Bachelorarbeit, 2012
43 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Die Entstehung der „Theory of Planned Behavior“
2.1 Die Theorie des überlegten Handelns
2.2 Die Theorie des geplanten Verhaltens „Theory of Planned Behavior“
2.2.1 Einflussfaktoren der wahrgenommenen Verhaltenskontrolle
2.3 Das Konzept der Theory of Planned Behavior
2.4 Detaillierte Erklärung der einzelnen Komponenten des Modells
3. Öffentlicher Sektor und New Public Management
3.1 Herkunft des New Public Managements
3.2 Die Basis für das New Public Management: Ein funktionierender Staat
3.3 Die Legitimation des Staates für seine Handlungen
3.4 Der Staat und seine Verwaltung
3.5 Aufgaben der öffentlichen Verwaltung
3.6 Grundprämissen des NPM
4. Das Neue Steuerungsmodell am Beispiel der Hansestadt Hamburg
4.1 Detaillierte Änderungen der Hansestadt Hamburg
4.2 Verwaltungsmodernisierung in Hamburg und die „Theory of Planned Behavior“
4.2.1 E-Government
4.2.2 Akzeptanzfaktoren von E-Government
5. Anwendbarkeit der „Theory of Planned Behavior“ auf das Neue Steuerungsmodell und ihr mögliches Scheitern
5.1 Auswirkungen der Verwaltungsreform auf die Beamten
5.2 Positionswechsel im Neuen Steuerungsmodell unter dem Aspekt der „Theory of Planned Behavior“
5.3 Gesellschaftskritische Sicht zum Neuen Steuerungsmodell und die Reaktion der Macher des neuen Steuerungsmodells
6. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des verhaltenswissenschaftlichen Modells „Theory of Planned Behavior“ (TpB) von Icek Ajzen auf die Verwaltungsreformen im Rahmen des „Neuen Steuerungsmodells“ (NSM) in Deutschland. Dabei wird analysiert, inwieweit das Modell dazu beitragen kann, die Beweggründe der Reformakteure sowie die Reaktionen der Beteiligten, insbesondere von Beamten und Bürgern, zu erklären und die Diskrepanz zwischen politisch gesetzten Zielen und der praktischen Umsetzung zu beleuchten.
2.4 Detaillierte Erklärung der einzelnen Komponenten des Modells
Die Erklärung der einzelnen Elemente des Modells der TpB stammen alle aus dem Englischen von der Homepage von Icek Ajzen und wurden ins Deutsche übersetzt.
Behavioral Beliefs
Dieses Konstrukt meint Verhaltensbezogene Überzeugungen, die das Verhalten von Interesse mit den erwarteten Ergebnissen verbindet. Es ist der subjektive Glauben, dass ein bestimmtes Verhalten ein bestimmtes Ergebnis erzielt. Obwohl eine Person viele verschiedene Verhaltensmuster in sich trägt, wird zu einem bestimmten Augenblick nur eine kleine Anzahl davon offenbart. Dieses Verhalten wird zugänglich, wenn eine vorherrschende Einstellung gegenüber einem bestimmten Verhalten, welches in Kombination mit den subjektiven Werten einhergeht, zu einem erwarteten Ergebnis führen soll. Die Auswertung der Ergebnisse wird in direktem Verhältnis zur subjektiven Wahrscheinlichkeit gestellt, so dass das Verhalten die Ergebnisse in Frage stellt.
Attitude Toward the Behavior
Die Einstellung gegenüber einem bestimmten Verhalten ist das Ausmaß, in dem die Leistung über das Verhalten positiv oder negativ bewertet wird. Nach Angaben des Erwartung Wert Modells, bei der die Einstellung gegenüber einem Verhalten durch die Gesamtmenge des zugänglichen Verhaltensglaubens verknüpft wird und dem Verhalten zu verschiedenen Ergebnissen und anderen Attributen bestimmt wird. Dieses Erwartungs-Wert-Modell erklärt die Motivation ein spezielles Verhalten auszuführen und die Konsequenzen, die dabei herbeigeführt werden. Insbesondere wird die Stärke von jedem Glauben (b) durch die Auswertung (e) der Ergebnisse oder Attribute gewichtet, und die Produkte werden zusammengefasst, wie in der folgenden Gleichung gezeigt wird.
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Verwaltungsreformen und die Anwendung des Modells „Theory of Planned Behavior“ auf diesen Prozess.
2. Die Entstehung der „Theory of Planned Behavior“: Erläuterung der theoretischen Wurzeln sowie der Komponenten, die das menschliche Verhalten beeinflussen.
3. Öffentlicher Sektor und New Public Management: Darstellung des NPM als weltweite Reformbewegung zur Modernisierung der Verwaltung.
4. Das Neue Steuerungsmodell am Beispiel der Hansestadt Hamburg: Untersuchung konkreter Maßnahmen der Verwaltungsmodernisierung und Einführung von E-Government in Hamburg.
5. Anwendbarkeit der „Theory of Planned Behavior“ auf das Neue Steuerungsmodell und ihr mögliches Scheitern: Analyse der Probleme bei der Umsetzung des NSM durch die Perspektive der TpB-Variablen.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Komplexität des Umstrukturierungsprozesses und der Anwendbarkeit des Modells auf die Verwaltungsreform.
Theory of Planned Behavior, New Public Management, Verwaltungsmodernisierung, E-Government, Verhaltensabsicht, Haushaltskonsolidierung, Hansestadt Hamburg, öffentliche Verwaltung, Verwaltungsreform, Rational-Choice-Perspektive, Einstellung, soziale Norm, Verhaltenskontrolle, Akzeptanz, Beamtenlobby.
Die Arbeit analysiert die Anwendung des verhaltenswissenschaftlichen Modells „Theory of Planned Behavior“ auf die Verwaltungsreformen in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf das „Neue Steuerungsmodell“.
Die Arbeit verknüpft psychologische Verhaltensmodelle mit betriebswirtschaftlichen Steuerungsinstrumenten der öffentlichen Verwaltung und beleuchtet dabei Reformbeispiele sowie kritische Erfolgsfaktoren.
Das Ziel ist es zu prüfen, inwieweit das Modell der „Theory of Planned Behavior“ die Beweggründe der Akteure bei Verwaltungsreformen erklären kann und warum diese Reformen in der Praxis oft auf Widerstände stoßen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, bei der Konzepte aus der Sozialpsychologie auf empirische Befunde und Fallstudien zur Verwaltungsmodernisierung (insbesondere in Hamburg) angewendet werden.
Im Hauptteil werden zunächst die Theorie der geplanten Verhaltensweisen und die Prinzipien des New Public Managements erläutert, bevor diese Erkenntnisse anhand konkreter Praxisbeispiele und kritischer Studien evaluiert werden.
Zentrale Begriffe sind die Theorie des geplanten Verhaltens (TpB), New Public Management (NPM), Verwaltungsmodernisierung, E-Government und die Analyse des Scheiterns von Reformprozessen.
Der Autor stellt fest, dass der Bürger im NSM zwar formal zum „Kunden“ aufgewertet wurde, in der Praxis jedoch oft unter reduzierten Mitsprachemöglichkeiten und einer Diskrepanz zwischen Versprechen und Realität leidet.
Unter Bezugnahme auf kritische Autoren wie Lars Holtkamp wird argumentiert, dass die zentralen Ziele des NSM, insbesondere die Haushaltskonsolidierung und die klare Trennung von Politik und Verwaltung, aufgrund theoretischer Widersprüche und der Berücksichtigung von Eigeninteressen in der Praxis nicht erreicht wurden.
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