Diplomarbeit, 2012
146 Seiten, Note: 1
Einleitung
1. Schönheitsideale
1.1 Erklärungsansätze für Schönheit
1.1.1 Der philosophische Bezugspunkt
1.1.2 Ist Schönheit messbar?
1.1.3 Welchen Sinn hat Schönheit?
1.2 Schönheitsideale des Körpers im Wandel der Zeit
1.3 Resümee
2. Körperkult und Schönheitswahn
2.1 Körpermanipulationen und Körpermodifikationen
2.2 Körpermanipulation und -modifikation am Beispiel der kosmetischen Chirurgie
2.3 Der Körper als Ware
2.4 Körperkult und Schönheitswahn als Ablehnung der Natur
2.5 Körperideal und Medienideal
3. Essstörungen: Symptomatik, Epidemiologie und Diagnostik
3.1 Anorexia nervosa
3.2 Bulimia nervosa
3.3 Adipositas
3.4 Binge-Eating-Störung
3.5 Körperschemastörung
4. Erklärungsansätze für Essstörungen
4.1 Biologisch-genetische Ansätze
4.2 Psychoanalytisch-objektbeziehungspsychologische und sozialpsychologische Ansätze
4.3 Psychoanalytisch-triebtheoretische Ansätze
4.4 Familiendynamische Ansätze
4.5 Neo-behavioristische Ansätze
4.6 Soziokulturelle Ansätze
4.6.1 Feministische Ansätze
4.6.2 Kulturtheoretische Ansätze
4.6.3 Medien und Essstörungen
4.7 Identitätstheoretische Ansätze
4.8 Resilienz und protektive Faktoren
5. Essstörungen behandeln
5.1 Stand der Therapieforschung
5.2 Verhaltenstherapien
5.3 Gesprächspsychotherapien und Psychoanalyse
5.4 Familientherapien
5.5 Gestalt- und Körperpsychotherapien
5.6 Feministische Therapie
5.7 Beratung und Selbsthilfe
5.8 Inhalt und Ziele der interdisziplinären Essstörungstherapie
5.8.1 Motivationsarbeit
5.8.2 Anamnese
5.8.3 ANAD – Intensivtherapeutische Wohngruppen
5.9 Sozialpädagogische Begleitung und Unterstützung bei Essstörungen
5.10 Beispiel für ein sozialpädagogisches Behandlungsmodell
5.11 Prävention von Essstörungen
5.11.1 PriMA – Primärprävention Magersucht bei Mädchen ab der 6. Klasse
5.11.2 TOPP – Teenager ohne pfundige Probleme
5.11.3 Torera – Gemeinsam gegen den Stier
5.11.4 Evaluation von PriMa
Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Essstörungen und soziokulturellen sowie individuellen Faktoren. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Schönheitsideale, Medienbilder und familiäre Dynamiken zur Entwicklung von Essstörungen beitragen, und evidenzbasierte Ansätze zur Prävention und Therapie, insbesondere unter sozialpädagogischen Gesichtspunkten, darzustellen.
1.1.1 Der philosophische Bezugspunkt
Ein unbekannter Sophist schreibt: „Ich glaube, wenn jemand allen Menschen beföhle, alles Hässliche, was jeder dafür hält, auf einen Haufen zusammenzutragen, und wenn sie dann aufgefordert würden, von diese Haufen das Schöne zu nehmen, was jedem gefalle – ich glaube, dass kein Stück zurückbliebe, sondern dass alles wieder einen Besitzer bekäme. Denn nicht alle meinen über alles dasselbe.“ Die Sophisten bestritten die objektive Geltung der Schönheit. Allein die subjektive Wahrnehmung, der persönliche Geschmack des einzelnen, entscheide darüber, was jemand schön nenne. Schön sei schlicht das, was für Auge und Ohr angenehm sei. Platon hingegen konnte dem nicht zustimmen. Für ihn geht es um das Gemeinsame der schönen Dinge. Dieses Gemeinsame zu finden, ist bis heute das Hauptproblem in der Schönheitsdiskussion geblieben.
