Examensarbeit, 2011
58 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Theoretische Überlegungen zur Vorbereitung des Unterrichtsvorhabens
2.1. Das Portfolio – Herkunft, Formen, Einsatzmöglichkeiten
2.2. Produktionsorientiertes Erschließen lyrischer Texte
2.3. Beitrag des Portfolios zum produktionsorientierten Erschließen von Großstadtlyrik
2.3.1. Zusammenführung der theoretischen Überlegungen
2.3.2. Resultierende Hypothesen und Möglichkeiten ihrer Überprüfung
3. Planung des Unterrichtsvorhabens
3.1. Analyse der Lerngruppe als Ausgangspunkt für die Planung
3.1.1. Allgemeine Beschreibung der Lerngruppe
3.1.2. Auswertung der Selbstbeurteilung mittels einer Art Kompetenzraster
3.2. Grundzüge der Portfolioarbeit zum Erschließen von Großstadtlyrik
3.2.1. Generelle Anlage des Unterrichtsvorhabens
3.2.2. Darstellung und Legitimation der Textauswahl zur freien Bearbeitung
3.2.3. Darstellung und Legitimation der gewählten Aufgabenstellungen für die Portfolioarbeit
3.3. Darstellung des gesamten Unterrichtsvorhabens im Überblick
4. Evaluation der Durchführung des Unterrichtsvorhabens
4.1. Auswertung der Portfolioarbeit
4.1.1. Wahlverhalten der Schüler
4.1.2. Portfolioarbeit als Phase selbstgesteuerter Anwendung des Gelernten
4.1.3. Umgang der Schüler mit Reflexions- und Rückmeldebögen
4.2. Aussagen zur Kompetenzentwicklung
4.2.1. Entwicklung domänenspezifischer Kompetenzen
4.2.2. Entwicklung fächerübergreifender Kompetenzen
4.3. Eignung des Portfolios zur Leistungsfeststellung
5. Abschließende Reflexion des Unterrichtsvorhabens und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Portfolios als Sicherungsinstrument für produktionsorientierte Erschließungsprozesse von lyrischen Texten (Großstadtlyrik) in einer 9. Klasse des Gymnasiums, um individuelle Lernprozesse zu steuern und Schüler zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Lyrik zu befähigen.
2.1. Das Portfolio – Herkunft, Formen, Einsatzmöglichkeiten
Etymologisch betrachtet ist das Portfolio schlicht eine Sammelmappe, eine Art Brieftasche, genutzt, um Planungsskizzen, Arbeitsproben usw. zu versammeln. Die Mappe dient einerseits zum Schutz des Inhalts, stellt zudem aber auch einen organisatorischen Rahmen dar, wenn beispielsweise Arbeiten zu einem bestimmten Themenbereich versammelt werden. Wesentlich ist dabei aus meiner Sicht vor allem, dass der Autor selbst an seinen eigenen Arbeiten jene auswählt, die er wertschätzt und zu bestimmten Zwecken vorzeigen will. Ein Portfolio beinhaltet also bereits der Wortherkunft entsprechend zum einen den Aspekt der Veröffentlichung von Arbeitsproben und den Aspekt der bewussten Entscheidung für diese Proben.
In Deutschland erfreut sich das Portfolio erst in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit, was sicherlich eine Folge der anhaltenden Diskussion um eine Reform von Unterricht und Schule ist. Dabei gehen die Rezeptionslinien vor allem auch in die USA, wo Portfolios ebenfalls im Rahmen einer Bildungsreform bereits seit den 1980er und 90er Jahren an Hochschulen und Schulen Verbreitung finden und mittlerweile vor allem als Instrument zur Messung von Leistung und Leistungsentwicklung akzeptiert sind. Bei der Aufnahme der Diskussion im deutschen Sprachraum ging es in den 1990er Jahren ebenfalls besonders um alternative Formen der Leistungsbewertung, weniger um eine Reform des Unterrichts durch Portfolioarbeit. Dabei lassen sich etliche Parallelen zwischen der Portfolioarbeit und Ansätzen der Reformpädagogik herstellen, die mit Belegheften, Arbeitsmappen etc. ebenfalls versuchten, ein möglichst breites Spektrum der Fähigkeiten und Lernfortschritte der Schüler zu erfassen, Lernwege und Ergebnisse zu reflektieren, um schließlich den Schülern ein zunehmend eigenständiges Lernen zu ermöglichen.
