Bachelorarbeit, 2010
53 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Kulturhistorische Einbettung
2.1 Mesoamerika
2.2 Gemeinsame Wurzeln von Maya und Azteken: Die Olmeken
2.3 Maya
2.3.1 Begriffsklärung
2.3.2 Das Land
2.3.3 Zeitliche Einteilung
2.3.4 Die Entwicklungsgeschichte der Maya
2.3.5 Aktueller Wissensstand
2.4 Azteken
2.4.1 Begriffsklärung
2.4.2 Das Land
2.4.3 Zeitliche Einteilung
2.4.4 Die Entwicklungsgeschichte der Azteken
2.4.5 Aktueller Wissensstand
2.5 Fazit
3 Kultur, Gesellschaft und Religion auf ihrem Höhepunkt
3.1 Maya
3.1.1 Die Struktur des Reiches
3.1.2 Die gesellschaftliche Ordnung
3.1.3 Kalender
3.1.4 Schrift und Zahlensystem
3.1.5 Religion und Kult
3.1.6 Menschenopfer
3.2 Azteken
3.2.1 Die Struktur des Reiches
3.2.2 Die gesellschaftliche Ordnung
3.2.3 Kalender
3.2.4 Schrift und Zahlensystem
3.2.5 Religion und Kult
3.2.6 Menschenopfer
3.3 Fazit
4 Der Untergang einer Hochkultur
4.1 Maya
4.1.1 Niedergang der Maya-Hochkultur am Ende der Klassik
4.1.1.1 Fremde Eindringlinge
4.1.1.2 Interne Ursachen
4.1.2 Die Conquista
4.2 Azteken
4.2.1 Die Conquista
4.3 Fazit
5 Maya und Azteken heute
6 Schlussbetrachtung
Die Bachelorarbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der mesoamerikanischen Hochkulturen der Maya und Azteken. Ziel ist es, die kulturhistorische Einbettung, die gesellschaftlichen Strukturen sowie die religiösen Praktiken beider Völker zu analysieren und zu vergleichen, um ihre jeweilige Entwicklung und ihren Untergang nachvollziehbar darzustellen.
3.1.2 Die gesellschaftliche Ordnung
Die wirtschaftliche Grundlage des Reiches bildeten die Bauern (vgl. Riese 2002: 44), da sie nicht nur für sich, sondern auch für die in den Städten lebende Elite Nahrungsmittel anbauten. Zur Elite gehörten außer dem Herrscher noch Priester, Architekten, Astronomen, Schreiber und spezialisierte Künstler. Jeder Stadtstaat wurde von einem absoluten Herrscher angeführt, als dessen Nachfolger jeweils sein Sohn bestimmt wurde (vgl. Die Indianer in Nord-, Mittel-, und Südamerika: Die Maya – Aufstieg und Fall der Maya-Staaten).
Die Könige der Stadtstaaten hatten nicht nur die gewöhnlichen Aufgaben inne, die man von einem Herrscher erwartet, wie die Repräsentation des Staates und die Steuerung der Politik. Sie hatten auch eine Reihe von Verpflichtungen, die uns heute nicht nur als sehr seltsam, sondern auch grausam erscheinen: Der König war bei rituellen Anlässen dazu angehalten, sich selbst zu kasteien, indem er sich Zunge oder Penis durchbohrte, und Flüssigkeiten zu konsumieren, die ihm anal eingeführt wurden und Halluzinationen hervorriefen. Weitere Bräuche waren das Rauchen von Zigarren sowie das Trinken eines Gebräus, welches aus dem giftigen Schleim einer Kröte bestand.
Der Großteil der vom Herrscher verlangten Rituale war entweder sehr schmerzhaft oder (wie beim Konsumieren von halluzinogenen Mitteln) mit extremem Unwohlsein verbunden. Deshalb mussten sie von Dienern gestützt werden, falls sie vor Schmerz ohnmächtig wurden oder sich übergeben mussten. Weitere Pflichten des Herrschers, die jedoch nicht so grausam waren, waren das Tanzen mit angelegtem Schmuck und der Konsum von Unmengen an Essen und Trinken, da Wohlbeleibtheit ein Statussymbol war. Darüber hinaus war der König dazu angehalten, ein Meister des Ballspiels zu sein, welches ebenfalls ein wichtiger Teil der Rituale der Maya war (vgl. Riese 2002: 51). Auf das Ballspiel werde ich im Unterkapitel 3.1.5 noch genauer eingehen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die wissenschaftliche Herangehensweise und legt die Fragestellung der Arbeit dar.
2 Kulturhistorische Einbettung: Dieses Kapitel verortet Maya und Azteken geografisch und zeitlich in Mesoamerika und erläutert ihre gemeinsamen olmekischen Wurzeln.
3 Kultur, Gesellschaft und Religion auf ihrem Höhepunkt: Der Hauptteil beschreibt detailliert die Strukturen von Staat, Gesellschaft, Religion, Schrift und Kalenderwesen beider Kulturen.
4 Der Untergang einer Hochkultur: Dieses Kapitel analysiert die Gründe für den Niedergang der Maya-Kultur sowie den Eroberungsprozess durch die Spanier bei Maya und Azteken.
5 Maya und Azteken heute: Hier wird die prekäre soziale Situation der indigenen Nachfahren nach der Conquista und in der Moderne kurz zusammengefasst.
6 Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt die wesentlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Völker in einen finalen Gesamtzusammenhang.
Maya, Azteken, Mesoamerika, Olmeken, Kulturgeschichte, Gesellschaftsstruktur, Religion, Menschenopfer, Kalendersystem, Conquista, Tenochtitlan, Maya-Tiefland, Indigene Bevölkerung, Herrschaftssysteme, Hieroglyphenschrift.
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem vergleichenden kulturhistorischen Überblick über die beiden mesoamerikanischen Hochkulturen der Maya und Azteken.
Die Arbeit behandelt die geografische Herkunft, die gesellschaftliche Gliederung, religiöse Kulte, wissenschaftliche Leistungen wie Schrift und Kalender sowie die Umstände ihres Untergangs.
Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Völker herauszuarbeiten, um ein besseres Verständnis für ihre Entwicklung und den Prozess ihrer Zerstörung durch die spanische Eroberung zu gewinnen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und den Vergleich von historischen und archäologischen Erkenntnissen aus verschiedenen Fachpublikationen.
Im Hauptteil werden detailliert die politischen Strukturen, das Sozialgefüge, der Kalender, das Schriftsystem sowie religiöse Praktiken und Menschenopfer beider Hochkulturen beleuchtet.
Zentrale Begriffe sind Maya, Azteken, Mesoamerika, Conquista, Menschenopfer, Gesellschaftsordnung und kulturelles Erbe.
Da die Hauptstadt der Azteken, Tenochtitlan, unter Mexiko-Stadt begraben liegt, fehlen archäologische Funde, und die schriftlichen Quellen der Spanier waren zudem stark subjektiv gefärbt.
Die Olmeken gelten als „Mutterkultur“ für Maya und Azteken, da wichtige Elemente wie das Kalendersystem, das rituell bedeutende Ballspiel und religiöse Vorstellungen auf sie zurückgehen.
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