Bachelorarbeit, 2012
32 Seiten
Einleitung
Kapitel Stiller und die Frauen
1.1 Julika und Stiller
1.2 Sibylle und Stiller
1.3 Stillers Neigung zur unerreichbaren Frau
Kapitel das Identitätsproblem
1.1 Wahrheit und Wirklichkeit
1.2 Bildnis, Identität und Rolle
1.3 Stiller und die Medien
Schluss
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das zentrale Identitätsproblem des Protagonisten Anatol Ludwig Stiller im gleichnamigen Roman von Max Frisch. Ziel ist es, die Gründe für Stillers Leugnung seiner Identität sowie die Auswirkungen von Fremdbildnissen und gesellschaftlichem Erwartungsdruck auf seine Persönlichkeitsfindung aufzuzeigen.
1.1 Wahrheit und Wirklichkeit
Max Frisch behandelt verschiedene Themen im Roman Stiller. Er bespricht beispielsweise den Konflikt zwischen objektiver und subjektiver Wirklichkeit. Dieses Thema ist von hoher Bedeutung.
Wenn White von seiner eigentlichen Wahrheit spricht, dann meint er sein neues, wirkliches Leben bzw. seine neue Identität. Diese Wahrheit gilt nur für ihn. Sie ist nur in seinem Kopf: „[…] niemand anders zu sein als der Mensch, der ich in Wahrheit leider bin […]“ (ST S. 9) Seine Wahrheit wird von keinem akzeptiert bzw. anerkannt. Wenn es sich um Stiller/White handelt, gehört sie ihm alleine, denn es gibt eine Art „Unstimmigkeit zwischen dem inneren Sein und dem äußeren Dasein.“ White hat das letzte Wort und ist frei. Und das zeigt sich an seiner neuen Identität. Das betrifft sein inneres Sein. Im Gegensatz dazu wird sein äußeres Dasein von der Gesellschaft bzw. seinen Mitmenschen bestimmt. Sein äußeres Dasein entspricht nicht seinem inneren Sein, denn es gibt eine „Diskrepanz zwischen dem, was ein Mensch ist, und dem, wofür er in der Welt gehalten wird.“
Einleitung: Einführung in die zentrale Thematik des Ichs, des Bildnisses und der Rolle im Werk von Max Frisch sowie Formulierung der Forschungsfragen zum Identitätsproblem Stillers.
Kapitel Stiller und die Frauen: Untersuchung der Beziehungen zu Julika und Sibylle und deren Einfluss auf Stillers Identitätskrise sowie die Neigung zur unerreichbaren Frau.
Kapitel das Identitätsproblem: Tiefgehende Analyse des Begriffsverständnisses von Wahrheit und Wirklichkeit sowie der Rolle von Medien und gesellschaftlichen Projektionen auf die Identität des Protagonisten.
Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Unausweichlichkeit der Vergangenheit und der gesellschaftlichen Bedingungen, die Identitätsprozesse beeinflussen, ergänzt durch einen Ausblick auf moderne Identitätskonstruktionen.
Max Frisch, Stiller, Identitätsproblem, Bildnis, Rolle, Selbstannahme, Wirklichkeit, Wahrheit, Fremdbild, Identitätskrise, Gesellschaftskritik, Individuum, Existenz, Maske, Rollenspiel
Die Arbeit analysiert das Identitätsproblem des Protagonisten Anatol Ludwig Stiller im gleichnamigen Roman von Max Frisch und beleuchtet dabei, wie soziale Erwartungen und Bildnisse das Individuum in Rollenzwänge drängen.
Zu den zentralen Themen gehören das Spannungsfeld zwischen innerem Sein und äußerem Dasein, die Problematik von Selbst- und Fremdbildnissen sowie die Auswirkungen von Beziehungen auf die Identitätsfindung.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, warum Stiller seine Identität leugnet, welche Gründe zu dieser Identitätskrise führen und welche Rolle die Gesellschaft und das „Bildnis“ dabei spielen.
Die Arbeit folgt einem hermeneutischen Ansatz und stützt sich auf die Analyse von Zitaten aus dem Roman Stiller sowie auf einschlägige wissenschaftliche Literatur zur Interpretation des Werks.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Stillers Beziehungen zu Frauen, die philosophische Auseinandersetzung mit Wahrheit und Wirklichkeit sowie die Analyse des Einflusses der Medien auf die Identitätsbildung.
Wichtige Begriffe sind Identitätsproblem, Bildnis, Rolle, Selbstannahme, Wahrheit, Wirklichkeit und Gesellschaftskritik.
Seine Beziehungen scheitern, weil sowohl Stiller als auch seine Partnerinnen einander auf starre Bildnisse festlegen, statt den anderen in seiner tatsächlichen Wandlung und Identität anzunehmen.
Die Medien fungieren im Roman als Instrumente, die durch (falsche) Bilder und Berichterstattung die Identität eines Menschen festschreiben können, was der Protagonist als Fremdbestimmung und Bedrohung empfindet.
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