Magisterarbeit, 2012
71 Seiten, Note: 1,7
1. Unternehmenswert und Bewertungsanlässe
1.1. Inhalt des Unternehmenswertes
1.2. Anlässe der Unternehmensbewertung
1.3. Wertkonzept der Bewertung
2. Methoden der Unternehmensbewertung
2.1. Methodenüberblick
2.2. Einzelbewertungsverfahren
2.2.1. Reproduktionswert
2.2.2. Liquidationswert
2.3. Gesamtbewertungsverfahren
2.3.1. DCF – Methoden
2.3.1.1. Unternehmenswert nach dem WACC – Verfahren
2.3.1.2. Unternehmenswert nach dem APV – Verfahren
2.3.1.3. Unternehmenswert nach dem Equity – Verfahren
2.3.2. Ertragswertverfahren
2.3.3. Kritische Würdigung der Gesamtbewertungsverfahren
2.4. Unternehmenswertermittlung mittels Marktpreisübertragung
3. Einsatz von Unternehmensbewertungsverfahren im Rahmen einer Werthaltigkeitsprüfung nach IAS 36
3.1. Grundlegende Methodik der Werthaltigkeitsprüfung nach IAS 36
3.2. Abgrenzung des Bewertungsobjektes bei einer Werthaltigkeitsprüfung nach IAS 36
3.3. Wertkonzepte im Werthaltigkeitstest
3.3.1. Beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten
3.3.2. Nutzungswert
Diese Arbeit untersucht, inwieweit klassische Methoden der Unternehmensbewertung im Rahmen einer Werthaltigkeitsprüfung nach IAS/IFRS eingesetzt werden können, wobei der Fokus auf den Möglichkeiten und Grenzen dieser Anwendung liegt.
2.3.1.2. Unternehmenswert nach dem APV – Verfahren
Das APV-Verfahren zählt wie das WACC-Verfahren zu den DCF-Bruttomethoden. Analog dem Vorgehen beim WACC-Verfahren werden auch bei dem APV-Verfahren die Cashflows diskontiert, die den Eigen- und Fremdkapitalgebern zur Verfügung stehen. Allerdings unterscheiden sich diese Verfahren hinsichtlich der Tax Shield Berücksichtigung (Vgl. Eayrs, Willis E /Ernst, Dietma / Prexl, Sebastian, 2007, S. 379).
Das APV-Verfahren (Konzept des angepassten Barwerts) basiert auf einer mehrstufigen Bewertungsmethode, die den Marktwert des Gesamtkapitals komponentenweise ermittelt. Im ersten Schritt wird der Marktwert des als fiktiv unverschuldet angenommenen Unternehmens berechnet (unter Annahme reiner Eigenfinanzierung aller operativen Tätigkeiten). Zu diesem Zweck werden zunächst die Free Cashflows des zu bewertenden Unternehmens, die den Cashflows bei reiner Eigenfinanzierung entsprechen, mit der risikoäquivalenten Renditeforderung der Eigentümer für das unverschuldete Unternehmen r^u_EK diskontiert. Dann wird zu dem so ermittelten Barwert der Free Cashflows der Wert des nicht betriebsnotwendigen Vermögens addiert, um zum Marktwert des fiktiv unverschuldeten Unternehmens zu gelangen.
1. Unternehmenswert und Bewertungsanlässe: Dieses Kapitel definiert den Unternehmenswert als Barwert zukünftiger finanzieller Überschüsse und erörtert verschiedene Bewertungsanlässe unter Berücksichtigung des IDW-Standards.
2. Methoden der Unternehmensbewertung: Hier werden gängige Einzel- und Gesamtbewertungsverfahren detailliert vorgestellt und kritisch auf ihre theoretische Eignung hin untersucht.
3. Einsatz von Unternehmensbewertungsverfahren im Rahmen einer Werthaltigkeitsprüfung nach IAS 36: Dieses Kapitel verbindet die Bewertungstheorie mit den Anforderungen des IAS 36, insbesondere hinsichtlich der Abgrenzung von Bewertungsobjekten und der Bestimmung von Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert.
Unternehmensbewertung, IAS 36, Werthaltigkeitsprüfung, DCF-Verfahren, Ertragswertverfahren, WACC, APV, Nutzungswert, beizulegender Zeitwert, IFRS, Cashflow, Diskontierung, Eigenkapitalkosten, Fremdkapitalkosten, Kapitalkosten.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung klassischer Unternehmensbewertungsmethoden bei der Werthaltigkeitsprüfung nach IAS 36 im Kontext der externen Rechnungslegung nach IAS/IFRS.
Die Schwerpunkte liegen auf der Systematik von DCF- und Ertragswertverfahren, der Definition des beizulegenden Zeitwerts und des Nutzungswerts sowie deren praktischer Anwendung zur Bestimmung des erzielbaren Betrags nach IAS 36.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und inwieweit klassische Bewertungsmethoden für die Anforderungen des IFRS-Abschlusses adaptiert werden können, um verlässliche Informationen für Adressaten bereitzustellen.
Es erfolgt eine systematische Literaturanalyse der Unternehmensbewertungslehre sowie eine detaillierte Prüfung der Kompatibilität dieser Verfahren mit den spezifischen Vorschriften des IAS 36.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der verschiedenen Bewertungsverfahren (WACC, APV, Equity, Ertragswert) und deren Anwendung in der Praxis der Werthaltigkeitsprüfung.
Die zentralen Schlagworte sind Unternehmensbewertung, IAS 36, Werthaltigkeitsprüfung, Diskontierungsverfahren (DCF/Ertragswert) und IFRS-Rechnungslegung.
Der beizulegende Zeitwert orientiert sich an einer externen Marktsicht, während der Nutzungswert den Wert des Objekts exklusiv aus der spezifischen Sicht des bilanzierenden Unternehmens widerspiegelt.
Das APV-Verfahren ermöglicht eine höhere Transparenz bei der Bewertung, indem operative Tätigkeiten und die Auswirkungen von Steuerersparnissen (Tax Shields) durch Fremdfinanzierung explizit getrennt voneinander bewertet werden.
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