Diplomarbeit, 2011
79 Seiten, Note: 1,7
1 Problemstellung
2 Marke
2.1 Definition
2.2 Markenführung
2.2.1 Markenführungsprozess
2.2.2 Markenidentität
2.2.3 Markenpositionierung
2.2.4 Markenimage
2.3 Die Musikmarke
3 Elektronische Musiklabels & Veranstaltungen
3.1 Entstehung der elektronischen Musik (House & Techno)
3.2 Zielgruppe
3.2.1 Zielgruppenbildung & -wandel
3.2.2 Jugendkulturen
3.3 Musikmarktsystem
3.4 Entstehung und Bestandteile von elektronischen Musiklabels
3.4.1 Kulturelle Gegebenheiten
3.4.2 Strukturelle Gegebenheiten
3.4.3 Strategiepyramide der Musikmarkenführung
3.5 Die Stellung des deutschen Musikmarktes
3.6 Die Stellung der elektronischen Musik
3.7 Vermarktung des Medienangebots
3.8 Elektronische Marken
3.8.1 Marken & deren Wandel
3.8.2 Markenwert & Image
3.9 Kultur- & Kreativwirtschaft
3.9.1 Definition und Entwicklung
3.9.2 Artistis
3.9.3 Immaterielle Vermögensgegenstände
4 Events
4.1 Entstehung und Basis von Events
4.2 Elektronische Musikevents
4.2.1 Grundlagen
4.2.2 Locations – Flucht aus dem Alltag
4.2.2.1 Entstehung der Clubkultur
4.2.2.2 Diskothek
4.2.2.3 Festivals und Open-Airs
4.2.3 Aushängeschilder des Techno
4.2.4 Die angesprochene Szene
4.2.4.1 Das Modell von Zentner & Heinzlmaier
4.2.4.2 Das Modell von Hitzler, Bucher und Niederbacher
4.2.4.3 Die Rollentheorie
4.3 Bedeutung für die Marke
4.3.1 Wirtschaftlichkeit
4.3.2 Emotionen durch Musik
5 Beziehung zwischen Marken und Events
5.1 Promotion
5.2 Das Event (Label) als Marke
5.2.1 Funktionen der Marke auf Events
5.2.2 Einfluss von Events auf die Marke
5.2.3 Visualisierung der Musikmarke
5.2.4 Die angewandte Technologie
5.3 Die Marke als Erlebnis
5.4 Merchandising
5.5 Eventmarketing
5.5.1 Grundlagen
5.5.2 Typische Merkmale von Eventmarketing
5.5.3 Ziele
5.6 Phasen des Entscheidungsprozesses der Kulturmarketing-Konzeption
5.6.1 Aufgaben
5.6.2 Komponenten
5.6.3 Wettbewerb
5.7 Sponsoring
5.8 Beziehungsmarketing & Kundenbindung
6 Entwicklungsmöglichkeiten
6.1 Marketingstrategien
6.2 Marketingmix
6.2.1 Produktpolitik
6.2.2 Distributionspolitik
6.2.3 Preispolitik
6.2.4 Kommunikationspolitik
6.3 Entwicklungsmöglichkeiten am Beispiel der Stadt Berlin
7 Résumé
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussnahme von Festivals und elektronischen Tanzveranstaltungen auf die Wahrnehmung, Positionierung und den Markenwert von Musikmarken innerhalb der elektronischen Musikbranche.
3.4.1 Kulturelle Gegebenheiten
Die elektronische Musik kam ursprünglich nur mit Neuerscheinungen auf Independent Labels auf den Markt. Stile wie House, Techno, Goa oder Gabber machten den Anfang. Recht schnell sahen die Major-Labels die Möglichkeit, in diesem Musikbereich Geld zu verdienen. Die Musik wurde dann mit den bereits bekannten Strategien erfolgreich vertrieben und dadurch neue Helden in Form von DJs geboren. Jedoch führte dies zur Spaltung der Szene. Nicht jeder war mit der Kommerzialisierung der Musik einverstanden. Hinzu kam zahlreiche Literatur, die den Techno aus dem Underground (mehr oder weniger freiwillig) behalf. Mitte der 90er Jahre folgten diverse Veranstaltungen, um Vorurteile, wie übermäßigen Drogenkonsum, abzuwenden.
