Diplomarbeit, 2010
241 Seiten, Note: 1,3
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Stressmodelle: Ein Überblick
2.1.1. Notfallreaktion (Cannon)
2.1.2. Das Allgemeine Adaptationssyndrom (Selye)
2.1.2.1. Die Phasen des AAS
2.1.2.1.1. Alarmphase
2.1.2.1.2. Widerstandsphase
2.1.2.1.3. Erschöpfungsphase
2.1.2.2. Bewältigung von Langzeitstress
2.1.3. Das Transaktionale Stressmodell (Lazarus)
2.1.3.1. Erste Untersuchungen
2.1.3.2. Das Stresskonzept
2.1.3.2.1. Phasen der Bewertung
2.1.3.2.1.1.Primäre Bewertung (Primary Appraisal)
2.1.3.2.1.2.Sekundäre Bewertung (Secondary Appraisal)
2.1.3.2.1.3.Neubewertung (Reappraisal)
2.1.3.2.2. Copingstrategien
2.1.3.2.2.1.Problemorientiertes Coping
2.1.3.2.2.2.Emotionsorientiertes Coping
2.1.3.2.2.3.Bewertungsorientiertes Coping
2.2. Körperliche Beschwerden
2.3. Lebensqualität
2.4. Aktueller Stand der Forschung
2.4.1. Aktueller Forschungsstand zu Stress und Stressbewältigungsstrategien
2.4.2. Aktueller Forschungsstand zu körperlichen Beschwerden
2.4.3. Aktueller Forschungsstand zur Lebensqualität
3. Fragestellungen und Hypothesen
3.1 Hypothesen zum Faktor Stressvulnerabilität
3.2 Hypothesen zum Faktor Coping
3.3 Hypothese zum Faktor Geschlecht
3.4 Hypothesen zum Faktor Schulform
3.5 Hypothesen zum Faktor Benotung
3.6 Hypothesen zur Regression des Beschwerdedrucks und der Lebensqualität
4. Methoden
4.1. Stichproben
4.2. Untersuchungsdesign
4.3. Untersuchungsablauf
4.4. Demografische und allgemeine Items
4.5. Untersuchungsinstrumente
4.5.1. SSKJ 3-8
4.5.1.1. Stressvulnerabilität
4.5.1.2. Stressbewältigungsstrategien
4.5.1.3. Stresssymptomatik
4.5.2. GBB-KJ
4.5.3. Kid KINDL-R
4.5.4. Weitere Instrumente
4.6. Reliabilitätsanalyse
4.7. Auswertungsverfahren
5. Ergebnisse
5.1. Beschreibung der Gesamtstichproben
5.1.1. Schülerverteilung zwischen den Schulformen
5.1.1.1. Stichprobe 1
5.1.1.2. Stichprobe 2
5.1.2. Schulform und Stressvulnerabilität
5.1.2.1. Stichprobe 1
5.1.2.2. Stichprobe 2
5.1.3. Schulform und Stressbewältigung
5.1.3.1. Stichprobe 1
5.1.3.2. Stichprobe 2
5.1.4. Schulform und Geschlecht
5.1.4.1. Stichprobe 1
5.1.4.2. Stichprobe 2
5.1.5. Schulform und Benotung
5.1.5.1. Stichprobe 1
5.1.5.2. Stichprobe 2
5.1.6. Geschlecht und Stressvulnerabilität
5.1.6.1. Stichprobe 1
5.1.6.2. Stichprobe 2
5.1.7. Geschlecht und Stressbewältigungsstrategien
5.1.7.1. Stichprobe 1
5.1.7.2. Stichprobe 2
5.1.8. Geschlecht und Benotung
5.1.8.1. Stichprobe 1
5.1.8.2. Stichprobe 2
5.2. Prüfung auf Normalverteilung und Varianzhomogenität
5.2.1. Stichprobe 1
5.2.2. Stichprobe 2
5.3. Ergebnisse zum Faktor Stressvulnerabilität
5.3.1. Korrelationen zwischen Stressvulnerabilität und körperlichen Beschwerden
5.3.1.1. Stichprobe 1
5.3.1.2. Stichprobe 2
5.3.2. Korrelationen zwischen Stressvulnerabilität und Lebensqualität
5.3.2.1. Stichprobe 1
5.3.2.2. Stichprobe 2
5.3.3. Unterschiede in der Lebensqualität zwischen Kindern mit hoher vs. niedriger Stressvulnerabilität
5.3.3.1. Stichprobe 1
5.3.3.2. Stichprobe 2
5.4. Ergebnisse zum Faktor Coping
5.4.1. Korrelationen zwischen Stressverarbeitungsstrategien und körperlichen Beschwerden
5.4.1.1. Stichprobe 1
5.4.1.2. Stichprobe 2
5.4.2. Korrelationen zwischen Stressverarbeitungsstrategien und Lebensqualität
5.4.2.1. Stichprobe 1
5.4.2.2. Stichprobe 2
5.5. Ergebnisse zum Faktor Geschlecht
5.5.1. Stichprobe 1
5.5.2. Stichprobe 2
