Diplomarbeit, 2003
60 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Zweiteilige Tarife als Form der Preisdiskriminierung
2.1 Preisdifferenzierung nach Pigou
2.2 Ziele der Preisdifferenzierung
2.3 Voraussetzungen von Preisdifferenzierung
2.4 Instrumente der Preisdifferenzierung
3. Zweiteilige Tarife in verschiedenen Marktformen
3.1 Zweiteilige Tarife im Monopol
3.2 Zweiteilige Tarife bei vollständiger Konkurrenz
3.3 Zweiteilige Tarife bei monopolistischer Konkurrenz
3.4 Zweiteilige Tarife im Oligopol
3.4.1 Oligopolistischer Preiswettbewerb
3.4.1.1 Homogene Nachfrage
3.4.1.2 Heterogene Nachfrage
3.4.2 Oligopolistischer Mengenwettbewerb
3.4.2.1 Homogene Nachfrage
3.4.2.2 Heterogene Nachfrage
4. Zweiteilige Tarife und andere Formen der Preis differenzierung in der Praxis
4.1 Verbreitung von Preisdifferenzierung in verschiedenen Wirtschaftssektoren
4.2 Gründe für den hohen Grad der Preisdifferenzierung bei Dienstleistungen
4.3 Der Markt für Car-Sharing
4.3.1 Definition und Systemerklärung
4.3.2 Abgrenzung von verwandten Erscheinungen
4.3.3 Car-Sharing im Wandel
4.3.3.1 Anbieterstruktur
4.3.3.2 Kooperationen
4.3.3.3 Produktdifferenzierung
4.3.3.4 Nachfragestruktur
4.3.4 Car-Sharing als Mobilitätsdienstleistung
4.3.5 Tarifstruktur im Car-Sharing
4.3.5.1 Preismuster
4.3.5.2 Die Situation in Frankfurt/Main
5. Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendung zweiteiliger Tarife als Instrument der Gewinnmaximierung in wettbewerblichen Märkten. Dabei wird insbesondere analysiert, unter welchen theoretischen Bedingungen diese Preismodelle bestehen können und wie sie sich in der Praxis, explizit am Beispiel des wachsenden Car-Sharing-Marktes, manifestieren.
3.1 Zweiteilige Tarife im Monopol
In seiner Analyse unterscheidet OI die Fälle homogener und heterogener Nachfrage. Je nach umgesetztem Grad der Preisdifferenzierung ergeben sich unterschiedliche optimale Strategien.
Im Falle homogener Nachfrage realisieren die Kunden bei einteiliger Preissetzung Konsumentenrente. Diese kann ein vollständig preisdifferenzierender Monopolist über einen zweiteiligen Tarif abschöpfen, in dem er einen nutzungsabhängigen Preis in Höhe seiner Grenzkosten berechnet und die Grundgebühr der Konsumentenrente gleichsetzt.
Auch bei heterogener Nachfrage und Preisdifferenzierung ersten Grades wäre der optimale nutzungsabhängige Preis gleich den Grenzkosten. Allerdings müsste jeder Nachfrager eine unterschiedliche Grundgebühr in Höhe der jeweiligen individuellen Konsumentenrente bezahlen.
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die ökonomische Relevanz zweiteiliger Tarife und führt das Car-Sharing als zentrales Anwendungsbeispiel zur Untersuchung von Gewinnmaximierungsstrategien ein.
2. Zweiteilige Tarife als Form der Preisdiskriminierung: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Preisdifferenzierung nach Pigou sowie die Ziele und Instrumente für deren Implementierung dargestellt.
3. Zweiteilige Tarife in verschiedenen Marktformen: Das Kapitel analysiert die theoretische Logik zweiteiliger Preissysteme in unterschiedlichen Wettbewerbsszenarien, vom Monopol bis zum Oligopol.
4. Zweiteilige Tarife und andere Formen der Preis differenzierung in der Praxis: Hier wird die Verbreitung von Preisdifferenzierung im Dienstleistungssektor untersucht, mit besonderem Fokus auf die Marktstruktur, Tarifgestaltung und Kooperationsformen im Car-Sharing.
5. Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur Anwendung zweiteiliger Tarife zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Tarifpolitik im Car-Sharing-Markt.
Zweiteilige Tarife, Preisdiskriminierung, Preisdifferenzierung, Gewinnmaximierung, Car-Sharing, Dienstleistungssektor, Wettbewerbsmärkte, Oligopol, Konsumentenrente, Nachfrageintensität, Tarifstruktur, Mobilitätsdienstleistung.
Die Arbeit untersucht die ökonomische Wirkungsweise zweiteiliger Tarife (bestehend aus Grundgebühr und variablem Preis) als Instrument der Preisgestaltung und deren Anwendung in verschiedenen Wettbewerbssituationen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Preistheorie der Preisdifferenzierung, der Modellierung von Marktformen sowie der empirischen Analyse der Tariflandschaft in der deutschen Car-Sharing-Branche.
Es wird analysiert, unter welchen Bedingungen Unternehmen zweiteilige Tarife in wettbewerblichen Märkten erfolgreich zur Gewinnmaximierung einsetzen können, anstatt sie nur als reguliertes Instrument im Monopol zu betrachten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse ökonomischer Modelle (z.B. von Oi, Hayes, Harrison/Kline) sowie auf eine deskriptive Analyse realer Tarifstrukturen und Daten aus der Car-Sharing-Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Tariflogik in verschiedenen Marktformen (Monopol, vollständige Konkurrenz, Oligopol) und eine praktische Untersuchung der Car-Sharing-Branche hinsichtlich Marktveränderungen und Preismodellen.
Zu den Kernbegriffen zählen zweiteilige Tarife, Preisdifferenzierung, Gewinnmaximierung, Car-Sharing und die ökonomische Modellierung von Wettbewerbsmärkten.
Frankfurt/Main stellt eine seltene Situation im Car-Sharing dar, da dort zwei gleich starke Anbieter konkurrieren, was den Wettbewerbsdruck und die Anwendung differenzierter Tarifmodelle verdeutlicht.
Merkmale wie Verderblichkeit und das wahrgenommene Kaufrisiko fördern die Anwendung von Preisdifferenzierung, da sie dem Anbieter helfen, Kapazitäten besser auszulasten und Konsumentenrente abzuschöpfen.
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