Examensarbeit, 2012
37 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Erstellung der Datenbasis
2.1. Datenbeschaffung
2.2. Quotientenbildung
2.3. Qualität der Daten
2.4. Standardisierung der Merkmale
3. Analyse der Gesamtheit der Clustermerkmale
3.1. Verteilungsanalyse der Clustermerkmale
3.2. Zusammenhangsanalyse der Clustermerkmale
3.3. Schlussfolgerung
4. Clusteranalyse
4.1. Clusterstrategie
4.2. Ausreißer finden und eliminieren
4.3. Erste Stufe - Clusteranzahl und Clusterzentren ermitteln
4.4. Zweite Stufe – Clusterzentrenoptimierung mittels k-Means und Analyse der finalen Lösung
4.5. Sachlogische Interpretation der Cluster
Interpretation Cluster 1
Interpretation Cluster 2
Interpretation Cluster 3
Interpretation Cluster 4
Zusammenfassung
5. Analyse der Gesamtheit der Clustermerkmale mittels Faktorenanalyse
Zusammenfassung
6. Bewertung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die medizinische Versorgungssituation in den Landkreisen und kreisfreien Städten der Bundesrepublik Deutschland mittels statistischer Verfahren zu untersuchen, zu gruppieren und in ihrer Struktur vergleichbar zu machen.
4. Clusteranalyse
Die Clusteranalyse gruppiert ähnliche Objekte in einer Gruppe, dem Cluster. Im konkreten Fall soll sie untersuchen, ob Landkreise ähnliche Strukturen bezüglich der medizinischen Versorgung aufweisen. Zu den gebildeten Clustern wird versucht, eine gemeinsame sachlogische Interpretation der Objekte zu finden, ob Landkreise unterversorgt oder eine gute medizinische Versorgung haben. In diesem Kapitel wird die Clusteranalyse von der Strategie über das Verfahren bis hin zur Interpretation beschrieben.
4.1. Clusterstrategie
In der Praxis haben neben den hierarchisch-agglomerativen Verfahren, die partitionierten Verfahren (k-Means) eine große Bedeutung in der Wirtschaftswissenschaft gewonnen. Die hierarchisch-agglomerativen Verfahren neigen zu einer Ein-Clusterlösung und bieten hierzu verschiedene Methoden an. Voraussetzung ist, dass Merkmale metrisch skaliert vorliegen, da hier mit Proximitätsmaßen und/oder Varianzen die Distanzen unter den Objekten berechnet werden. Die partitionierten Verfahren versuchen die Lösungen der hierarchisch agglomerativen Verfahren, durch die Neuberechnung der Clusterzentren, zu optimieren.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der medizinischen Versorgung in Deutschland ein und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit mittels multivariater Statistik.
2. Erstellung der Datenbasis: Dieses Kapitel erläutert die Datenakquise aus der Regionaldatenbank, die Bildung von Verhältniszahlen (Quoten) sowie die Datenbereinigung und Standardisierung der Merkmale.
3. Analyse der Gesamtheit der Clustermerkmale: Hier wird die Verteilungsstruktur der Merkmale untersucht und eine Korrelationsanalyse durchgeführt, um die Eignung der Daten für die Clusteranalyse zu prüfen.
4. Clusteranalyse: Dieses Kernkapitel beschreibt die strategische Vorgehensweise bei der Clusterbildung, die Eliminierung von Ausreißern sowie die methodische Umsetzung mittels Ward- und k-Means-Verfahren.
5. Analyse der Gesamtheit der Clustermerkmale mittels Faktorenanalyse: In diesem Kapitel werden die Merkmale mittels Hauptkomponentenverfahren auf wenige Faktoren reduziert, um latente Versorgungsstrukturen aufzudecken.
6. Bewertung und Ausblick: Dieses abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der statistischen Analysen und zeigt Limitationen sowie Potenziale für weiterführende Forschungsarbeiten auf.
Gesundheitswesen, medizinische Versorgung, Clusteranalyse, k-Means-Verfahren, Ward-Methode, Faktorenanalyse, Multivariate Statistik, Versorgungsregionen, Datenbasis, SPSS, regionale Analyse, Krankenhausdichte, Pflegeeinrichtungen, Standardisierung, Versorgungsstruktur
Die Arbeit analysiert die medizinische Versorgungssituation in deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten durch den Einsatz multivariater statistischer Methoden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Krankenhausversorgung, der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie der Pflegesituation für ältere Menschen.
Das Ziel ist es, Regionen mit ähnlichen medizinischen Versorgungsstrukturen durch Clusteranalyse zu identifizieren und interpretierbare Gruppen zu bilden.
Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig clusteranalytische Verfahren (Ward- und k-Means-Algorithmen) sowie die Faktorenanalyse (Hauptkomponentenanalyse) zur Datenreduktion.
Der Hauptteil befasst sich mit der Erstellung der Datenbasis, der Verteilungs- und Zusammenhangsanalyse der Daten sowie der schrittweisen Durchführung und Interpretation der Cluster- und Faktorenanalysen.
Die zentralen Begriffe sind Gesundheitswesen, medizinische Versorgung, Clusteranalyse, Faktorenanalyse, multivariate Statistik und regionale Versorgungsstrukturen.
Stadtstaaten wie Berlin, Bremen und Hamburg nehmen aufgrund ihrer juristischen Sonderstellung und der potenziellen Mitversorgung des Umlands eine besondere Rolle ein, die bei der Clusterinterpretation berücksichtigt wurde.
Die Eliminierung von Ausreißern durch das Single-Linkage-Verfahren war notwendig, um die Homogenität der Cluster zu erhöhen und eine unerwünschte Verzerrung der Zentroiden zu vermeiden.
Die Analyse zeigt deutliche Unterschiede in der Versorgungsdichte auf, wobei im Westen Deutschlands tendenziell eine bessere Versorgung festgestellt wurde als in den neuen Bundesländern.
Ein limitierender Faktor ist, dass die ärztliche Versorgung mangels Daten nicht in die Analyse einbezogen werden konnte und keine zeitlichen Entwicklungsverläufe darstellbar waren.
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