Diplomarbeit, 2003
76 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Formen der Internationalisierung mittelständischer Unternehmungen
2.1. Besonderheiten des Mittelstandes
2.2. Motive einer Internationalisierung
2.3. Institutioneller Ansatz der Internationalisierung
2.4. Prozessualer Ansatz der Internationalisierung
3. Anlässe und Arten von Auslandsentsendungen
3.1. Beweggründe für Auslandsentsendungen
3.1.1. Auslandsentsendungsziele von Unternehmungen
3.1.2. Auslandsentsendungsmotive der Mitarbeiter
3.2. Arten von Auslandsentsendungen
4. Personalbeschaffung und Personalauswahl im Mittelstand
4.1. Personalbeschaffungskanäle
4.2. Auswahl geeigneter Mitarbeiter
4.3. Arbeitsvertragliche Änderungen für Auslandsentsendungen
5. Vorbereitung und Betreuung der Entsandten
5.1. Kulturorientierte Vorbereitung
5.2. Informationsorientierte Vorbereitung
5.3. Betreuung während des Aufenthaltes
6. Reintegration nach Auslandsentsendungen
6.1. Beendigungsgründe und Reintegrationsphasen
6.2. Probleme bei der Reintegration
6.3. Lösungsansätze zur Bewältigung von Reintegrationsproblemen
7. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen der Personalrekrutierung und des Managements von Auslandsentsendungen in mittelständischen Unternehmen. Das primäre Ziel ist es, kritische Erfolgsfaktoren für die vier Phasen einer Entsendung – Rekrutierung, Vorbereitung, Betreuung und Reintegration – aufzuzeigen, um vorzeitige Abbruchraten zu minimieren und eine erfolgreiche Integration in die Stammorganisation zu gewährleisten.
3.1.2. Auslandsentsendungsmotive der Mitarbeiter
Seit einigen Jahren wird zunehmend berichtet, dass es schwieriger wird, Mitarbeiter in das Ausland zu entsenden. Es ist äußerst wichtig für Unternehmungen zu erfahren, welche Gründe aus Mitarbeitersicht für und gegen Auslandsentsendungen sprechen. So werden zunächst die Gründe für eine Ablehnung von Auslandsentsendungen dargestellt. Diese sind vorrangig im familiären Umfeld - Ehepartner, Kinder und Freunde - angesiedelt. Abbildung 6 zeigt, wie häufig diese Gründe bei der Befragung von Wirth genannt wurden:
Die Mobilität der Mitarbeiter nimmt mit der Zunahme der Berufstätigkeit der Ehepartner ab. Die ablehnende Haltung der Ehepartner kann folglich als der primäre Grund für die Ablehnung von Auslandsentsendungen sein. Die Berufstätigkeit der Partner („dual-career-couples“) nimmt in der heutigen Zeit einen zunehmend wichtigeren Stellenwert ein. Da die Mehrzahl der Auslandsentsandten männliche Fach- und Führungskräfte sind, liegt die Hauptlast der Anpassung zwangsläufig bei den Ehefrauen und Kindern. Den Ehepartnern können Nachteile dadurch entstehen, dass sie im Ausland keine adäquate Anstellung oder keine Arbeitserlaubnis erhalten. Aus diesem Grund ziehen immer mehr Unternehmungen familiär ungebundene Mitarbeiter bei einer Besetzung von Auslandspositionen vor. Auf die Lösung dieses Problems wird am Ende dieses Abschnitts eingegangen.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Internationalisierung für den Mittelstand und die damit verbundenen Herausforderungen bei der grenzüberschreitenden Personalbewegung.
2. Formen der Internationalisierung mittelständischer Unternehmungen: Dieses Kapitel definiert den Mittelstand und analysiert die institutionellen sowie prozessualen Ansätze zur Internationalisierung.
3. Anlässe und Arten von Auslandsentsendungen: Hier werden die Beweggründe für Entsendungen aus Sicht der Unternehmen und Mitarbeiter sowie die verschiedenen Einsatzarten differenziert.
4. Personalbeschaffung und Personalauswahl im Mittelstand: Das Kapitel untersucht die spezifischen Beschaffungskanäle und Auswahlkriterien, die bei der Besetzung von Auslandspositionen im Mittelstand Anwendung finden.
5. Vorbereitung und Betreuung der Entsandten: Fokus auf kultur- und informationsorientierte Vorbereitung sowie die Betreuung während des Auslandsaufenthalts als Erfolgsfaktoren.
6. Reintegration nach Auslandsentsendungen: Analysiert Phasen und Probleme der Rückkehr sowie Lösungsansätze für eine erfolgreiche Wiedereingliederung.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Betonung der Notwendigkeit einer ganzheitlichen, professionellen Steuerung aller Entsendungsphasen.
Auslandsentsendung, Mittelstand, Personalrekrutierung, Internationalisierung, Personalauswahl, interkulturelle Kompetenz, Reintegration, Personalmanagement, Expatriates, Karriereplanung, Unternehmenskultur, Entsendungsmotive, Personalbeschaffung, Doppelbesteuerungsabkommen, Hidden Champions
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Personalrekrutierung und dem Management von Mitarbeitern, die von mittelständischen Unternehmungen in das Ausland entsandt werden, um internationale Geschäftsaktivitäten zu unterstützen.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Besonderheiten des Mittelstands, die verschiedenen Internationalisierungsformen, die Rekrutierungsprozesse, Vorbereitungs- und Betreuungsmaßnahmen sowie die Herausforderungen bei der Reintegration.
Das Ziel besteht darin, Erfolgsfaktoren für die vier Phasen der Auslandsentsendung (Rekrutierung, Vorbereitung, Betreuung, Reintegration) im Mittelstand herauszuarbeiten, um die Abbruchraten zu reduzieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender wissenschaftlicher Theorien, die durch empirische Erkenntnisse aus Studien und Umfragen ergänzt werden, um die spezifische Situation mittelständischer Unternehmungen abzubilden.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Anlässe für Entsendungen, die Personalbeschaffungskanäle, Auswahlkriterien, die Bedeutung der kulturellen Vorbereitung sowie die Schwierigkeiten und Lösungsstrategien bei der Wiedereingliederung von Rückkehrern.
Zu den prägenden Begriffen zählen Auslandsentsendung, Mittelstand, Interkulturelle Kompetenz, Personalrekrutierung, Reintegration und Expatriates.
Die Familie ist ein kritischer Erfolgsfaktor; eine ablehnende Haltung des Ehepartners ist einer der Hauptgründe für die Ablehnung oder den vorzeitigen Abbruch einer Entsendung.
Die Reintegration scheitert häufig, weil Unternehmen die Rückkehrer nicht adäquat in die Stammorganisation einbinden und die im Ausland erworbenen Erfahrungen nicht als wertvolles Wissen für die Organisation nutzen.
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