Examensarbeit, 2008
34 Seiten
1 EINLEITUNG
2 NATURERFAHRUNGEN ALS BEITRAG ZUR UMWELTBILDUNG
2.1 Umweltbildung
2.2 Bedeutung von Naturerfahrungen
2.3 Veränderte Kindheit in Bezug zu Naturerfahrungen
2.4 Möglichkeiten zur Intensivierung von Naturerfahrungen
2.4.1 Naturerfahrungen durch sinnliche Wahrnehmung
2.4.2 Naturerfahrungen durch Gestalten
2.4.3 Naturerfahrungen durch Spiel
2.4.4 Der Wald als Möglichkeit für Naturerfahrungen
3 PLANUNGEN UND VORÜBERLEGUNGEN ZUM KONZEPT
3.1 Relevanz in der Grundschule
3.2 Einordnung in den Lehrplan
3.3 Ausgangssituation an der Schule
3.3.1 Materialangebot der Schule
3.3.2 Hinweise zur Lehrerbefragung
3.3.3 Auswertung der Lehrerbefragung
3.3.4 Konsequenzen für die Umsetzung
4 ORGANISATION DER EINRICHTUNG DES KLASSENZIMMERS
4.1 Ziele des Konzepts
4.2 Anschaffung nötiger Materialien
4.3 Gestaltung und Einrichtung des Klassenzimmers zum Wald
4.3.1 Die Projektmethode
4.3.2 Gründe für die Projektmethode
4.3.3 Ziel der Projektwoche
4.3.4 Vorbereitung der Projektwoche
4.3.5 Umsetzung der Projektwoche
4.3.6 Ausblick
5 UMSETZUNG
5.1 Bereitstellung der Materialien
5.2 Stationsarbeit
5.2.1 Stationen
6 EVALUATION
6.1 Evaluation der bisherigen Konzeptumsetzung
6.2 Möglichkeit der zukünftigen Evaluation
6.3 Weiterentwicklung des Klassenraums
7 ANHANG
7.1 Literaturverzeichnis
Die Arbeit entwickelt ein Konzept zur Intensivierung von Naturerfahrungen an einer Grundschule durch die Einrichtung eines didaktisierten Lernraums („Klassenzimmer zum Wald“), um der zunehmenden Entfremdung von der Natur entgegenzuwirken und Umweltbildung praxisnah im schulischen Alltag zu verankern.
2.2 Bedeutung von Naturerfahrungen
Die Bedeutung von Naturerfahrungen für die Entwicklung des Kindes sowie Maßnahmen zur Initiierung bzw. Fundamentarisierung einer positiven Umweltbildung werden im folgenden Kapitel dargestellt.
Kinder besitzen den natürlichen Drang, sich die Welt durch aktive Umwelterkundung zu erschließen, wodurch sie von Geburt an über eine Bindung zur Umwelt und Natur verfügen (vgl. GEBAUER, 1994, 39). Damit dieser positive Drang für die Umweltbildung genutzt werden kann, indem Kinder ihn einfach ausleben, muss sich der Unterricht der Schule auf ganzheitliche Primärerfahrungen in der Natur stützen. Kinder müssen sich handelnd und sinnlich mit der Natur auseinandersetzen, um diese als etwas Schönes und Faszinierendes erleben zu können. Durch positive Naturerfahrungen wird ein emotionaler Zugang geschaffen, wodurch Umweltbewusstsein und Verantwortungs- bzw. Handlungsbereitschaft im Sinne der Umweltbildung angebahnt werden können. „Man schützt das, was man liebt und man muß [sic.] kennen, was man schützt“ (KALFF, 1997, 61). Kinder müssen demnach ihre Umwelt wertschätzen und kennen lernen, um sie überhaupt schützen zu wollen.
