Bachelorarbeit, 2011
43 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Definitionen wichtiger Begriffe
2.1 Begriff Ältere
2.2 Begriff höhere Qualifikation
2.2.1 Der Zusammenhang von Qualifikation und beruflicher Stellung
2.2.2 Teilnahme an Weiterbildung
2.3 Begriffe Erwerbsaustritt und Pensionseintritt
3 Zahlen, Daten und Fakten zur Erwerbstätigkeit Älterer in Österreich
3.1 Bevölkerungsstruktur
3.2 Erwerbsbeteiligung Älterer
3.2.1 Erwerbsbeteiligung Älterer im internationalen Vergleich
3.2.2 Wandel in Demographie, Wirtschaft und Bildung
3.2.3 Erwerbsbeteiligung von Frauen
3.2.4 Besondere Merkmale der Erwerbstätigkeit von Frauen
3.2.5 Erwerbsbeteiligung Älterer mit hoher Qualifikation
3.3 Zeitpunkt des Pensionsantritts nach Qualifikation und Geschlecht
4 Einflussfaktoren auf Erwerbsaustritt und Pensionseintritt
4.1 Komplexität der Entscheidung
4.2 Theorien und Modelle zu Erwerbsaustritt und Pensionseintritt
4.3 Ausprägung und Relevanz bestimmter Einflussfaktoren
4.3.1 Kontext des Haushalts und des Individuums
4.3.2 Kontext der Arbeit und des Betriebs
4.3.3 Einfluss von Altersstereotypen
5 Conclusio
Das Ziel der Arbeit ist es, die individuellen Entscheidungsabsichten höher qualifizierter älterer Frauen und Männer hinsichtlich des Übergangs in den Ruhestand zu verstehen, um Strategien für einen längeren Verbleib im Erwerbsleben abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei die Faktoren, die diese Entscheidung beeinflussen.
4.1 Komplexität der Entscheidung
Wang & Shultz (2010) weisen auf unterschiedliche Betrachtungsweisen des Übergangs zum Ruhestand hin. Forschungszweige widmen sich dem Ruhestand als Prozess der Anpassung, als Karrierestufe, als Teil eines Human Resources Managements, oder als Entscheidungsprozess von Individuen.
Die individuelle Entscheidung, im Erwerbsleben zu verweilen oder in den Ruhestand einzutreten ist von einer hohen Komplexität gekennzeichnet. Nicht nur, dass verschiedene Optionen zu Wahl stehen, wie in Kapitel 2.3 diskutiert, sondern die Vielzahl an Faktoren die auf die Erwerbstätigkeit im Alter wirken, und deren unterschiedliche Ausprägung, müssen bei einer Entscheidung berücksichtigt werden.
Nach der Entscheidungstheorie (Brocke & Holling, 2007) strebt eine Person, die eine Entscheidung zu treffen hat, danach, einen Nutzen aus der gewählten Option zu ziehen. Der Nutzen ist ein subjektiver Wert, den diese Option oder dieses Merkmal für den/die EntscheiderIn hat. Sämtliche Einflussfaktoren auf die Entscheidung zur Erwerbstätigkeit im Alter werden von den Erwerbstätigen subjektiv bewertet.
Wie Robertson (2000) postuliert, lassen sich Entscheidungen zur Erwerbstätigkeit im späteren Erwerbsalter nicht klar abgegrenzten Kategorien von Einflussfaktoren zuteilen. Entscheidungen sind vielmehr gekennzeichnet von Ambiguität und erfordern die Abwägung persönlicher, unternehmensbezogener und arbeitsmarktbezogener Umstände. Die Lage dieser Umstände wirkt sich darauf aus, ob Personen diese Entscheidung als in ihrer persönlichen Macht liegend empfinden. Entscheidungen bewegen sich in dem Raum zwischen den beiden Extremen „freie Wahl“ und „keine Wahl“.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des demografischen Wandels und die Relevanz der Erwerbstätigkeit Älterer ein, wobei die Forschungsfrage nach den Einflussfaktoren auf individuelle Pensionsentscheidungen gestellt wird.
2 Definitionen wichtiger Begriffe: Dieses Kapitel klärt zentrale Begriffe wie "Ältere", "höhere Qualifikation" und die verschiedenen Formen des Erwerbsaustritts bzw. Pensionseintritts.
3 Zahlen, Daten und Fakten zur Erwerbstätigkeit Älterer in Österreich: Das Kapitel bietet eine statistische Übersicht zur Bevölkerungsstruktur und Erwerbsbeteiligung in Österreich, differenziert nach Alter, Geschlecht und Qualifikationsniveau.
4 Einflussfaktoren auf Erwerbsaustritt und Pensionseintritt: Im Hauptteil werden die theoretischen Modelle sowie spezifische Einflussfaktoren wie Haushaltskontext, Arbeitsbedingungen und Altersbilder diskutiert, die auf die Ruhestandsentscheidung wirken.
5 Conclusio: Die Conclusio fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass Gesundheit, Arbeitsbiografie und persönliche Identifikation mit der Arbeit maßgebliche Faktoren für den Pensionsentscheidungsprozess darstellen.
Erwerbsbeteiligung, Ältere Arbeitnehmer, Pensionseintritt, Höhere Qualifikation, Arbeitsmarkt, Demografischer Wandel, Erwerbsbiografie, Pensionsentscheidung, Geschlechterunterschiede, Altersstereotype, Arbeitsbedingungen, Humankapitaleffekt, Lebenslauftheorie, Ruhestand, Erwerbsaustritt.
Die Arbeit analysiert, welche Faktoren die individuelle Entscheidung von höher qualifizierten älteren Frauen und Männern beeinflussen, ihre Erwerbstätigkeit zu beenden oder in den Ruhestand einzutreten.
Zentrale Themen sind der demografische Wandel, die Erwerbsbeteiligung Älterer in Österreich, der Einfluss von Bildung und Qualifikation sowie die verschiedenen Triebkräfte (Push- und Pull-Faktoren) bei der Pensionsentscheidung.
Das Ziel ist es, die Beweggründe für den Pensionsantritt besser zu verstehen, um daraus Ansätze zu entwickeln, wie ein längerer Verbleib dieser hochqualifizierten Zielgruppe im Erwerbsleben gefördert werden kann.
Die Beantwortung der Forschungsfrage erfolgt durch eine tiefgehende Auswertung einschlägiger wissenschaftlicher Literatur sowie die Analyse quantitativer Daten und Studien zu den genannten Themenbereichen.
Der Hauptteil widmet sich der Komplexität von Pensionsentscheidungen, diskutiert theoretische Modelle wie den Lebenslauftheoretischen Ansatz und analysiert spezifische Einflussfaktoren, unterteilt in Haushaltskontext, Arbeitsplatzkontext und gesellschaftliche Altersbilder.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Erwerbsbeteiligung, Pensionseintritt, höhere Qualifikation, demografischer Wandel und Erwerbsbiografie charakterisieren.
Die Arbeit zeigt, dass eine höhere Qualifikation meist mit einem späteren Pensionsantritt korreliert, da diese Personen oft ein höheres Einkommen erzielen, sich stärker mit ihrer Arbeit identifizieren und einen erworbenen sozialen Status erhalten möchten.
Frauen orientieren sich bei der Entscheidung zum Pensionsantritt häufiger an ihren Ehemännern, während bei Männern öfter gesundheitliche Aspekte oder finanzielle Anreize für eine frühere Beendigung der Erwerbstätigkeit ausschlaggebend sind.
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