Examensarbeit, 2003
112 Seiten, Note: 1,5
Vorgehensweise
Vorwort
1. Verursachung von Rechenschwäche
1.1 Der Begriff „Rechenschwäche“
1.1.1 Definitionen
1.2 Erklärungsansätze für Rechenstörungen
1.2.1 Entwicklungspsychologischer Ansatz
1.2.1.1 Handlung mit konkretem Material
1.2.1.2 Bildhafte Darstellung
1.2.1.3 Symbolische Darstellung
1.2.1.4 Automatisierung im Symbolbereich
1.2.1.5 Störung der visuellen Wahrnehmung
1.2.1.6 Störung der Vorstellung
1.2.1.7 Störung der Abstraktionsfähigkeit
1.2.1.8 Störung des Verinnerlichungsprozesses
1.2.2 Neuropsychologischer Ansatz
1.2.3 Fehlerorientierter Ansatz
1.2.4 Kognitionspsychologischer Ansatz
1.2.5 Integrativ – systematischer Ansatz
2. Diagnostik
2.1 Früherkennung – Hinweise im Vorschulalter
2.1.1 Visuelles Gedächtnis
2.1.2 Visuelles Operieren
2.1.3 Motorik
2.1.4 Verbales Gedächtnis
2.1.5 Sprachliches Gedächtnis
2.1.6 Quantitatives Vorstellen
2.2 Diagnostik im pränumerischen Bereich - Zeit der Einschulung -
2.2.1 Entwicklung der mathematischen Fähigkeiten
2.2.2 Klassifikation
2.2.3 Mengenauffassung, Mengenkonstanz
2.2.4 Menge – Ziffer – Zahlwort
2.2.5 Eins – zu – eins – Zuordnung
2.2.6 Mathematische Begriffe
2.2.7 Zeitbegriffe
2.3 Diagnostik im Anfangsunterricht
2.3.1 Leistungsdiagnostik
2.3.1.1 Quantitative Leistungserfassung – Rechentests
2.3.1.2 Qualitative Leistungserfassung
2.3.2 Lerndiagnostik
2.3.2.1 Intellektuelle Lernvoraussetzungen
2.3.2.2 Lern – und Arbeitsverhalten
2.3.2.3 Motivations – und Erfolgszuversicht
2.3.3 Diagnostik des schulisch – sozialen Umfeldes
2.3.3.1 Diagnose des sozialen Umfeldes
2.3.3.2 Diagnose des schulischen Umfeldes
3. Interventionsmöglichkeiten
3.1 Präventivmaßnahmen
3.2 Pädagogische Möglichkeiten
3.2.1 Die Abhängigkeit von der Komplexität einer Situation
3.2.2 Die Abhängigkeit von der eigenen Leistungsgrenze
3.2.3 Die Schwierigkeiten bei der Aufnahme sukzessiver Tätigkeitsfolgen
3.2.4 Offener Unterricht
3.3 Verschiedene Übungsformen und ihre Ziele
3.3.1 Übungsgesetze
3.3.2 Automatisierendes Üben
3.3.3 Gestuftes Üben
3.3.4 Operatives Üben
3.3.5 Üben durch Anwenden
3.3.6 Zehn – Minuten – Übung
3.3.7 Hilfreiche Arbeitsmittel
3.4 Das Gedächtnis
3.4.1 Sinnvolle Nutzung des Gedächtnisses
3.4.2 Notieren von Zwischenergebnissen
3.4.3 Schemawissen erwerben
3.4.4 Zur Verstehenstiefe gelangen
3.5 Strategien für gedächtnisstützendes Lernen
3.5.1 Automatisierung des Zahlenraums bis 20
3.5.2 Förderung der Automatisierung durch Assoziationen
3.5.3 Gedächtnisunterstützendes Lernen der Einmaleins – Reihen
3.5.4 Loslösung vom zählenden Rechnen
3.5.4.1 Zahlerfassung bis 6
3.5.4.2 Zahlerfassung bis 10
3.5.4.3 Zahlerfassung von 11 – 20
3.5.4.4 Strategien zur Automatisierung
3.5.4.5 Lernkartei zur Automatisierung
3.5.4.6 Kartenspiele zur Automatisierung
3.5.5 Förderung der Konzentration und Aufmerksamkeit
3.6 Mathematik und Bewegung
3.6.1 Förderung mathematischer Inhalte durch Bewegung
3.6.2 Förderung der Motivation durch Bewegung
3.6.3 Förderung der Konzentration durch Bewegung
3.6.4 Praktische Beispiele – Orientierung im Hunderterfeld
3.7 Analyse von Schülerfehlern
3.7.1 Systematische Fehleranalyse
3.7.1.1 Ergebnisorientierte Aufgabenanalyse
