Diplomarbeit, 2009
84 Seiten
Einführung
1 Spannungsfeld der Ökonomie und Ökologie
1.1 Dimensionen der Kreisläufe
1.2 Ökologisch-ökonomische Knappheit
1.3 Quantifizierung mit dem Environmental-Impact-Index
1.4 Belastung des Klimas und der Umwelt
1.5 Neue Rahmenbedingungen für Unternehmen
2 Problemdimensionen des Unternehmensumfeldes
2.1 Unternehmensbezogene Problemdimensionen
2.2 Ökologische Problemdimension
2.3 Gesellschaftliche Problemdimension
2.4 Wettbewerbsstrategische Problemdimension
3 Das strategische Management
3.1 Strategie und ihre Voraussetzungen
3.1.1 Ökologische Zielsetzung
3.1.2 Konflikte der Zielbeziehung
3.2 Strategieentwicklung
3.2.1 Umweltanalyse
3.2.1.1 Kritik am Five-Forces-Modell
3.2.1.2 Das ORANK-Schema
3.2.2 Unternehmensanalyse
3.2.2.1 Stärken-Schwächen
3.2.2.2 Wertschöpfungskette
4 Strategische Ausrichtung und marktorientiertes Umweltmanagement
4.1 Definition und Anforderungen
4.2 Integriertes Managementsystem
4.3 Ökologische Orientierung der Unternehmensstrategie
4.4 Ökologie als Wettbewerbsfaktor
4.4.1 Ökologieorientierte Differenzierungsstrategie
4.4.2 Ökologieorientierte Kostenführerschaft
4.5 Strategieimplementierung mit der Balanced Scorecard
4.5.1 Perspektiven und Kennzahlen
4.5.2 Ökologieperspektive
4.6 Beispiel Öko-Marketing
5 Tendenzen der Zukunft
5.1 (De-)Globalisierung und Protektionismus
5.2. Chance Umwelttechnik
5.3 Potenzielle Energieträger
6 Resümee
Diese Diplomarbeit untersucht die Herausforderungen an das strategische Management durch ökologische Einflussfaktoren. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Ökologie das Handeln von Unternehmen beeinflusst, und eine Methodik zur Integration von Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie unter Verwendung zeitgemäßer Managementinstrumente zu erarbeiten.
1.1 Dimensionen der Kreisläufe
Kann der Mensch noch umdenken? Diese Frage sollte nicht nur in der Politik, auf Kongressen oder Gipfeln diskutiert werden, sondern vorranging auch in der Teil- und Einzelwirtschaft. Viele Unternehmen werden sich nur langsam bewusst, dass das Gleichgewicht der ökologischen Umwelt unmittelbar mit ihren unternehmerischen Zielen verbunden ist. Unter dem Begriff Ökologie versteht man im Allgemeinen das Zusammenspiel innerhalb der belebten Umwelt. Menschen, Tiere, Pflanzen und deren direkte Wechselwirkung mit der unbelebten Welt, wie Mineralien, Luft, Wasser usw. Nur diese stark verschachtelten, dynamischen Kreisläufe und Fließgleichgewichte ermöglichen erst das Leben auf der Erde. Aufgrund der hohen Empfindlichkeit dieser ökologischen Systeme ist ein Umdenken der momentanen wirtschaftlichen "Ausbeutung" und der betriebswirtschaftlichen Verschmutzung der Umwelt unumgänglich. Sie kann nur limitiert Belastungen standhalten und kippt schnell. Sollte ein solcher Tipping-Point eines ökologischen Kreislaufes eintreten, sind unzählbare Faktoren, wie in einer Kettenreaktion, davon betroffen. Wird z. B. ein Wald total gerodet, verliert eine Vielzahl von Lebewesen ihren Lebensraum und Nahrungsquelle, was in der Wirtschaft mit mehreren Zulieferbetrieben zu vergleichen ist, deren Hauptabnehmer wegfällt.