5.6. Ergebnisse zum Faktor Schulform
5.6.1. Unterschiede der körperlichen Beschwerden zwischen den Schulformen
5.6.1.1. Stichprobe 1
5.6.1.2. Stichprobe 2
5.6.2. Unterschiede der Lebensqualität zwischen den Schulformen
5.6.2.1. Stichprobe 1
5.6.2.2. Stichprobe 2
5.7. Ergebnisse zum Faktor Benotung
5.7.1. Korrelationen zwischen Benotung und körperlichen Beschwerden
5.7.1.1. Stichprobe 1
5.7.1.2. Stichprobe 2
5.7.2. Korrelation zwischen Benotung und Lebensqualität
5.7.2.1. Stichprobe 1
5.7.2.2. Stichprobe 2
5.7.3. Mittelwertunterschiede zwischen Kindern mit guten und schlechten Noten
5.7.3.1. Stichprobe 1
5.7.3.2. Stichprobe 2
5.8. Regression auf den Beschwerdedruck
5.8.1. Stichprobe 1
5.8.2. Stichprobe 2
5.9. Regression auf die Lebensqualität
5.9.1. Stichprobe 1
5.9.2. Stichprobe 2
6. Diskussion
6.1. Bewertung des Einflusses der Stressvulnerabilität
6.1.1. Körperliche Beschwerden
6.1.2. Lebensqualität
6.2. Bewertung des Einflusses der Stressbewältigungsstrategien
6.2.1. Körperliche Beschwerden
6.2.2. Lebensqualität
6.3. Bewertung des Geschlechtseinflusses
6.3.1. Körperliche Beschwerden
6.3.2. Lebensqualität
6.4. Bewertung des Einflusses der Schulform
6.4.1. Körperliche Beschwerden
6.4.2. Lebensqualität
6.5. Bewertung des Einflusses der Benotung
6.5.1. Körperliche Beschwerden
6.5.2. Lebensqualität
7. Schlussfolgerund und Ausblick
8. Zusammenfassung
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht basierend auf dem transaktionalen Stressmodell von Lazarus (1966) das Stresserleben und die Bewältigungsstrategien von Kindern im Schulalltag sowie deren Einfluss auf körperliche Beschwerden und die gesundheitsbezogene Lebensqualität.
2.1.1 Notfallreaktion (Cannon)
Walter Bradford Cannon war Physiologe und erforschte Stress auf biologischer Basis. Sein Konzept entsprang zwei verschiedenen Untersuchungsansätzen. Zum einen suchte er nach der biologischen Grundlage von Emotionen (Cannon, 1914a, 1927, 1928, 1929b), zum anderen erforschte er das Konzept des biologischen Gleichgewichts, der so genannten Homöostase (Cannon, 1929a, 1932, 1935).
Der Begriff Homöostase kommt aus dem Griechischen und ist mit „Gleich Stand“ zu übersetzten. Das Homöostaseprinzip umschreibt das Wirken zwischen den beiden Teilen des autonomen Nervensystems – dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Liegt also ein Gleichgewicht zwischen Aktivierungen und Hemmungen des Organismus vor, spricht man von Homöostase.
Das homöostatische System beschrieb Cannon als autonom und bedeutend für die Entlastung des zentralen Nervensystems, welches sonst durch ständige innere regulatorische Maßnahmen überlastet werden würde (Cannon, 1932).
Im Rahmen Cannons Forschungen wurde der Stressbegriff in die physiologische Forschung aufgenommen. Hiernach ist Stress eine unspezifische Reaktion auf äußere und innere Reize (Cannon, 1935). Schon früh erkannte Cannon, dass Stress nicht nur negative Aspekte hat und argumentierte, dass der Sinn der Stressreaktion darin bestehe, Energie zu mobilisieren, um das durch den Stressreiz bedingte Ungleichgewicht zu beseitigen und somit die Homöostase wieder herzustellen (Cannon, 1914b). Für die physiologische unspezifische Reaktion auf verschiedene Reize machte Cannon das sympatho-adrenale System und damit die Ausschüttung der Hormone Adrenalin und Noradrenalin verantwortlich.
