Diplomarbeit, 2010
86 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Hochbegabung
2.1 Was ist Hochbegabung?
2.2 Begabung
2.3 Intelligenz
2.4 Modelle der Hochbegabung
2.5 Fazit
3 Underachievement/Minderleistung
3.1 Definitionen und Merkmale
3.2 Messung von Minderleistung
3.3 Identifikation von Minderleistern
3.4 Fazit
4 Förderdiagnostik hochbegabter Minderleister
4.1 Das Wiener Diagnosemodell zum Hochleistungspotential
4.2 Fazit
5 Ausgangssituation der Projektarbeit
5.1 Das Christliche-Jugenddorfwerk-Deutschlands e.V. (CJD)
5.1.1 Die Jugenddorf-Christophorusschule Königswinter
5.2 Anamnese der Probanden
5.2.1 Tim
5.2.2 Niclas
5.2.3 Marco
5.2.4 Hans
6 Diagnostik
6.1 Auswahlkriterien
6.2 Vorstellung der Testverfahren
6.2.1 Lern- und Arbeitsverhaltensinventar (LAVI)
6.2.2 Anstrengungsvermeidungstest (AVT)
6.2.3 Differentielles Leistungsangst Inventar (DAI)
6.2.4 Skalen zur Erfassung der Lern- und Leistungsmotivation (SELLMO)
6.3 Ergebnisse und Auswertung
6.3.1 Tim
6.3.1.1 LAVI
6.3.1.2 AVT
6.3.1.3 DAI
6.3.1.4 SELLMO
6.3.2 Niclas
6.3.2.1 LAVI
6.3.2.2 AVT
6.3.2.3 DAI
6.3.2.4 SELLMO
6.3.3 Marco
6.3.3.1 LAVI
6.3.3.2 AVT
6.3.3.3 DAI
6.3.3.4 SELLMO
6.3.4 Hans
6.3.4.1 LAVI
6.3.4.2 AVT
6.3.4.3 DAI
6.3.4.4 SELLMO
7 Lösungsansätze
7.1 Tim
7.2 Niclas
7.3 Marco
7.4 Hans
8 Ergebnisse und Auswertungen
Das primäre Ziel dieser Diplomarbeit ist die Untersuchung, ob mittels diagnostischer Testverfahren eine gezielte Förderung von hochbegabten Minderleistern (Underachievern) möglich ist und welche Testinstrumente sich hierfür am besten eignen. Zudem soll die Arbeit konkrete Maßnahmen zur Entgegenwirkung von Minderleistung im Einzelfall aufzeigen.
1 Einleitung
In der Broschüre des Bundesministeriums für Bildung & Forschung „Begabte Kinder finden und fördern“ aus dem Jahr 2009 wird schon im Titel die Wichtigkeit der Entdeckung und Förderung von individuellen Stärken bei begabten Kindern und Jugendlichen hervorgehoben. Auch wird hier sehr deutlich gemacht, dass die Förderung von Begabten ein bildungspolitisches Ziel ist. Allerdings ist es von noch größerer Bedeutung vor einer Förderung zunächst einmal die Identifikation besonders begabter Kinder und Jugendlichen hervorzuheben. Nicht immer sind hochbegabte Kinder und Jugendliche auf den ersten Blick erkennbar. Die nicht kleine Gruppe von hochbegabten Minderleistern, also denjenigen die zwar eine hohes intellektuelles Potential besitzen, aber keine guten Schulleistung hervorbringen, bleibt oftmals verkannt. Gerade diese Gruppe von Hochbegabten bedarf einer speziellen Förderung und Diagnostik. Im Bezug auf die Diagnostik hochbegabter Minderleister treten viele Probleme auf. So gibt es eine Vielzahl von Ursachen für die Minderleistung, so dass ein spezieller Test zur Identifikation von Minderleistern noch nicht entwickelt wurde. Dies macht es für die betreuenden Pädagogen schwer, den Kindern und Jugendlichen zu helfen und sie adäquat zu fördern.
Aus dieser Situation heraus, entwickelte sich die hier vorliegende Diplomarbeit, da mir die Ansätze, die in meiner Tätigkeit im Internat zur Förderung vorlagen, sehr dürftig erschienen und wenig fundiert waren.
Ziel dieser Arbeit soll es sein herauszufinden, ob mit Hilfe von diagnostischen Testverfahren eine Förderung von hochbegabten Minderleistern möglich ist und welche Testverfahren hierzu am besten geeignet sind.
