Bachelorarbeit, 2012
98 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
1.1. Problemstellung – Warum Patienten zufrieden sein müssen?
1.2. Ziel und Motivation
1.3. Aufbau
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Merkmale und Definition des Dienstleistungsbegriffes
2.1.1. Merkmale
2.1.2. Definition
2.2. Dienstleistungsqualität und Kundenzufriedenheit
2.2.1. Definition der Dienstleistungsqualität
2.2.2. Definition der Kundenzufriedenheit
2.2.3. GAP-Modell
2.2.3.1. Kundenkriterien und Dimensionen der Dienstleistungsqualität
2.2.3.2. Beschreibung des GAP-Modells
2.3. SERVQUAL-Ansatz
2.3.1. Entwicklung des SERVQUAL-Ansatzes
2.3.2. SERVQUAL-Methodik
2.3.3. Erstellung des SERVQUAL-Fragebogens
2.3.4. Befragungsdurchführung
2.4. Kritische Betrachtung von GAP-Modell und SERVQUAL
3. Auswertung der Daten
3.1. Auswertung der sozio-demografischen Daten
3.2. Patientenzufriedenheit
3.2.1. Analyse der erwarteten Servicequalität
3.2.1.1. Dimension „Einfühlungsvermögen“
3.2.1.2. Dimension „Leistungskompetenz“
3.2.1.3. Dimension „Erscheinungsbild“
3.2.1.4. Dimension „Patientenorientierung“
3.2.1.5. Dimension „Zuverlässigkeit“
3.2.1.6. Zusammenfassung
3.2.2. Analyse der wahrgenommenen Servicequalität
3.2.2.1. Dimension „Einfühlungsvermögen“
3.2.2.2. Dimension „Leistungskompetenz“
3.2.2.3. Dimension „Erscheinungsbild“
3.2.2.4. Dimension „Patientenorientierung“
3.2.2.5. Dimension „Zuverlässigkeit“
3.2.2.6. Zusammenfassung
3.2.3. Analyse der Erfüllung der Kundenerwartungen
3.2.3.1. Dimension „Einfühlungsvermögen“
3.2.3.2. Dimension „Leistungskompetenz“
3.2.3.3. Dimension „Erscheinungsbild“
3.2.3.4. Dimension „Patientenorientierung“
3.2.3.5. Dimension „Zuverlässigkeit“
3.2.3.6. Zusammenfassung
3.2.4. Analyse der Gesamtzufriedenheit
4. Ergebnisdiskussion und Handlungsempfehlungen
4.1. Ergebnisdiskussion
4.1.1. Dimensionen und Items
4.1.2. Selbstreflektion
4.2. Handlungsempfehlungen
4.2.1. Schritt I: Allgemeine Handlungsempfehlungen
4.2.2. Schritt II: Steigerung der Servicequalität
4.2.3. Schritt III: Konkrete Handlungsempfehlungen
4.2.3.1. Handlungsempfehlung für Aussage 18
4.2.3.2. Handlungsempfehlungen für Aussage 10
4.2.3.3. Handlungsempfehlung für Aussage 16
4.2.3.4. Handlungsempfehlungen für Aussage 4
4.2.3.5. Handlungsempfehlungen für Aussage 6
5. Fazit und Prognose
Diese Arbeit untersucht, inwieweit der theoretische Dienstleistungsgedanke in der hausärztlichen Versorgung angekommen ist und ob Ärzte die Erwartungen ihrer Patienten erfüllen. Basierend auf der These, dass Patienten tendenziell unzufrieden mit bestehenden Dienstleistungsmerkmalen sind, wird das SERVQUAL-Modell angewendet, um Diskrepanzen zwischen Patientenerwartungen und deren tatsächlicher Wahrnehmung zu identifizieren.
GAP 1 – Falsche Vorstellungen über Kundenerwartungen
Damit eine exzellenten Dienstleistung erstellt werden kann, ist es für ein Unternehmen von großer Bedeutung, zu wissen, was Kunden erwarten (Zeithaml 1990, S. 51). Für den Unternehmenserfolg ist es demnach fatal, wenn durch das Management falsche Kundenerwartungen wahrgenommen und dem Erstellungsprozess zugrunde gelegt werden (Rieck 2011, S. 38). Selbst noch so kleine Abweichungen zwischen den Vorstellungen des Kunden und vermuteten Erwartungen des Managements können den Verlust von Zeit, Geld und Ressourcen bedeuten. Im schlimmsten Fall führen Fehlwahrnehmungen über Kundenerwartungen zum Ausscheiden eines Unternehmens aus einem hart umkämpften Markt (Zeithaml 1990, S. 51).
