Bachelorarbeit, 2011
69 Seiten, Note: 1,0
1 Motivation - der Schlüssel zum Ausbildungsplatz?
2 Die Berufsausbildungsvorbereitung
2.1 Ziele der Berufsausbildungsvorbereitung
2.2 Beschulungsarten in der Berufsausbildungsvorbereitung
2.3 Die Zielgruppe - Jugendliche in der Berufsausbildungsvorbereitung
3 Faktoren zur Beeinflussung der Lernmotivation bei Schülern in der Berufsausbildungsvorbereitung
3.1 Umweltfaktoren
3.1.1 Ausbildungs- und Arbeitsmarkt
3.1.2 Bildungspolitische Rahmenbedingungen
3.1.3 Soziale Faktoren
3.2 Motivationsrelevante Charakteristiken der Jugendlichen
3.2.1 Selbstkonzept und Erfahrung von Misserfolg
3.2.2 Identitätsentwicklung und Wunschvorstellungen
3.2.3 Selbstregulationskompetenzen und motivationale Handlungskonflikte
3.2.4 Lernbeeinträchtigungen
3.3 Bedeutung der Lehrkraft
4 Motivationstheorie
4.1 Begriffsdefinitionen
4.2 Motivation als Voraussetzung für den Lernerfolg
4.3 Formen der Lernmotivation
4.3.1 Intrinsische und extrinsische Motivation
4.3.2 Die sechs Ausprägungen der Lernmotivation
4.4 Bedingungen für ein motivationsförderliches Lernen
4.4.1 Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan)
4.4.2 Pädagogische Interessentheorie (Prenzel)
4.5 Lernmotivation in den Phasen des Lernprozesses (Schmitz)
4.5.1 Präakionale Phase
4.5.2 Aktionale Phase
4.5.3 Postaktionale Phase
5 Motivationsförderliche Unterrichtskonzepte
5.1 Handlungsorientierter Unterricht
5.2 Selbstreguliertes Lernen
6 Die Projektarbeit als Lehrtechnik zur Förderung von Lernmotivation im Berufsschulunterricht bei Jugendlichen in der Berufsausbildungsvorbereitung
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Lernmotivation von Jugendlichen in der Berufsausbildungsvorbereitung gestärkt werden kann, um ihnen den Übergang in eine reguläre Berufsausbildung zu erleichtern und ihre Bildungs- sowie Berufschancen zu verbessern.
3.2.1 Selbstkonzept und Erfahrung von Misserfolg
Klar ist, dass sich ein beeinträchtigtes Selbstkonzept negativ auf die Lernmotivation der Schüler auswirkt. Jeder Schüler sieht sich aus verschiedenen Blickwinkeln. So betrachtet er sich einerseits selbst und fragt sich: „,Wie bin ich?‘“. Zudem misst er sich mit seinem materiellen und sozialen Umfeld, wobei er feststellt: „,So bin ich.‘“ (Eck, 1988, S. 45).
„Teils bewusst, teils unbewusst entwickelt sich dergestalt in jedem Menschen ein Selbstkonzept. Die Person nimmt wahr, wie sie wirklich ist (=Realselbst), andererseits baut sie sich ein Wunschbild auf, wie sie gerne wäre (=Idealselbst), und nach diesem Ideal strebt sie.“ (ebenda)
Besonders motiviert ist ein Schüler, wenn ein mittlerer Unterschied zwischen dem Realselbst und dem Idealselbst vorhanden ist. Besteht eine zu große Diskrepanz zwischen den beiden Sichtweisen, so hat dies keine positive Wirkung auf die Selbstbekräftigung, die von einem realistischen Anspruchsniveau sowie von einer realistischen Anstrengungskalkulation abhängig ist. Das dabei entstehende positive Selbstkonzept über die eigene Kompetenz ist also ausschlaggebend für die Motivation, zu lernen (ebenda).
Im Unterricht wirkt sich dies folgendermaßen aus: Der Jugendliche entscheidet sich weder für zu einfache Aufgaben, noch setzt er sich zu hohe Ziele, die er mit seinen zur Verfügung stehenden Fähigkeiten nicht erreichen kann. Somit schafft er sich selbst die besten Lernvoraussetzungen. Infolgedessen zeigt er nicht nur seine Wissbegierde im Unterricht, sondern ist auch dauerhaft dazu geneigt, sich zu bemühen und bei Problemen nicht sofort zu kapitulieren (Wilbert, 2010, S. 70).
