Masterarbeit, 2011
59 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Der Vampir in Literatur und Legende
3. Präsentation der verwendeten Primärliteratur
3.1 Stephenie Meyer: Die "Bis(s)"-Reihe
3.1.1 Informationen zu Werk und Autor
3.1.2 Inhalt der Romanreihe
3.2 Wolfgang Hohlbein: "Wir sind die Nacht"
3.2.1 Informationen zu Werk und Autor
3.2.2 Inhalt des Romans
4. Vergleich der beiden Romane
4.1 Lena und Bella: zwei Außenseiterinnen als Hauptfiguren
4.2 Ausgewählte Genderkonstruktionen bei Meyer und Hohlbein
4.3 Selbstreferenz und Neuordnung der Genrekonventionen
4.4 Religiöse und philosophische Ansätze in beiden Romanen
5. Zur Rezeption der Romane von Meyer und Hohlbein
5.1 Faszination von Jugendlichen durch Vampire
5.2 Mediale Inszenierung als Popularitätsschub
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Transformation der Vampirgestalt in der zeitgenössischen Jugendliteratur anhand von Stephenie Meyers "Bis(s)"-Reihe und Wolfgang Hohlbeins "Wir sind die Nacht", wobei insbesondere der Wandel vom traditionellen "Nachtschwärmer" hin zum "Puritaner" oder "Popstar" analysiert wird.
4.1 Lena und Bella: zwei Außenseiterinnen als Hauptfiguren
Blickt man in die Historie der Vampirliteratur, so wird auffallen, dass die Vampire immer auch einen gewissen Reiz auf Menschen ausgeübt haben, die am Rande der Gesellschaft stehen; manchmal mehr noch: die in ihrem Leben nichts mehr zu verlieren haben.
Wenn auch in den folgenden Ausführungen herausgearbeitet werden wird, dass sowohl Wolfgang Hohlbein als auch Stephenie Meyer mit vielen Genrekoventionen brechen - in diesem Punkt folgen beide Autoren der Tradition.
Isabella Swan, die Protagonistin aus der "Bis(s)"-Reihe etwa, steht allein von daher als Außenseiterin da, da sie ihr durchaus luxuriöses, wenngleich auch reichlich selbstständiges Leben in Phoenix, Arizona, abbricht, um bei ihrem Vater Charlie in der Kleinstadt Forks zu leben. Isabella, im Roman wie im Folgenden nur noch Bella genannt, verlässt also nicht nur ihre alte Umgebung und ihre geliebte Stadt, sondern begibt sich in eine Stadt, der sie mit großer Abneigung gegenübersteht. Nicht nur das schlechte Wetter dort drückt ihr aufs Gemüt; der kleine Ort Forks ist auch der Schauplatz der Trennung ihrer Eltern, die sie schmerzhaft erinnert.
1. Einführung: Darstellung der kulturellen Bedeutung des Vampirs und der Fragestellung zur Umcodierung der Figur in moderne Identitätsentwürfe.
2. Der Vampir in Literatur und Legende: Historische Herleitung des Vampirmythos von volkstümlichen Wiedergängern bis zur literarischen Ausgestaltung durch Autoren wie Bram Stoker.
3. Präsentation der verwendeten Primärliteratur: Vorstellung von Stephenie Meyers "Bis(s)"-Reihe und Wolfgang Hohlbeins "Wir sind die Nacht" inklusive biographischer Informationen zu den Autoren und Inhaltsangaben.
4. Vergleich der beiden Romane: Analyse der Figurenkonstellationen, Genderkonstruktionen, der Selbstreferenzialität des Genres sowie religiöser und philosophischer Aspekte.
5. Zur Rezeption der Romane von Meyer und Hohlbein: Untersuchung der Verbindung von Vampir-Faszination, Emo-Kultur und der Wirkung durch filmische Adaptionen.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der gesellschaftlichen Einbettung und Umwandlung des Vampirs als Metapher der modernen Existenz.
Vampirroman, Stephenie Meyer, Wolfgang Hohlbein, Gender Studies, Jugendliteratur, Emo-Kultur, Popkultur, Machtverhältnisse, Puritanismus, Untote, Literaturvergleich, Medieninszenierung, Identität, Außenseiter, Moderne Mythen.
Die Arbeit analysiert, wie sich das Bild des Vampirs in der modernen Jugendliteratur verändert hat und welche neuen gesellschaftlichen Rollenbilder wie "Puritaner" oder "Popstar" damit verbunden werden.
Die Arbeit umfasst neben literaturwissenschaftlichen Analysen auch genderkritische Perspektiven, soziologische Aspekte der Jugendkultur sowie eine Betrachtung philosophischer und religiöser Subtexte.
Die Arbeit untersucht, inwiefern eine Entwicklung und Umcodierung des Vampirs vom klassischen "Nachtschwärmer" zu den modernen Typen des Puritaners und Popstars vollzogen wurde.
Es handelt sich um einen literaturwissenschaftlichen Vergleich, der methodisch auf Gender Studies, Ansätzen der Herrschaftsanalyse und kulturwissenschaftlichen Theorien basiert.
Der Hauptteil widmet sich dem detaillierten Vergleich der beiden Werke hinsichtlich ihrer Figurenzeichnungen, Gender-Strukturen, der Selbstreferenz innerhalb des Genres und der religiös-philosophischen Dimensionen.
Zentrale Begriffe sind Vampir-Genrekonventionen, Genderkonstruktionen, Intertextualität, soziale Außenseiter, mormonische Einflüsse und die mediale Inszenierung durch den Film.
Während Meyer ihre Vampire als moralisch-mormonisch geprägte, fast "vegetarische" Zivilisationswesen zeichnet, stellt Hohlbein sie als emanzipierte, dekadente und teils grotesk mutierende "Raubtiere" dar.
Die Arbeit verknüpft die emotionale Inszenierung der Vampire in den untersuchten Werken mit der "Emo-Bewegung", um die Faszination heutiger Jugendlicher für diese düsteren, aber ästhetisierten Figuren zu erklären.
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