Zudem fanden Raves, in welchen die Ost-West Vereinigung Deutschlands gefeiert oder die bessere Völkerverständigung gewünscht wurde, statt. Ziel der Musik war und ist es, laut Klein, immer alle Menschen, egal ob Wessi oder Ossi, homo- oder heterosexuell in ihren Bann zu ziehen. Diese Einstellung wurde mit der Kommerzialisierung des Internets noch ausgiebiger verbreitet. Die weltweite Verknüpfung der Anhänger führte zum Austausch verschiedener Erlebnisse und diente als Mitteilungsplattform für das eigene Vergnügen, für die eigene Leichtigkeit oder die Unbekümmertheit der Musik. Die Musik hat sich, wie auch die Hörer, stetig weiter entwickelt. So fällt es Wissenschaftlern oder Pädagogen noch heute schwer, den Zugang zu dieser Szene zu finden, um diese genauer zu studieren. Gründe hierfür sind beispielsweise die distanzierte Betrachtung der älteren Generation, die häufig von außen betrachtet voreilige Meinungen zur Szene äußern. Zudem mangelt es teilweise an der Kenntnis der Forscher, wo sich die entscheidenden Clubs genau befinden, da viele der Clubs von außen oft unscheinbar und kaum zu erkennen sind.
1 Problemstellung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, warum bestimmte Musikveranstaltungen dauerhaft bestehen und wie sie als Marke Einfluss auf den Konsumenten nehmen.
2 Marke: Das Kapitel definiert den Begriff der Marke im allgemeinen Sinne und erläutert Markenführungsprozesse sowie die spezifischen Besonderheiten einer Musikmarke.
3 Elektronische Musiklabels & Veranstaltungen: Hier werden die Entstehung der Musikstile, die Zielgruppen, das Musikmarktsystem und die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft analysiert.
4 Events: Dieses Kapitel betrachtet die Basis von Events, verschiedene Szenemodelle und die Bedeutung von Musikevents für die Markenbildung und Emotionen.
5 Beziehung zwischen Marken und Events: Der Schwerpunkt liegt hier auf Promotion, Eventmarketing, Sponsoring sowie der langfristigen Kundenbindung durch Beziehungsmarketing.
6 Entwicklungsmöglichkeiten: Dieses Kapitel diskutiert Marketingstrategien und den Marketingmix am Beispiel der Stadt Berlin, um die Wettbewerbsfähigkeit von Marken in der Zukunft zu sichern.
7 Résumé: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass ein positives Markenimage für das Bestehen am Markt essenziell ist.
Markenführung, Elektronische Musik, Musiklabels, Eventmarketing, Kundenbindung, Szenemodelle, Kulturwirtschaft, Kreativwirtschaft, Markenimage, Musikmarke, Techno, House, Livemusik, Sponsoring, Marketingmix
Die Arbeit analysiert die Mechanismen, wie elektronische Tanzveranstaltungen und Musiklabels als Marken wahrgenommen werden und welche Faktoren ihren Erfolg und ihr Image beeinflussen.
Zu den Schwerpunkten gehören Markenführung, die Struktur der Musikbranche, Eventmarketing, Szenemodelle der elektronischen Musik sowie die Bedeutung von Kundenbindung und Sponsoring.
Das Ziel ist zu untersuchen, wie markenführende Unternehmen Einfluss auf ihre Markenstellung nehmen können, wie Musikevents auf Konsumenten wirken und welche Möglichkeiten bestehen, Labels als Marke in Bekanntheit und Image zu fördern.
Neben einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur führt der Autor qualitative Interviews mit einem bekannten DJ und einem szenebegeisterten Liebhaber elektronischer Musik durch, um theoretische Aspekte mit der Praxis zu verknüpfen.
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von der allgemeinen Definition einer Marke über die Entstehung der elektronischen Musik, die Analyse von Events bis hin zu konkreten Marketingstrategien und Entwicklungsmöglichkeiten für Musikmarken.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Markenführung, Eventmarketing, elektronische Musik, Musiklabels, Kundenbindung, Markenimage und Musikmarktsystem.
Die Arbeit stellt fest, dass die Zielgruppe primär im Bereich der 16- bis 30-Jährigen liegt, jedoch altersübergreifend ist, wobei der Wunsch nach Flucht aus dem Alltag und Gemeinschaftsgefühl zentrale Treiber sind.
Sponsoring ist laut Arbeit essentiell für die wirtschaftliche Tragfähigkeit großer Events wie der "Time Warp", kann aber bei zu hoher Intensität das Markenerlebnis negativ beeinflussen, wenn der kommerzielle Aspekt die Musik in den Hintergrund drängt.
Die Clubs dienen als Beispiele für unterschiedliche Positionierungen: Während das "Cocoon" stärker für einen Lifestyle und schickes Auftreten steht, zeichnen sich Underground-Clubs wie das "Robert Johnson" durch ein alternative geprägtes Stammpublikum aus.
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