1 Motivation - der Schlüssel zum Ausbildungsplatz?: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen im Übergangssystem zwischen Schule und Beruf und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Stärkung der Lernmotivation.
2 Die Berufsausbildungsvorbereitung: Dieses Kapitel definiert die Ziele, Beschulungsarten und die heterogene Zielgruppe der Berufsausbildungsvorbereitung.
3 Faktoren zur Beeinflussung der Lernmotivation bei Schülern in der Berufsausbildungsvorbereitung: Es werden Umweltfaktoren, individuelle Merkmale der Jugendlichen sowie die Bedeutung der Lehrkraft als zentrale Einflussgrößen analysiert.
4 Motivationstheorie: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Motivationsbegriffe, Theorien (Deci & Ryan, Prenzel) und die Phasen des Lernprozesses nach Schmitz.
5 Motivationsförderliche Unterrichtskonzepte: Die Konzepte des handlungsorientierten Unterrichts und des selbstregulierten Lernens werden als Methoden zur Motivationssteigerung vorgestellt.
6 Die Projektarbeit als Lehrtechnik zur Förderung von Lernmotivation im Berufsschulunterricht bei Jugendlichen in der Berufsausbildungsvorbereitung: Die Projektarbeit wird als Lehrtechnik analysiert, die handlungsorientierte und selbstregulierende Elemente für einen erfolgreichen Praxisbezug verknüpft.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit einer differenzierten pädagogischen Herangehensweise zur nachhaltigen Motivationsförderung.
Lernmotivation, Berufsausbildungsvorbereitung, Übergangssystem, Selbstkonzept, Selbstbestimmungstheorie, Projektarbeit, Handlungsorientierter Unterricht, Selbstreguliertes Lernen, pädagogische Einflussfaktoren, Lernbeeinträchtigung, Kompetenz, Autonomie, soziale Eingebundenheit, berufliche Orientierung, Lehrkraft.
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung der Lernmotivation bei Jugendlichen in der Berufsausbildungsvorbereitung, um ihnen den erfolgreichen Übergang in das Berufsleben zu ermöglichen.
Die zentralen Felder umfassen die systemischen Rahmenbedingungen des Übergangssystems, psychologische Aspekte der Motivation sowie praktische Unterrichtskonzepte zur Steigerung des Lernerfolgs.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, wie sich die Lernmotivation von Jugendlichen in der Berufsausbildungsvorbereitung im Berufsschulunterricht gezielt stärken lässt.
Die Arbeit untersucht verschiedene Ansätze, wobei insbesondere die Projektarbeit als praxisorientierte Lehrtechnik hervorgehoben wird, die Handlungsorientierung und Selbstregulation vereint.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Einflussfaktoren auf die Motivation, eine theoretische Fundierung (Motivationstheorien) und die Vorstellung konkreter Unterrichtskonzepte.
Zu den Kernbegriffen zählen Lernmotivation, Berufsausbildungsvorbereitung, Projektarbeit, Selbstbestimmungstheorie, Handlungsorientierung und Selbstregulation.
Das Selbstkonzept beeinflusst maßgeblich, ob Jugendliche motiviert lernen. Misserfolgserfahrungen können zu einem beeinträchtigten Selbstbild führen, was die Lernbereitschaft mindert; eine Stärkung des Selbstvertrauens ist daher essentiell.
Die Projektarbeit bietet einen hohen Praxisbezug und ermöglicht eigenverantwortliches Handeln, was die Schüler aktiviert, ihre Selbstwirksamkeit stärkt und die Lücke zwischen Schule und Arbeitswelt verringert.
Lehrkräfte sollten Ursachenzuschreibungen differenziert betrachten und den Schülern durch konstruktives Feedback helfen, Misserfolge nicht auf mangelnde eigene Fähigkeiten, sondern auf veränderbare Faktoren zurückzuführen.
Die Lehrkraft fungiert als wertschätzende Bezugsperson, deren eigenes Interesse am Lernstoff sowie deren methodisches Geschick entscheidend dazu beitragen können, die intrinsische Motivation der Schüler zu wecken.
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