Diplomarbeit, 2011
89 Seiten, Note: 2.0
0. Einleitung
1. Definition von Begriffen
1.1. Die Kultur und die Leitkultur
1.2. Die Integration
1.3. Der Islam und der Moslem
1.4. Die Scharia
2. Kulturtheorien
2.1. Die Multikulturalität
2.2. Die Interkulturalität
2.3. Die Transkulturalität
3. Die Kopftuchdebatte
3.1. Die religiöse und außerreligiöse Bedeutung der Kopfbedeckung
3.2. Das Kopftuch als politisches Symbol
3.3. Die Rolle des muslimischen Mannes in der Kopftuchdebatte
3.4. Die Situation der muslimischen Frau mit Kopftuch in Deutschland
3.5. Kurzinterviews zur Kopftuchfrage und eigene Stellungnahme
4. Das Leben der Muslime in Deutschland
4.1. Die Gastarbeiter
4.2. Der Kulturunterschied
4.3. Innerfamiliäre Konflikte
4.3.1. Die Eheschließung
4.3.2. Die Sexualität
4.4. Außerfamiliäre Konflikte
4.5. Religion als Zuflucht
5. Der Einfluss der Medien auf die Gesellschaft
5.1. Die Darstellung von Muslimen in deutschen Medien
5.2. Der Medienkonsum von Türken in Deutschland
6. Islam und der Islamismus
6.1. Islamisten in Deutschland und deren Werdegang
6.2. Der Islam aus Sicht der Islamisten
6.3. Der Islam aus Sicht der traditionellen Muslime
6.4. Islamismus und das Thema Integration
7. Integration in Zahlen
8. Schussfolgerung
Diese Diplomarbeit untersucht die zentralen religiösen und kulturellen Konflikte, mit denen Muslime in Deutschland konfrontiert sind, und hinterfragt kritisch, inwiefern eine vollständige Integration möglich ist, ohne die eigene religiöse Identität und Kultur aufgeben zu müssen.
3.1. Die religiöse und außerreligiöse Bedeutung der Kopfbedeckung
Viele Frauen tragen das Kopftuch aus religiösen Gründen. Für sie steht es außer Frage sich von ihrer Kopfbedeckung zu trennen. Die Begründung dieser Frauen ist simpel: „Mein Glauben schreibt mir das Tragen einer Bedeckung des Hauptes vor, also halte ich mich daran.“ Dies dürfte wohl die gängigste Begründung sein. Doch woher genau kommen diese Vorschriften und was verbirgt sich hinter den Aufrufen im Koran?
Im Koran gibt es genau 5 Verse, die das Tragen einer Kopfbedeckung erwähnen. Der jeweilige Appell ist immer in einem bestimmten Kontext zu lesen. In Sure 33, Vers 59 werden die Frauen dazu aufgerufen, ihren Kopf zu bedecken, sobald sie das Haus verlassen. Hintergrund ist, dass man sie besser und einfacher als ehrbare Frauen erkennen kann.
Prophet! Sag deinen Gattinnen und Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen (wenn sie austreten), sich etwas von ihrem Gewand (über den Kopf) herunterziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, daß [sic!] sie (als ehrbare Frauen) erkannt und daraufhin nicht belästigt werden.[…]
Hintergrund dieser Sure ist, dass es den Männern um Mohammed herum schwer viel, dessen Frauen von Sklavinnen zu unterscheiden. Letztere galten zu dieser Zeit als „Freiwild“. Mit dem Schleier wollten sie nun erreichen, dass man die Frauen Mohammeds besser und einfacher als ehrbare Frauen erkennen konnte, um sie vor männlichen Übergriffen zu schützen. Hinter diesem Vers verbirgt sich somit einerseits der Schutz vor dem männlichen Geschlecht, als auch die Unterscheidung von Gläubigen und Nichtgläubigen.
0. Einleitung: Definiert die Forschungsfrage nach der Integrationsmöglichkeit von Muslimen unter Beibehaltung ihres Glaubens und ihrer Kultur.
1. Definition von Begriffen: Klärung zentraler Konzepte wie Kultur, Leitkultur, Integration, Islam und Scharia als theoretisches Fundament.
2. Kulturtheorien: Untersuchung von Multikulturalität, Interkulturalität und Transkulturalität als Basis für die Integrationsdebatte.
3. Die Kopftuchdebatte: Analyse der symbolischen Bedeutung, der religiösen sowie politischen Hintergründe des Kopftuchs und dessen Auswirkung auf das Leben muslimischer Frauen.
4. Das Leben der Muslime in Deutschland: Beleuchtung der historischen Anfänge der Arbeitsmigration sowie der daraus resultierenden innerfamiliären und gesellschaftlichen Herausforderungen.
5. Der Einfluss der Medien auf die Gesellschaft: Erörterung der medialen Darstellung von Muslimen und des Medienkonsums türkischstämmiger Bewohner in Deutschland.
6. Islam und der Islamismus: Differenzierung zwischen dem Islamismus als extremer Integrationsverweigerung und dem traditionellen Islam sowie der Interpretation religiöser Texte.
7. Integration in Zahlen: Statistische Analyse des Integrationserfolgs und der Einstellung zur deutschen Gesellschaft anhand aktueller Daten.
8. Schussfolgerung: Fazit zur Vereinbarkeit des muslimischen Glaubens mit dem deutschen Gesellschaftssystem und Beantwortung der zentralen Forschungsfrage.
Integration, Islam, Deutschland, Kopftuchdebatte, Kulturtheorien, Scharia, Islamismus, Muslime, türkische Migranten, Identität, Medien, Religion, Transkulturalität, Multikulturalität, Interkulturalität.
Die Arbeit befasst sich mit den religiösen und kulturellen Konflikten, denen Muslime in Deutschland gegenüberstehen, und untersucht deren Möglichkeiten der Integration in die hiesige Gesellschaft.
Die zentralen Schwerpunkte bilden die Definition grundlegender Begriffe, die Auseinandersetzung mit Kulturtheorien, die Kopftuchdebatte, der Einfluss von Medien auf das Islambild sowie die Abgrenzung des Islams vom Islamismus.
Die zentrale Frage lautet, ob sich ein Moslem vollständig in die deutsche Mehrheitsgesellschaft integrieren kann, ohne seinen religiösen Glauben und seine kulturelle Identität aufgeben zu müssen.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur zur Integration und zum Islam mit einer empirischen Datenanalyse (statistische Auswertungen) sowie eigenen Kurzinterviews zur Illustration der verschiedenen Einstellungen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, kulturtheoretische Analysen, die Untersuchung der Situation muslimischer Frauen (Kopftuch), Probleme des Lebens in Deutschland (Gastarbeit, Identität), Medienwirkung und die kritische Auseinandersetzung mit dem Islamismus.
Integration, Islam, Deutschland, Kopftuchdebatte, Identität, Islamismus und Kulturtheorien sind die prägenden Begriffe dieser Untersuchung.
Sie dient als exemplarisches Beispiel, um die Spannungsfelder zwischen individueller religiöser Pflicht, gesellschaftlicher Wahrnehmung, politischer Instrumentalisierung und dem Bedürfnis nach Identität zu veranschaulichen.
Die Autorin betont die Notwendigkeit einer klaren Trennung: Während die Mehrheit der Muslime gegen Terrorismus und Gewalt eingestellt ist, missbrauchen Islamisten religiöse Texte für fanatische und politische Zwecke, was nicht repräsentativ für den Islam ist.
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