Die nicht mehr zu leugnende Klimaveränderung in den letzten Jahrzehnten ist eine direkte Folge des sorglosen Umgangs mit unserer Umwelt. „Das wirtschaftliche System ist vom ökologischen System abhängig.“ Dies ist in einer grafischen Veranschaulichung in Abbildung 1 zu sehen. Die Wirtschaft nutzt die Versorgungsfunktion der Umwelt als Inputfaktor. Wiederum gibt sie unerwünscht anfallende Kondukte an die Umwelt zurück. Die Folgen sind unschwer absehbar und liegen auf der Hand: Zuneigegehen der fossilen Rohstoffe, die Erneuerungskraft und der Abbau von Schadstoffen wird überfordert, Destabilisierung der natürlichen Mechanismen, Überlastung des Lebensraumes.
Einführung: Der Autor führt in die ökologischen Herausforderungen für das strategische Management ein und skizziert die Zielsetzung der Arbeit.
1 Spannungsfeld der Ökonomie und Ökologie: Dieses Kapitel erläutert die ökologischen Kreisläufe, das Problem der Ressourcenknappheit und die klimatischen Auswirkungen wirtschaftlicher Tätigkeit.
2 Problemdimensionen des Unternehmensumfeldes: Es werden die ökologischen, gesellschaftlichen und wettbewerbsstrategischen Herausforderungen analysiert, die auf Unternehmen wirken.
3 Das strategische Management: Hier werden strategische Instrumente wie die Umweltanalyse und Unternehmensanalyse erläutert und kritisch hinterfragt.
4 Strategische Ausrichtung und marktorientiertes Umweltmanagement: Das Kapitel behandelt die praktische Umsetzung von Umweltstrategien, den Einsatz der Balanced Scorecard und das Öko-Marketing.
5 Tendenzen der Zukunft: Der Autor diskutiert zukünftige Entwicklungen wie De-Globalisierung, Potenziale der Umwelttechnik und Energieträger.
6 Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und der Notwendigkeit einer flexiblen, umweltorientierten Unternehmensstrategie.
Strategisches Management, Ökologie, Umweltmanagement, Unternehmensumfeld, Nachhaltigkeit, Balanced Scorecard, Ressourcenknappheit, Wettbewerbsfaktor, Öko-Marketing, Klimawandel, Kreislaufwirtschaft, Umwelttechnik, Strategieentwicklung, Differenzierungsstrategie, Kostenführerschaft.
Die Arbeit analysiert, wie ökologische Herausforderungen das strategische Management moderner Unternehmen verändern und wie Unternehmen darauf mit innovativen Strategien reagieren können.
Die zentralen Themen sind das Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und Natur, die Analyse des Unternehmensumfeldes, Strategieentwicklung sowie die Implementierung ökologischer Ziele durch Instrumente wie die Balanced Scorecard.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Ökologie das Unternehmen beeinflusst, und aufzuzeigen, wie nachhaltiges Management als Wettbewerbsvorteil genutzt werden kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Managementmodelle (wie Porters Five-Forces) und verknüpft diese mit einer Untersuchung ökologischer Zusammenhänge, ergänzt durch das ORANK-Schema.
Der Hauptteil behandelt die strategische Einordnung des Umweltschutzes, die Kritik an klassischen Analysetools, die Einführung der Balanced Scorecard sowie konkrete Beispiele aus dem Öko-Marketing.
Strategisches Management, Ökologie, Balanced Scorecard, Umweltmanagement, Ressourcenknappheit und Wettbewerbsvorteil.
Im Gegensatz zu Modellen wie Porters Five-Forces bezieht das ORANK-Schema externe Rahmenbedingungen und die spezifische Situation des Unternehmens ganzheitlich in die Analyse ein.
Sie ermöglicht es, ökologische Unternehmensziele direkt in das strategische Kennzahlensystem zu integrieren und messbar zu machen, statt sie nur als Randnotiz zu behandeln.
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