmodelle des Schriftspracherwerbs und deren Bedeutung für den Lernprozess.
4. Dialekt und Mundart im Raum Schule: Dieses Hauptkapitel beleuchtet die aktuelle Dialektsituation, Vor- und Nachteile im Schulalltag sowie die Auswertung einer empirischen Studie in bayerischen Grundschulen.
5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert für eine stärkere, respektvolle Integration des Dialekts in den Unterricht.
Dialekt, Orthografie, Schriftspracherwerb, Grundschule, Bairisch, Phonem-Graphem-Korrespondenz, Linguistik, Standardsprache, Sprachwandel, Stufenmodell, Rechtschreibung, Mundart, Sprachdidaktik, Fehleranalyse, Varietät.
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem Dialekt als gesprochene Sprache und der normierten deutschen Orthografie als Schriftsprache bei Grundschülern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Geschichte der Rechtschreibung, den linguistischen Grundlagen des deutschen Schriftsystems sowie den Vor- und Nachteilen von Dialektsprechern im Bildungssektor.
Ziel ist es, den Einfluss von Dialekt auf die deutsche Orthografie bei Kindern der zweiten Klasse zu dokumentieren und die Frage zu klären, ob Dialekt ein Hindernis für den Schriftspracherwerb darstellt.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse zu Schriftspracherwerb und Dialektologie mit einer empirischen Untersuchung von 68 Schülertexten in drei Klassen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der orthografischen Prinzipien, Modelle des Schriftspracherwerbs sowie eine ausführliche Analyse der Dialektsituation in bayerischen Grundschulen.
Dialekt, Orthografie, Schriftspracherwerb, Bairisch, Grundschule, Standardsprache und linguistische Fehleranalyse.
Sie ist relevant, da sie grundlegende Fragen der Identitätsbildung und der sozialen Kompetenz berührt. Ein bewusster Umgang mit Dialekt unterstützt Schüler in ihrer Mehrsprachigkeit, statt sie durch starre Normvorgaben zu demotivieren.
Die Autorin stellt fest, dass die meisten Fehler bei Grundschulkindern entwicklungsbedingt sind und nicht primär auf den Dialekt zurückgeführt werden können, da der Einfluss des Dialekts insgesamt geringer ist als angenommen.
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