GAP 1 entsteht durch drei grundlegende Ursachen. Erstens ist oftmals eine fehlende Orientierung an Marktforschungsergebnissen (Zeithaml 1990, S. 52) ursächlich für falsch verstandene Kundenwünsche. Die betroffenen Unternehmen betreiben beispielsweise zu wenig Marktforschung oder nutzen die Ergebnisse aus Forschungsprojekten nur ungenügend. Zusätzlich besteht oft ein mangelnder Kontakt zwischen Kunden und Management (Zeithaml 1990, S. 52). BRUHN beschreibt beispielsweise, dass auch das Top-Management eine Beziehung zum Kunden aufbauen und Erfahrungen zur Dienstleistungserstellung sammeln muss (Bruhn 2008, S. 94).
Der zweite Grund für das Auftreten von GAP 1 ist die unzureichende Kommunikation vom Kundendienstpersonal zum Topmanagement (Zeithaml 1990, S. 52). Mitarbeiter, die im direkten Kundenkontakt stehen, besitzen Informationen, die dem Topmanagement zunächst nicht zur Verfügung stehen. Nur durch eine funktionierende Aufwärtskommunikation können Manager über die Kundenerwartungen unterrichtet werden (Bruhn 2008, S. 95).
1. Einführung: Es wird die Relevanz von Patientenzufriedenheit im heutigen Gesundheitswesen diskutiert und die Forschungsfrage zur Qualität der hausärztlichen Versorgung formuliert.
2. Theoretische Grundlagen: Zentrale Konzepte wie Dienstleistungsqualität, Kundenzufriedenheit, das GAP-Modell und der SERVQUAL-Ansatz werden definiert und theoretisch hergeleitet.
3. Auswertung der Daten: Die Ergebnisse der empirischen Umfrage werden ausgewertet, unterteilt in Erwartungen, Wahrnehmungen und Erfüllungsgrade hinsichtlich der fünf SERVQUAL-Dimensionen.
4. Ergebnisdiskussion und Handlungsempfehlungen: Basierend auf den Daten werden Handlungsempfehlungen für Hausarztpraxen entwickelt, um Servicequalität und Patientenorientierung zu steigern.
5. Fazit und Prognose: Die Ausgangsthese wird bestätigt und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung des Dienstleistungsgedankens in der medizinischen Versorgung gegeben.
Patientenzufriedenheit, Dienstleistungsqualität, SERVQUAL, Hausarztpraxis, GAP-Modell, Erwartungsbildung, Patientenorientierung, Service Management, Soll-Ist-Vergleich, Leistungsfähigkeit, Patientenbindung, Gesundheitsdienstleistungen, Qualitätssicherung, Arzt-Patient-Verhältnis, Befragung.
Die Arbeit untersucht die Qualität der Dienstleistungen in der hausärztlichen Versorgung aus der Perspektive der Patienten und prüft, ob Ärzte als moderne Dienstleister agieren.
Zu den zentralen Themen gehören Dienstleistungsmarketing, das SERVQUAL-Messmodell, das GAP-Modell zur Ursachenforschung von Qualitätsmängeln sowie die Optimierung von Praxisabläufen.
Das Ziel ist es, auf Basis einer Umfrage herauszufinden, ob eine Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Patienten an eine exzellente Praxis und der tatsächlich wahrgenommenen Servicequalität besteht.
Die Untersuchung basiert auf dem SERVQUAL-Ansatz von Zeithaml, Parasuraman und Berry, einer standardisierten Methode zur Messung von Dienstleistungsqualität durch Soll-Ist-Vergleiche.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Auswertung sozio-demografischer Daten und der fünf SERVQUAL-Dimensionen sowie eine anschließende Ableitung von Handlungsempfehlungen.
Patientenzufriedenheit, SERVQUAL, GAP-Modell, Hausarztpraxis, Patientenorientierung und Qualitätsmanagement sind maßgebliche Begriffe.
Die Patienten äußerten besonders hohe Unzufriedenheit bezüglich der Sprechzeiteneinteilung, der Information über Behandlungsalternativen und der Barrierefreiheit der Praxen.
Die Analyse deutet darauf hin, dass die Patienten mit privater Krankenversicherung weniger unzufrieden mit der ihnen eingeräumten Behandlungszeit sind als Kassenpatienten.
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