Bachelorarbeit, 2011
53 Seiten, Note: 1,0
1. Die Einleitung
2. Die Begriffsbestimmungen
2.1 Der Begriff der »Regel«
2.2 Der Begriff der »Norm«
2.3 Der Begriff des »Bruchs« im Vergleich zur »Zäsur«
2.4 Der Begriff des »Erfolgs«
3. Eine Auswahl bifurkatorischer Signale
3.1 Das konkurrenzorientierte Signal
3.2 Das informationsorientierte Signal
3.3 Das humanorientierte Signal
4. Die selektierten Beispiele für Zäsuren und einen Bruch
4.1 Die adaptive Zäsur – am Beispiel der easyApotheke
4.2 Die alternierende Zäsur – am Beispiel von Wunderloop
4.3 Die addierende Zäsur – am Beispiel von Carglass
5. Die Konklusion und die Indikatoren
5.1 Die exploitierten Erfolgsdeterminanten
5.2 Die inapparenten Indikatoren zur erfolgreichen Regelzäsur
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, Sachverhalte zu identifizieren, die zur Existenz einer Regelzäsur beitragen, um Unternehmen in die Lage zu versetzen, verkannte Zäsuren von echten Regelbrüchen zu unterscheiden und daraus unternehmerischen Erfolg zu generieren.
Die adaptive Zäsur – am Beispiel der easyApotheke
Die adaptive Zäsur soll anhand des Konzeptes der easyApotheke erörtert und näher ausgeführt werden. Doch zuvörderst ist es von Nöten ein gewisses Hintergrundswissen darzulegen, damit deduktive Schlüsse gezogen werden können.
Als Spiritus Rector fungierte Oliver Blume, der im Jahr 2006 – nach einem vorherigen erfolglosen Etablierungsversuch einer Versandapotheke via eBay – die erste Discountapotheke eröffnete sowie die easyApotheke Kooperationsgesellschaft mbH gründete. Nachdem zwei Jahre später ca. 30 Apotheken das immergleiche Konzept übernommen hatten, wurde die GmbH in eine (Holding) AG transformiert, welche die grundlegende und drei Tochtergesellschaften implizierte:
• die easyApotheke Kooperationsgesellschaft mbH,
• die easyApotheke Versandhandel GmbH,
• die easyApotheke Immobilienentwicklung und Verwaltung GmbH,
• die easyApotheke Trade Marketing GmbH.
1. Die Einleitung: Diese Einleitung führt in die wissenschaftliche Fragestellung ein, inwieweit die regelbezogene Zäsur als Konstante für einen erfolgreichen Regelbruch kultiviert werden kann.
2. Die Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert und differenziert die zentralen Begriffe Regel, Norm, Bruch, Zäsur und Erfolg, um eine theoretische Grundlage für die weiteren Analysen zu schaffen.
3. Eine Auswahl bifurkatorischer Signale: Hier werden Signale aus dem Unternehmensumfeld – konkurrenz-, informations- und humanorientiert – untersucht, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg von Prozessen haben.
4. Die selektierten Beispiele für Zäsuren und einen Bruch: In diesem Kapitel werden die theoretischen Ansätze anhand der Fallbeispiele easyApotheke, Wunderloop und Carglass in der Unternehmenspraxis validiert.
5. Die Konklusion und die Indikatoren: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und leitet allgemeingültige Indikatoren für eine erfolgreiche Regelzäsur ab, die über den Einzelfall hinausgehen.
Regelzäsur, Regelbruch, Unternehmensführung, Zäsur, Lean-Management, Erfolgsdeterminanten, Bifurkation, Franchise, Corporate Communication, Unternehmensstrategie, Innovationsmanagement, Norm, Marktentwicklung, Prozessoptimierung, Unternehmensentwicklung.
Die Arbeit untersucht das Konzept der "Regelzäsur" als Alternative zum klassischen Regelbruch und analysiert, wie Unternehmen diese zur erfolgreichen Differenzierung und Effizienzsteigerung einsetzen können.
Die zentralen Themen umfassen die begriffliche Abgrenzung von Regeln und Normen, die Analyse bifurkatorischer Signale sowie die Fallstudien zur Anwendung dieser Konzepte bei easyApotheke, Wunderloop und Carglass.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwieweit die regelbezogene Zäsur als prädeterminierende Konstante kultiviert werden kann, um einen erfolgreichen Zugang zum Regelbruch zu ermöglichen, ohne destruktiven Einfluss auf das Unternehmen auszuüben.
Die Arbeit basiert auf einer genealogischen Analyse und begrifflichen Bestimmungen, die anschließend durch Fallbeispiele und eine Indikatorenanalyse validiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Begriffe, die Untersuchung von Marktsignalen und die praktische Anwendung anhand der selektierten Unternehmen (easyApotheke, Wunderloop, Carglass).
Die wichtigsten Schlagworte sind Regelzäsur, Regelbruch, Lean-Management, Erfolgsdeterminanten, Bifurkation und Franchise-Systeme.
Der Autor argumentiert, dass ein Bruch eine irreversible Trennung und oft negative Konsequenzen (Strafe) impliziert, während eine Zäsur ein kontrollierter Einschnitt in einem bestehenden System ist, der den Systemcharakter wahrt und Synergien ermöglicht.
Das Franchise-Modell dient als Instrument zur schnellen Verbreitung von Konzepten, zur Reduzierung pekuniärer Blockaden und zur Standardisierung, was bei easyApotheke und Carglass maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat.
Wunderloop wird als Beispiel für einen klassischen Bruch innerhalb der Werbebranche identifiziert, der letztlich in der Insolvenz endete, nachdem versucht wurde, durch eine aggressive Profilierung von Internetnutzern neue Marktanteile zu gewinnen.
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