Examensarbeit, 2011
70 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einführung
2. Medienkompetenz
3. Kinder und Jugendliche in der medialen Welt
3.1 Begriffsbestimmung »Neue Medien«
3.2 Mediensozialisation
3.3 Funktionsvielfalt der »Neuen Medien«
3.4 Ergebnisse der KIM-Studie 2010
3.5 Ergebnisse der JIM-Studie 2010
4. Gefahren für Kinder und Jugendliche
4.1. Computer und Internet
4.1.1 Chat und Instant Messenger
4.1.2 Pornographische Inhalte / Cyber Grooming
4.1.3 Cyber-Mobbing
4.1.4 Gewaltdarstellungen im Internet
4.1.5 Internetsucht
4.2 Handy
4.2.1 Content
4.2.1.1 Cyberbullying
4.2.1.2 Happy Slapping
4.2.2 Contact
4.2.3 Commerce
4.3 Computer-, Konsolen- und Videospiele
4.3.1 Gewaltspiele
4.3.1.1 Gewalt und Medienwirkungstheorien
4.3.2 Spielsucht
4.3.3 Alterskennzeichnung
4.4 Rechtliche Folgen
4.5 Schlechte Schulleistungen
4.6 Jugendmedienschutz-Staatsvertrag – JMStV
5. Chancen für Kinder und Jugendliche
5.1 »Neue Medien« als Ressourcen für Heranwachsende
5.2 Computerspiele
5.3 Computereinsatz im Unterricht
6. Präventionskonzepte / Medienpädagogik
6.1 „Klicksafe“
6.2 „WebRespekt“ Kölner Aktion gegen Cyber-Mobbing
7. Fazit
Diese Arbeit untersucht die ambivalente Rolle der „Neuen Medien“ – insbesondere Computer, Internet und Mobiltelefon – im Leben von Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, sowohl die spezifischen Gefahren und Risiken zu identifizieren, die mit der digitalen Medienwelt einhergehen, als auch die pädagogischen Chancen und Möglichkeiten aufzuzeigen, um Kindern und Jugendlichen einen sicheren und kompetenten Umgang mit diesen Technologien zu ermöglichen.
4.1.3 Cyber-Mobbing
Besonders das Cyber-Mobbing ist zu einem häufig diskutierten Thema in der Öffentlichkeit und in den Medien geworden. Vorab ist festzuhalten, dass es eine vom Gesetz festgelegte und verbindliche Definition für den Begriff Cyber-Mobbing noch nicht gibt. Ein Großteil der Autoren integriert die Kommunikationsform der »Neuen Medien« wie Handy und Internet in die allgemeine Definition des Mobbings mit ein. In der JIM-Studie 2010 versteht man unter Cyber-Mobbing „das Beleidigen, Bedrohen oder Verunglimpfen Anderer mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel“. Eine andere Bezeichnung lautet:
„Bei Cyber-Mobbing geht es darum, dass neue Techniken, wie z. B. E-Mail, Chats, Instant Messaging Systeme (wie z. B. ICQ oder MSN) oder auch Handys genutzt werden, um immer wieder und mit voller Absicht andere zu verletzen, sie zu bedrohen, sie zu beleidigen, Gerüchte über sie zu verbreiten oder ihnen Angst zu machen.“
Wie der Name Cyber-Mobbing schon aussagt, finden diese Beleidigungen oder Bedrohungen nicht face-to-face, also im direkten Kontakt statt, sondern im virtuellen Raum. Die Täter können sich innerhalb dieser virtuellen Welt hinter Pseudonymen oder Nicknames verstecken und sind für die Opfer grundsätzlich nicht erkennbar. Innerhalb des Cyber-Mobbings kann man zwischen dem direkten und dem indirekten Cyber-Mobbing unterscheiden. Zu dem direkten Cyber-Mobbing gehören Flaming, Schikanierungen, und Cyber-Stalking. Das indirekte Cyber-Mobbing umfasst Verleumdungen, Outing und Betrug sowie das Annehmen einer falschen Identität und die Ausgrenzung.
