Bachelorarbeit, 2009
52 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Nationale Identitäten: Die Comunidades Autónomas
3. Die betrachteten Fußballvereine
3.1. Athletic Bilbao
3.2. FC Barcelona
3.3. FC Bayern München
4. Exkurs: Medientheoretische Grundlagen
4.1. Das Internet
4.1.1. URL und TLD – Was ist eine Internetadresse?
4.1.2. Die Domain <cat>
4.2. Gestaltungsregeln und visuelle Wahrnehmung
5. Inszenierung nationaler Identität im Internet
5.1. Offizielle Internetpräsenzen
5.1.1. Adressen und Sprachenangebot der Vereine
5.1.2. Optische Gestaltung der Startseiten
5.1.3. Aufbau und weitere Elemente der Internetpräsenzen
5.2. Aufbau und Gestaltung kommerzieller Angebote
5.2.1. Online Fanartikelshops
5.2.2. Online Ticketshops
5.3. Inoffizielle Darstellungen: Wikipediaeinträge
6. Inszenierung nationaler Identität auf sonstiger Ebene
6.1. Vereinswappen
6.2. Vereinshymnen
6.3. Außendarstellung
6.4. Spielertransfers
6.5. Nationalitäten und Nationalmannschaften
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Inszenierung nationaler Identitäten anhand der Internetpräsenzen von zwei spanischen Fußballvereinen (Athletic Bilbao und FC Barcelona) sowie einem deutschen Vergleichsverein (FC Bayern München), um aufzuzeigen, wie kulturelle Autonomiebestrebungen in einem globalisierten sportwirtschaftlichen Umfeld kommuniziert werden.
3.1. Athletic Bilbao
Der baskische Atheltic Club Bilbao wurde 1898 gegründet und ist damit der älteste unter den untersuchten Fußballvereinen. Neben Real Madrid und dem FC Barcelona ist dieser Klub als einziger schon immer in der ersten spanischen Fußballliga vertreten. Zugleich ist es der dritterfolgreichste Verein Spaniens.
Der Klub unter der momentanen Führung des baskischen Anwalts Fernando García Macua steht für eine große Tradition, die er bestmöglich zu verteidigen versucht. So werden nur Spieler baskischer Herkunft oder Spieler, die in der Jugend i Vereinen des Baskenlandes spielten, verpflichtet (siehe Kapitel 6.3). Und so war Athletic Bilbao 2008 der letzte Verein im spanischen Profifußball, der einen Vertrag mit einem Trikotsponsor, dem Petrochemieunternehmen Petronor aus der Biskaya, abschloss.
Bei aller Tradition, die sich vor allem für die eigene Region einsetzt, darf der englische Einfluss nicht unerwähnt bleiben. Schon die Schreibweise der Vereinsbezeichnung Athletic mit „h“ weist auf ein nicht spanisches Konzept hin. Diese Wurzeln bleiben zumeist aber unerwähnt, weswegen hier schon zu Beginn auf sie hingewiesen werden soll.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur Inszenierung nationaler Identität durch Fußballvereine im Spannungsfeld zwischen Kultur und Globalisierung.
2. Nationale Identitäten: Die Comunidades Autónomas: Erläuterung des rechtlichen und politischen Status der spanischen Regionen im Kontext der Verfassung und regionaler Autonomiebestrebungen.
3. Die betrachteten Fußballvereine: Kurzvorstellung der drei Vereine sowie deren unterschiedliche historische und strukturelle Ausgangslagen.
4. Exkurs: Medientheoretische Grundlagen: Einführung in medienwissenschaftliche Konzepte zur Internetnutzung und Gestaltung psychologischer Wahrnehmung.
5. Inszenierung nationaler Identität im Internet: Analyse der offiziellen Internetpräsenzen, der Sprachwahl, der Nutzung spezieller Domains wie <cat> und der kommerziellen Online-Angebote.
6. Inszenierung nationaler Identität auf sonstiger Ebene: Untersuchung weiterer Identitätsmarker wie Wappen, Hymnen, öffentliche Äußerungen und Transferpolitik.
7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Bestätigung, dass die Identitätsinszenierung durch die Sprache zwischen den Polen Wirtschaft und Kultur organisiert ist.
Nationale Identität, Fußball, Spanien, Athletic Bilbao, FC Barcelona, FC Bayern München, Autonomie, Internetpräsenz, Sprache, Globalisierung, Regionalismus, Transferpolitik, Vereinswappen, Katalonien, Baskenland.
Die Arbeit analysiert, wie spanische Fußballvereine in einem globalisierten Umfeld ihre regionale nationale Identität nach außen kommunizieren und welche Rolle dabei Sprache und digitale Medien spielen.
Die Themen umfassen die Rolle des Fußballs für regionale Identitätsbildung, die Analyse von Internetauftritten, sprachpolitische Entscheidungen bei Domains sowie die Symbolik von Vereinswappen und Hymnen.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie Fußballvereine als "Nationalsymbole" fungieren und wie sie den Spagat zwischen wirtschaftlichem Globalisierungsdruck und dem Festhalten an einer spezifischen kulturellen oder nationalen Identität meistern.
Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche und kulturanalytische Arbeit, die Internetseiten sowie öffentliche Ereignisse (wie Transferpolitik oder Reden) kontrastiv vergleicht und unter Einbezug von gestaltungspsychologischen Ansätzen untersucht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine medientheoretische Analyse der Internetauftritte der Vereine und eine Untersuchung der außersportlichen Aktivitäten (Hymnen, Wappen, Transfers) als Mittel der Identitätsstiftung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie nationale Identität, Fußball, Katalonien, Baskenland, Autonomie, Globalisierung und Sprachpolitik charakterisieren.
Die Domain <cat> ist ein konkretes Beispiel dafür, wie technologische Möglichkeiten im Internet genutzt werden, um eine eigene kulturelle Raumvorstellung zu festigen und sich digital vom Zentralstaat abzugrenzen.
Athletic Bilbao verfolgt eine strikte Tradition der Verpflichtung baskischer Spieler, was den sportlichen Erfolg zugunsten der Identitätswahrung einschränkt, während der FC Bayern München rein nach sportlichen und wirtschaftlichen Kriterien handelt.
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