Naturerfahrungen sind jedoch nicht nur für die Erziehung zur Nachhaltigkeit bedeutsam, sondern viel mehr essentiell für die Ausbildung emotionaler, kognitiver, sozialer und psychomotorischer Kompetenzen. Die gesamte Persönlichkeitsentwicklung des Kindes ist somit davon abhängig, inwieweit es Möglichkeiten zur Naturerfahrungen geboten bekommt (vgl. WILKEN, 2002). An dieser Stelle muss die moderne Kindheit näher beleuchtet werden, um mögliche Probleme des Industriezeitalters in Bezug auf die Entwicklung von Kindern zu erkennen.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Umweltbildung und Motivation für die Entwicklung eines Konzepts zur Intensivierung von Naturerfahrungen an der Grundschule X.
2 NATURERFAHRUNGEN ALS BEITRAG ZUR UMWELTBILDUNG: Theoretische Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Naturerfahrungen für die kindliche Entwicklung und der Notwendigkeit einer positiven Umweltbildung.
3 PLANUNGEN UND VORÜBERLEGUNGEN ZUM KONZEPT: Analyse der Relevanz für die Grundschule, der Einordnung in den Lehrplan sowie der schulspezifischen Ausgangssituation inklusive Auswertung einer Lehrerbefragung.
4 ORGANISATION DER EINRICHTUNG DES KLASSENZIMMERS: Darstellung der Ziele und der praktischen Umsetzung der Gestaltung eines „Klassenzimmers zum Wald“ mittels Projektmethode und Elternmitarbeit.
5 UMSETZUNG: Konkretisierung der Materialbereitstellung und Beschreibung der gewählten Methode der Stationsarbeit zur langfristigen Raumnutzung.
6 EVALUATION: Erste Bewertung der bisherigen Konzeptumsetzung sowie Ausblick auf zukünftige Evaluationsmöglichkeiten und Weiterentwicklungen des Lernraums.
7 ANHANG: Verzeichnis der verwendeten Literatur.
Umweltbildung, Naturerfahrung, Grundschule, Klassenzimmer zum Wald, Projektmethode, Stationsarbeit, Ganzheitlichkeit, Handlungsorientierung, kindliche Entwicklung, Nachhaltigkeit, Sachunterricht, Umwelterziehung, Naturverbundenheit, Schulentwicklung, Umweltbewusstsein.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Implementierung eines didaktisierten Lernraums, des „Klassenzimmers zum Wald“, um Grundschulkindern unmittelbare Naturerfahrungen zu ermöglichen und eine positive Einstellung zur Umwelt zu fördern.
Die Arbeit verknüpft theoretische Grundlagen zur Umweltpädagogik mit praktischen Konzepten der Schulentwicklung, methodischen Ansätzen wie der Projektarbeit und der Bedeutung der unmittelbaren Naturbegegnung im Grundschulalltag.
Das Ziel ist es, durch die Einrichtung eines materialreichen und sofort nutzbaren Klassenzimmers zum Thema Wald, die Hemmschwellen des Kollegiums für naturnahen Unterricht abzubauen und Kindern eine regelmäßige, ganzheitliche Naturerfahrung zu ermöglichen.
Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse zu pädagogischen Grundlagen und einer empirischen Erhebung (Lehrerbefragung) an der spezifischen Grundschule durchgeführt, um das Konzept bedürfnisgerecht zu planen und umzusetzen.
Der Hauptteil dokumentiert die Planung und konkrete Umsetzung des Konzepts – von der Lehrerbefragung und der Gestaltung der Lernstationen im Klassenzimmer bis hin zur Durchführung der Projektwoche und der didaktischen Aufarbeitung der Stationsarbeit.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Umweltbildung, Naturerfahrung, Handlungsorientierung, Projektmethode und die Transformation des schulischen Umfelds in einen lebendigen Lernraum.
Die Eltern werden als wichtige Sozialisationspartner betrachtet, die bei der Materialbeschaffung und dem Aufbau des Klassenzimmers helfen und durch ihre eigene Naturverbundenheit als Vorbilder für die Kinder fungieren.
Die Projektmethode dient dazu, den Lernprozess handlungsorientiert zu gestalten, Verantwortungsgefühl für das Klassenzimmer zu entwickeln und Kindern das selbstständige Arbeiten jenseits des starren 45-Minuten-Taktes zu ermöglichen.
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