1. Einleitung: Die Einleitung begründet das Vorhaben, Portfolios als Instrument zur Steuerung und Würdigung produktionsorientierter Lernprozesse bei der Erschließung lyrischer Texte einzusetzen.
2. Theoretische Überlegungen zur Vorbereitung des Unterrichtsvorhabens: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Portfoliokonzepts, die Prinzipien produktionsorientierter Literaturdidaktik und deren Synergie im untersuchten Unterrichtsvorhaben.
3. Planung des Unterrichtsvorhabens: Hier werden die Lerngruppe analysiert, Kompetenzraster zur Selbstbeurteilung eingeführt und die konkrete Ausgestaltung der Aufgabenstellungen sowie der Ablauf des Unterrichtsvorhabens dargelegt.
4. Evaluation der Durchführung des Unterrichtsvorhabens: Dieser Abschnitt wertet die tatsächliche Portfolioarbeit der Schüler, deren Wahlverhalten, Lernzuwächse sowie die Eignung des Portfolios als Instrument der Leistungsbewertung kritisch aus.
5. Abschließende Reflexion des Unterrichtsvorhabens und Ausblick: Das Fazit fasst die Schwierigkeiten und Erfolge bei der Implementierung zusammen und reflektiert das Potenzial für künftige Unterrichtsorganisationen.
Portfolio, Produktionsorientierung, Lyrik, Großstadtlyrik, Deutschunterricht, Kompetenzraster, Selbststeuerung, Reflexion, Leistungsbewertung, Lernprozess, Literaturdidaktik, Schülerselbstbeurteilung, Unterrichtsplanung, Literaturunterricht, Schreibkompetenz
Die Arbeit thematisiert den Einsatz von Portfolios im Deutschunterricht einer 9. Klasse, speziell zur produktionsorientierten Erschließung von Großstadtlyrik.
Die Arbeit verknüpft didaktische Konzepte der Portfolioarbeit mit der produktionsorientierten Literaturdidaktik und untersucht deren praktische Anwendung in der Schule.
Das Ziel besteht darin, zu prüfen, ob sich Portfolioarbeit zur Steuerung und Sicherung produktionsorientierter Erschließungsprozesse lyrischer Texte eignet und wie dabei Lernfortschritte dokumentiert werden können.
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus fachdidaktischer Theoriearbeit und einer praktischen Evaluation im Rahmen eines Unterrichtsvorhabens, unter anderem durch Kompetenzraster und Schülerreflexionen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die detaillierte Planung der Unterrichtssequenz, die Darstellung der Aufgabenformate und eine umfassende Evaluation der Ergebnisse der Portfolioarbeit.
Zu den zentralen Begriffen zählen Portfolioarbeit, Produktionsorientierung, Lyrik-Erschließung, Selbststeuerung und Kompetenzentwicklung im Deutschunterricht.
Die Evaluation zeigt, dass die geforderte Selbststeuerung eine große Herausforderung darstellt, da viele Schüler an fremdgesteuerte Lernprozesse gewöhnt sind, jedoch positive Entwicklungen in der Reflexionsfähigkeit erkennbar sind.
Die Kompetenzraster dienen als Diagnoseinstrument, um Schülern ihre eigenen Fähigkeiten transparent zu machen und sie zur Selbstreflexion über ihren Lernprozess und ihre Fortschritte anzuregen.
Der Autor stellt fest, dass das Portfolio eine wertvolle Ergänzung ist, aber eine vollständige Ersetzung der Klassenarbeit kritisch sieht, da auch traditionelle Aufsatzformen für die Oberstufenvorbereitung relevant bleiben.
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