1. Einführung: Die Arbeit stellt die Fragestellung vor, wie Kinder und Jugendliche in der heutigen Mediengesellschaft unversehrt aufwachsen können und definiert den Fokus auf Computer, Internet und Mobiltelefone.
2. Medienkompetenz: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung der Medienkompetenz als lebenslangen Prozess und als erzieherische Aufgabe von Eltern und Lehrern.
3. Kinder und Jugendliche in der medialen Welt: Hier werden Begrifflichkeiten geklärt und durch die Ergebnisse der KIM- und JIM-Studien 2010 das aktuelle Mediennutzungsverhalten der 6- bis 19-Jährigen analysiert.
4. Gefahren für Kinder und Jugendliche: Ein umfassender Hauptteil, der spezifische Risiken wie Cyber-Mobbing, Internetsucht, Gewaltinhalte und die Auswirkungen auf die Schulleistung beleuchtet.
5. Chancen für Kinder und Jugendliche: Dieses Kapitel zeigt auf, dass Medien auch als Ressource für Entwicklungsprozesse, zum Wissenserwerb und im schulischen Kontext sinnvoll genutzt werden können.
6. Präventionskonzepte / Medienpädagogik: Vorstellung von praktischen Initiativen wie „Klicksafe“ und „WebRespekt“, die zur Aufklärung und Unterstützung gegen Cyber-Mobbing dienen.
7. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass bei Überwiegen der Risiken eine frühzeitige Förderung der Medienkompetenz und eine enge Zusammenarbeit aller Sozialisationsinstanzen unerlässlich sind.
Medienkompetenz, Neue Medien, Cyber-Mobbing, Jugendmedienschutz, Internetsucht, Mediensozialisation, KIM-Studie, JIM-Studie, Medienerziehung, Online-Sicherheit, Computerspiele, Gewaltprävention, Medienwirkung, Schulleistung, Medienpädagogik
Die Arbeit befasst sich mit der ambivalenten Rolle der „Neuen Medien“ – insbesondere Internet und Computer – und deren Einfluss auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
Die zentralen Themen sind Medienkompetenz, die Risiken der digitalen Welt (wie Mobbing oder Sucht), der Jugendmedienschutz sowie die pädagogischen Chancen und Ressourcen.
Das Ziel ist es, Gefahren für die körperliche und seelische Unversehrtheit von Kindern im digitalen Raum aufzuzeigen und Strategien zu benennen, wie durch Medienkompetenz ein verantwortungsvoller Umgang erlernt werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der Auswertung aktueller Studien, insbesondere der KIM- und JIM-Studien des Jahres 2010.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Gefahren im Netz, das Phänomen Cyber-Mobbing, Risiken bei Videospielen und die rechtlichen Rahmenbedingungen des Jugendschutzes.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Medienkompetenz, Cyber-Mobbing, Jugendmedienschutz, Mediensozialisation und pädagogische Prävention.
Direktes Cyber-Mobbing erfolgt durch unmittelbare Aktionen gegen das Opfer wie Flaming oder Cyber-Stalking, während indirektes Mobbing durch Verleumdung, Outing oder Identitätsdiebstahl im virtuellen Raum geschieht.
Sie dient als gesetzlicher Rahmen, um Kinder vor ungeeigneten Inhalten (z.B. Gewalt- oder Horrorspielen) zu schützen, wobei die Arbeit kritisch anmerkt, dass diese Kennzeichnung in der Realität oft durch den Austausch unter Gleichaltrigen umgangen wird.
Das Elternhaus ist zentral; Eltern sollten den Medienkonsum der Kinder aktiv begleiten, medienkompetent handeln und beispielsweise Computer an zentralen Orten in der Wohnung statt im Kinderzimmer aufstellen.
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