Diplomarbeit, 2003
75 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
2. Eigenkapitalrendite, Eigenkapitalkosten und Kapitalkostenverläufe
2.1 Eigenkapitalrendite
2.2 Eigenkapitalkosten
2.3 Kapitalkostenverläufe
3. Empirische Eigenkapitalrenditen und –kosten in Europa
3.1 Überblick über die Datenbasis
3.2 ROE vs. Eigenkapitalkosten
3.3 Einflüsse auf die Eigenkapitalkosten / den ROE
3.4 Schlussfolgerungen und Wertung der Ergebnisse
4. Ermittlung der Mindesteigenkapitalrenditen
4.1 Vorbemerkungen
4.2 Best-Practice-Ansatz / Unternehmensvergleichsverfahren
4.3 Discounted Dividend-Methode
4.4 CAPM / Marktmodell
4.4.1 Grundlagen des CAPM / Marktmodells
4.4.2 Risikolose Anlagemöglichkeit / risikofreier Zins
4.4.3 Marktrisikoprämie
4.4.4 Beta-Faktor
4.4.5 Bewertung des CAPM
4.5 Mindestmargenkonzept nach Rappaport
4.6 Zusammenfassung
5. Mindesteigenkapitalrenditen und Unternehmenssteuerung in Banken
5.1 Eigenkapitalrenditen und Eigenkapitalkosten bei Banken
5.2 Eigenkapitalallokation auf Geschäftsbereiche und Produkte
5.3 Produkt- und Geschäftspolitik
5.4 Eigenkapitalrenditeforderung der Deutsche Bank AG
5.5 Eigenkapitalrenditeforderung der Sparkassen-Gruppe
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit quantifiziert Mindesteigenkapitalrenditen und analysiert deren Auswirkungen auf die Geschäftspolitik deutscher Universalbanken, insbesondere im Kontext der Renditeforderungen der Deutschen Bank AG und des Sparkassenverbundes. Dabei wird untersucht, inwiefern diese Forderungen als Instrument zur Unternehmenssteuerung dienen und inwieweit sie mit dem Shareholder-Value-Ansatz vereinbar sind.
1. Einführung
Sind 15% Eigenkapitalrendite der Maßstab, an dem sich eine Bank messen lassen muß? Oder ist eine geringere Eigenkapitalrendite ebenfalls ausreichend für ein Unternehmen? Vielleicht ist sie aber auch nicht geeignet, um den Unternehmenserfolg zu messen?
Diese Fragen sollen in der Arbeit erörtert werden. Ziel ist es, Mindesteigenkapitalrenditen zu quantifizieren und ihre Auswirkungen auf die Geschäftspolitik darzustellen. Beispielhaft soll dies anhand der ROE-Forderung von 15% der Deutsche Bank AG sowie der ebenso hohen Forderung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes für alle deutschen Sparkassen geschehen. Während es dabei bei der Deutsche Bank AG vorrangig um das Ziel der Eigenkapitalmarktwertmaximierung und damit um den Shareholder Value sowie die Abwehr feindlicher Übernahmen geht, ist diese Zielsetzung bei der Sparkassengruppe nicht zwangsläufig gegeben. In diesem Zusammenhang ist zu hinterfragen, inwiefern Sparkassen dem Shareholder Value als Oberziel verpflichtet sind.
1. Einführung: Definition der Problemstellung, Zielsetzung der Arbeit und Abgrenzung gegenüber rein theoretischen Diskussionen zur Eigenkapitalrendite.
2. Eigenkapitalrendite, Eigenkapitalkosten und Kapitalkostenverläufe: Theoretische Abgrenzung der gewinnorientierten Ist-Größe (ROE) von der soll-orientierten Größe der Eigenkapitalkosten.
3. Empirische Eigenkapitalrenditen und –kosten in Europa: Analyse der Datenbasis europäischer Unternehmen zur Identifikation von Branchen- und Ländereinflüssen.
4. Ermittlung der Mindesteigenkapitalrenditen: Vorstellung verschiedener Verfahren zur Ermittlung von Kapitalkosten und Mindestmargen sowie deren Bewertung.
5. Mindesteigenkapitalrenditen und Unternehmenssteuerung in Banken: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf deutsche Banken, inklusive spezifischer Analysen zur Deutschen Bank AG und Sparkassen-Gruppe.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Mindesteigenkapitalrenditen als Steuerungsinstrument und Ausblick auf die Notwendigkeit unternehmensspezifischer Anpassungen.
Eigenkapitalrendite, Eigenkapitalkosten, Mindestrendite, Unternehmenssteuerung, Shareholder Value, CAPM, Bankmanagement, Geschäftspolitik, Deutsche Bank AG, Sparkassen, Kapitalmarktorientierung, Risikoanalyse, Renditeforderung, Kapitalkostenkonzept, ROE.
Die Arbeit befasst sich mit der Bestimmung von Mindesteigenkapitalrenditen für Banken und analysiert, wie diese Kennzahlen die Geschäftspolitik und die strategische Ausrichtung deutscher Universalbanken beeinflussen.
Die zentralen Felder sind die Differenzierung zwischen Eigenkapitalkosten und Eigenkapitalrenditen, die methodische Ermittlung von Kapitalkosten sowie deren praktische Anwendung in der Banksteuerung.
Ziel ist es, Mindesteigenkapitalrenditen zu quantifizieren und deren Auswirkungen auf die Geschäfts- und Produktpolitik am Beispiel deutscher Banken darzustellen.
Es erfolgt eine empirische Analyse europäischer Unternehmen mittels linearer Regression sowie die Anwendung finanzwirtschaftlicher Bewertungsmodelle wie dem CAPM und dem Mindestmargenkonzept nach Rappaport.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Ermittlungsmethoden (CAPM, Best-Practice-Ansatz) als auch deren konkrete Übertragung auf die Deutsche Bank AG und den Sparkassenverbund diskutiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Eigenkapitalrendite, Shareholder Value, Unternehmenssteuerung, CAPM und Bankmanagement charakterisiert.
Die Deutsche Bank AG dient als prominentes Beispiel für die Forderung einer Mindestrendite von 15% nach Steuern, wobei das Spannungsfeld zwischen Marktwertmaximierung und den Herausforderungen der Bilanzierungsstandards (IAS/US-GAAP) beleuchtet wird.
Der Autor kritisiert die pauschale Vorgabe einer einheitlichen Rendite von 15% für alle Sparkassen als wenig sinnvoll, da diese die heterogene regionale Struktur und die unterschiedlichen Risikoprofile der einzelnen Institute ignoriert.
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