Diplomarbeit, 2012
115 Seiten, Note: 1.3
1. Einführung
1.1. Aufbau der Arbeit
1.2. Motivation
1.3. Methodik
2. Stand der Forschung
2.1. Demenz
2.2. Konzepte
3. Vorstudie
3.1. Methodik
3.2. Ergebnisse
4. Konzeption
4.1. Anforderungen
4.1.1. Anforderungen an das Navigationstool
4.1.2. Anforderungen an das Verwaltungs-/Überwachungstool
4.2. Technologieauswahl
4.2.1. Augmented Reality
4.2.2. Navigation
4.2.3. Voice over IP
4.2.4. Google Maps
4.2.5. Apple iPhone
5. Realisierung
6. Evaluation
6.1. Methodik und Ablauf
6.2. Ergebnisse
7. Zusammenfassung
A. Interviewleitfaden
B. Interviewtranskript A
C. Interviewtranskript B
D. Interviewtranskript C
E. Interviewtranskript D
F. Inhaltsanalyse nach Mayring
Die Diplomarbeit zielt darauf ab, die Herausforderungen von Menschen mit leichter Demenz hinsichtlich ihrer räumlichen Orientierung zu untersuchen und ein technisches Unterstützungssystem zu entwickeln. Dabei steht die Konzeption eines ferngesteuerten Augmented-Reality-Navigations- und Erinnerungssystems im Vordergrund, das die Selbstständigkeit der Betroffenen fördert, ohne sie durch komplexe Technik zu überfordern oder ihre Privatsphäre zu verletzen.
2.1. Demenz
Die Fortschritte in der Medizin und die steigende Lebensqualität tragen dazu bei, dass die Lebenserwartung auf der ganzen Welt steigt. Die Lebenserwartung in Europa betrug laut EuroSTAT im Jahr 2009 80,9 Jahre bei steigender Tendenz. Die Forscher vermuten, dass jedes zweite der im Jahr 2007 in Deutschland zur Welt gekommenen Kinder 102 Jahre alt werden kann.
Die höhere Lebenserwartung bedeutet auch eine steigende Anzahl der Demenzerkrankten. Das wiederum hat eine Absenkung der Lebenserwartung aufgrund der Demenz zur Folge. Obwohl Demenz keine direkte Todesursache ist, liegen in ihr häufig Begleitkomplikationen begründet, die zum Tod führen können.
Die Lebenserwartung beträgt nach Diagnosestellung sieben bis zehn Jahre. Von der steigenden Zahl der Demenzerkrankten sind momentan stärker die Industrienationen betroffen, bei denen die Lebenserwartung relativ hoch ist. Je älter ein Mensch ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er an Demenz erkrankt. Im Alter von 65 Jahren sind 3 % betroffen, bei 90-Jährigen beträgt der Wert allerdings 35 %. Demzufolge hört man das Wort „Demenz“ in diesen Ländern heutzutage immer häufiger. Unter Demenz leiden in Deutschland über 1,2 Millionen Menschen. Experten rechnen damit, dass zum Jahr 2030 die Anzahl der Demenzerkrankten in Deutschland auf 1,7 Millionen steigen wird.
1. Einführung: Darstellung der Problemstellung und Motivation, Menschen mit leichter Demenz durch ein ferngesteuertes System bei der Orientierung zu unterstützen.
2. Stand der Forschung: Erläuterung der Demenz-Stadien sowie eine Analyse existierender technischer Assistenzsysteme und Konzepte in der Pflege.
3. Vorstudie: Durchführung und Auswertung qualitativer Interviews mit Demenzerkrankten und Betreuern zur Identifikation nutzerspezifischer Bedürfnisse.
4. Konzeption: Bestimmung der funktionalen und technischen Anforderungen sowie Auswahl geeigneter Technologien wie Augmented Reality, VoIP und GPS.
5. Realisierung: Beschreibung der Implementierung der Web-basierten Verwaltungsanwendung und der mobilen iPhone-Applikation.
6. Evaluation: Erhebung und Diskussion der Ergebnisse hinsichtlich der Benutzbarkeit und Akzeptanz des Prototyps durch die Zielgruppe.
7. Zusammenfassung: Reflexion der Forschungsergebnisse und Fazit zur Eignung des entwickelten Systems für Menschen in frühen Stadien der Demenz.
Demenz, Leichte Demenz, Augmented Reality, Navigation, Erinnerungssystem, Orientierungshilfe, Mobile Unterstützung, GPS, Betreuung, Lebensqualität, Barrierefreiheit, Anforderungsanalyse, Grounded Theory, Prototyping, Interaktionsdesign.
Die Arbeit untersucht, wie moderne Technologien Menschen mit leichter Demenz bei der alltäglichen Orientierung unterstützen können, um deren Selbstständigkeit zu erhalten.
Die Arbeit verknüpft die Bereiche Gerontologie, Gesundheitsinformatik und Mensch-Computer-Interaktion, speziell fokussiert auf mobile Navigations- und Überwachungstechnologien.
Das Ziel ist die Konzeption und beispielhafte Implementierung eines unterstützenden Systems, das mittels Augmented Reality bei der Navigation hilft und eine ferngesteuerte Betreuung ermöglicht.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Vorstudie mit halbstrukturierten Interviews, deren Daten nach der Methode der Grounded Theory ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Anforderungsanalyse, die Technologieauswahl für Hard- und Software sowie die detaillierte Beschreibung des implementierten Prototyps.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Demenz, Augmented Reality, mobile Navigation, Barrierefreiheit, Betreuerunterstützung und Nutzerorientierung.
AR ermöglicht eine intuitive Darstellung von Navigationsanweisungen im Sichtfeld des Nutzers, was die kognitive Belastung reduziert und die Orientierung an realen Objekten erleichtert.
Das iPhone dient als Hardware-Plattform für den Prototyp, da es über die notwendigen Sensoren (GPS, Kompass, Beschleunigungssensor) verfügt und eine leistungsstarke Unterstützung für AR-Applikationen bietet.
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