„Die Schönheit der sinnlichen Erscheinung sei nur ein Abglanz jener wahren und einzigen Schönheit, die der Mensch einmal als körperlose Seele geschaut habe, bevor ihn seine Schwäche auf die Erde und in die Leiblichkeit hinein habe fallen lassen. Durch die Schau schöner Dinge werde der Mensch an die Schau jener Schönheit erinnert, so dass er sie aufs Neue ersehne und sich bemühe, von der sinnlichen Schönheit stufenweise hinaufzusteigen über die Schönheit der Seelen, die Schönheit eines aufrechten Lebenswandels, die Schönheit des Wissens, bis zu jener unwandelbaren und einen Erkenntnis, der Schau der höchsten Schönheit, die zugleich die höchste Wahrheit und die Idee des Guten sei“.
1. Schönheitsideale: Erläutert philosophische Erklärungsansätze für Schönheit, untersucht deren Messbarkeit und skizziert den Wandel von Körperidealen von der Steinzeit bis heute.
2. Körperkult und Schönheitswahn: Analysiert aktuelle Körpermodifikationen, insbesondere die kosmetische Chirurgie, und beleuchtet die Rolle des Körpers als Ware sowie die Ablehnung der Natur im modernen Schönheitsideal.
3. Essstörungen: Symptomatik, Epidemiologie und Diagnostik: Liefert eine detaillierte Übersicht klinischer Essstörungen wie Magersucht, Bulimie, Adipositas, Binge-Eating-Störung und Körperschemastörung samt deren diagnostischer Kriterien.
4. Erklärungsansätze für Essstörungen: Untersucht verschiedene Perspektiven auf die Entstehung von Essstörungen, darunter biologische, psychoanalytische, familiendynamische und soziokulturelle Ansätze.
5. Essstörungen behandeln: Diskutiert therapeutische Ansätze, interdisziplinäre Versorgungsmodelle wie die ANAD-Wohngruppen und konkrete Primärpräventionsprojekte für Schulen.
Essstörungen, Schönheitsideale, Körperkult, Magersucht, Bulimie, Adipositas, Körperbild, Körperschemastörung, Prävention, Medienhandeln, Interdisziplinäre Therapie, Soziokulturelle Faktoren, Identitätsbildung, Psychosoziale Beratung, Körpermodifikation.
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Essstörungen unter dem Einfluss soziokultureller Faktoren sowie mit Ansätzen zu deren Prävention und Behandlung.
Zu den zentralen Themen gehören die philosophische und kulturelle Betrachtung von Schönheit, die Rolle der Medien bei der Körperbildformung, die Symptomatik verschiedener Essstörungen sowie pädagogische Interventionsstrategien.
Ziel ist es, das komplexe Zusammenspiel von gesellschaftlichen Normen, individueller Psychologie und familiärer Dynamik bei der Entwicklung von Essstörungen aufzuzeigen und dabei die Bedeutung interdisziplinärer Unterstützung hervorzuheben.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse psychologischer, soziologischer und medizinischer Fachquellen sowie auf die Evaluation bestehender Präventionsmodelle an Schulen.
Der Hauptteil behandelt die klinische Symptomatik von Essstörungen, verschiedene theoretische Erklärungsmodelle zur Entstehung der Erkrankungen sowie die praktische Behandlung und Prävention, insbesondere durch schulische Projekte wie „PriMa“.
Wichtige Begriffe sind Essstörungen, Schönheitsideale, Körperbild, interdisziplinäre Therapie, Prävention und soziokulturelle Faktoren.
Die „Barbie-Matrix“ ist ein Instrument der Primärprävention, das Schülern helfen soll, den Übergang von einem „normalen“ Verhalten zu einer klinischen Symptomatik anhand konkreter Szenarien visuell und psychologisch nachzuvollziehen.
Da Essstörungen oft mit einem sozialen Rückzug und Problemen in der Lebensführung einhergehen, ist die sozialpädagogische Unterstützung essenziell, um die berufliche Integration und die Bewältigung des Alltags außerhalb einer Klinik sicherzustellen.
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