Diese bereiten den Organismus auf eine Reaktion z.B. in Folge einer Gefahr vor und regulieren Körperfunktionen wie Herzfrequenz, Atmung und Energiebereitstellung.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Stress bei Kindern ein, hebt die Bedeutung der Untersuchung von Stress im Kindesalter hervor und skizziert den Aufbau der Diplomarbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel bietet einen Überblick über klassische und moderne Stressmodelle, definiert körperliche Beschwerden sowie Lebensqualität und fasst den aktuellen Forschungsstand dazu zusammen.
3. Fragestellungen und Hypothesen: Hier werden die Zielsetzung der Arbeit sowie die daraus abgeleiteten Hypothesen zu Stressvulnerabilität, Coping, Geschlecht, Schulform und Benotung formuliert.
4. Methoden: Dieses Kapitel erläutert das Untersuchungsdesign, die Stichprobenerhebung, die eingesetzten Instrumente (SSKJ 3-8, GBB-KJ, Kid KINDL-R) sowie die statistischen Auswertungsverfahren.
5. Ergebnisse: Der Hauptteil präsentiert detailliert die statistischen Analysen zu den verschiedenen Faktoren, inklusive der Beschreibung der Stichproben, Korrelationen und Regressionsanalysen.
6. Diskussion: Im Diskussionsteil werden die Ergebnisse interpretiert, mit der theoretischen Basis und anderen Studien in Verbindung gebracht sowie methodische Aspekte kritisch hinterfragt.
7. Schlussfolgerung und Ausblick: Dieses abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet daraus Implikationen für die Praxis ab.
8. Zusammenfassung: Eine komprimierte Darstellung der gesamten Studie, ihrer Zielsetzung, des methodischen Vorgehens und der zentralen Befunde.
Stress, Stressvulnerabilität, Stressbewältigung, Coping, körperliche Beschwerden, Lebensqualität, Kinder, Schulalltag, SSKJ 3-8, GBB-KJ, Kid KINDL-R, Geschlechtsunterschiede, Benotung, Schulform, Stressprävention.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Stress, Stressbewältigungsstrategien (Coping) und dem gesundheitlichen Befinden (körperliche Beschwerden und Lebensqualität) bei Kindern im Schulalter.
Die zentralen Themen sind Stressvulnerabilität, verschiedene Coping-Strategien (wie problemorientiertes oder destruktiv-ärgerbezogenes Coping), körperliche Symptome und die gesundheitsbezogene Lebensqualität im Kontext des schulischen Umfelds.
Das Hauptziel ist die Überprüfung des transaktionalen Stressmodells nach Lazarus im Schulalltag bei Kindern und die Analyse, wie sich Stresserleben und der Umgang damit auf Beschwerden und Lebensqualität auswirken.
Die Studie nutzt ein Querschnittdesign mit zwei Messzeitpunkten. Es wurden standardisierte Fragebögen (SSKJ 3-8, GBB-KJ, Kid KINDL-R) eingesetzt und die Daten mittels univariater Varianzanalysen, t-Tests und multipler Regressionsanalysen ausgewertet.
Im Hauptteil (Kapitel 5) werden die Ergebnisse der Datenerhebung dargestellt, darunter Beschreibungen der Stichproben, Analysen zu den verschiedenen Faktoren (Geschlecht, Benotung, Schulform) und deren Korrelationen mit Stresssymptomatik und Lebensqualität.
Die zentralen Begriffe sind Stressvulnerabilität, Coping-Strategien, körperliche Beschwerden, gesundheitsbezogene Lebensqualität und schulische Stressoren.
Ja, die Arbeit weist darauf hin, dass Mädchen teilweise andere Strategien zur Stressbewältigung einsetzen als Jungen. Die Studie untersucht explizit, ob sich diese Unterschiede in körperlichen Beschwerden oder der Lebensqualität manifestieren.
Die Arbeit analysiert, ob schlechtere Noten als Stressor wirken. Die Ergebnisse untersuchen, ob Zusammenhänge zwischen einer niedrigeren Durchschnittsnote und einer höheren Ausprägung körperlicher Beschwerden oder geringerer Lebensqualität bestehen.
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