Die Arbeit soll außerdem Maßnahmen aufzeigen, mit denen im Einzelfall einer diagnostizierten Minderleistung entgegengewirkt werden kann.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Identifikation und Förderung hochbegabter Minderleister und benennt die Zielsetzung, geeignete diagnostische Verfahren sowie Interventionsmaßnahmen zu finden.
2 Hochbegabung: Dieses Kapitel definiert Hochbegabung, diskutiert den Intelligenzbegriff und stellt bedeutende theoretische Modelle (Renzulli, Mönks, Gagné, Heller) zur Erklärung von Hochbegabung vor.
3 Underachievement/Minderleistung: Hier werden Definitionen von Minderleistung sowie deren Ursachen und Charakteristika erörtert, wobei die Komplexität der Identifikation von Underachievern im Vordergrund steht.
4 Förderdiagnostik hochbegabter Minderleister: Dieses Kapitel präsentiert das Wiener Diagnosemodell zum Hochleistungspotential als innovativen Ansatz zur Diagnostik, der auf Kompensationsmöglichkeiten statt nur auf IQ-Werten basiert.
5 Ausgangssituation der Projektarbeit: Der empirische Teil beginnt mit der Vorstellung der Einrichtung (CJD Königswinter) und einer detaillierten Anamnese der vier teilnehmenden Jugendlichen.
6 Diagnostik: In diesem Kapitel werden die Auswahlkriterien für die Testverfahren erläutert, die Instrumente (LAVI, AVT, DAI, SELLMO) vorgestellt und die individuellen Ergebnisse für Tim, Niclas, Marco und Hans detailliert ausgewertet.
7 Lösungsansätze: Basierend auf den Testergebnissen werden individuelle Interventionsansätze und Fördermaßnahmen für jeden der vier Jugendlichen beschrieben.
8 Ergebnisse und Auswertungen: Das Kapitel reflektiert die Effekte der Projektarbeit, zeigt die Verbesserung der Notendurchschnitte auf und diskutiert die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten für den Fördererfolg.
Hochbegabung, Minderleistung, Underachievement, Förderdiagnostik, Wiener Diagnosemodell, Intelligenz, Schulleistung, Internat, Lernmotivation, Leistungsangst, Verhaltensauffälligkeit, Diagnostik, Pädagogik, Projektarbeit, Intervention.
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik hochbegabter Minderleister, die zwar ein hohes intellektuelles Potenzial besitzen, dieses jedoch nicht in entsprechende schulische Leistungen umsetzen können.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Hochbegabung, die Definition und Ursachenforschung von Minderleistung sowie die praktische Förderdiagnostik mittels psychologischer Testverfahren.
Das primäre Ziel ist zu untersuchen, ob durch diagnostische Testverfahren eine gezielte Förderung von hochbegabten Minderleistern möglich ist und welche Verfahren hierzu am besten geeignet sind.
Die Arbeit verwendet eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einem empirischen Projektteil, in dem standardisierte Testverfahren (LAVI, AVT, DAI, SELLMO) bei einer Kleingruppe angewendet und ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, die Erläuterung des Wiener Diagnosemodells, die Anamnese der Probanden, die Durchführung und Auswertung diagnostischer Tests sowie die Beschreibung individueller Fördermaßnahmen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hochbegabung, Minderleistung, Förderdiagnostik, Wiener Diagnosemodell und individuelle Lernförderung charakterisiert.
Das Wiener Modell wird bevorzugt, da es Minderleistung nicht nur über einen starren IQ-Wert definiert, sondern ein Kompensationsmodell anbietet, das Persönlichkeitsvariablen und Umweltfaktoren einbezieht.
Das CJD dient als institutioneller Rahmen für die Projektarbeit, in dem die Autorin als Gruppenleitung tätig war und die betroffenen Jugendlichen in einer Internatsumgebung beobachten und fördern konnte.
Die Wirksamkeit wurde durch den Vergleich der Notendurchschnitte vor und nach der Untersuchung sowie durch die Beobachtung der verbesserten Selbstständigkeit und Unterrichtsbeteiligung der Jugendlichen beurteilt.
Eine freiwillige Teilnahme ist essenziell, da Minderleistung nur dann erfolgreich abgebaut werden kann, wenn der Jugendliche die Minderleistung als eigenes Problem erkennt und zur aktiven Mitarbeit bereit ist.
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