3.7.1.2 Handlungsbegleitendes Sprechen
3.7.1.3 Diagnostisches Gespräch
4. Fallbeispiel
4.1 Der Fall Mathias
4.1.1 Vorbemerkung
4.1.2 Chronologie bis zum Schuleintritt
4.1.3 Zeit der Einschulung
4.1.4 Allgemeine Leistungen - Klasse 1
4.1.5 Sozialer Bereich
4.1.6 Leistungsbild – Klasse 2
4.1.7 Verhalten der Eltern
4.2 Verlauf einer Förderstunde
4.3 Weitere Förderübungen im Zahlenraum bis 100
4.3.1 Rechenmaschine
4.3.2 Anzahlerfassung
4.3.3 Platzhalteraufgaben
4.3.4 Zehnerübergang – 1. Zehner
4.4 Orientierung im Zahlenraum bis 100
4.4.1 Einführung und Vertiefung der Hundertertafel
4.4.2 Karten – Zahl – Spiel
4.4.3 Zahlenrätsel
4.4.4 Kegelspiel
4.4.5 Zehnerübergang mit Mengenschleifen
4.5 Heilpädagogische Übungen
4.5.1 Feinmotorik
4.5.2 Lateralität
4.5.3 Stille, Entspannung, Konzentration
4.6 Ansprüche an den Förderunterricht
4.6.1 Ansprüche an den Förderlehrer
Die Arbeit untersucht die Problematik der Rechenschwäche in der Grundschule mit dem Ziel, praktische Wege aufzuzeigen, wie betroffene Kinder durch gezielte, individuelle Förderung und diagnostische Unterstützung erfolgreich therapiert werden können, um eine Verschärfung der Lernproblematik zu verhindern.
1.2.1 Entwicklungspsychologischer Ansatz
Aufbau und Verinnerlichung von Zahlbegriffen und mathematischen Operationen erfolgen entsprechend der didaktischen Interpretation der Piaget’schen Entwicklungspsychologie durch Aebli ( 1976,1977) in vier Phasen:
Phase 1 : Handlung mit konkretem Material
Phase 2 : Bildliche Darstellung
Phase 3 : Symbolische Darstellung
Phase 4 : Automatisierung im Symbolbereich
In Phase 1 wird zumindest in der Grundschule die Einführung einer neuen Rechenart immer handelnd vorgenommen. Durch reale Gegenstände oder Gegenstandssymbole wird zuerst konkret an das mathematische Problem herangeführt. So verwendet der Lehrer z.B. bei der Einführung der schriftlichen Addition bzw. Subtraktion, um die Übertragungs- und Umtauschhandlungen von Einern in Zehner oder Zehnen in Hunderter zu veranschaulichen, Geld in Form von Münzen und Scheinen oder Einerwürfel, Zehnerstangen und Hunderterplatten . Bei den Handlungen am Anschauungsmittel wird jedoch nicht nur die motorische Ausführung verlangt, sondern das Kind muss die einzelnen Teilschritte in der Vorstellung vorwegnehmen können, damit die geforderte Handlung durchgeführt werden kann. Ist die Handlung abgeschlossen, muss sie in die visuelle Vorstellung zurückgeholt werden können. Denn das Endergebnis der Handlung liegt lediglich auf dem Tisch, wie es aber zustande gekommen ist, zeigt das Resultat nicht. Kindern, die dies nicht erinnern können, gelingt die Übertragung zu Stufe 2 nicht.
1. Verursachung von Rechenschwäche: Analysiert verschiedene theoretische Erklärungsmodelle für Rechenstörungen, von entwicklungspsychologischen bis hin zu integrativen Ansätzen.
2. Diagnostik: Beschreibt diagnostische Verfahren zur Früherkennung im Vorschulalter und zur Leistungsdiagnostik im Anfangsunterricht.
3. Interventionsmöglichkeiten: Stellt konkrete pädagogische Maßnahmen, Übungsformen und Strategien zur Konzentrations- und Gedächtnisförderung vor.
4. Fallbeispiel: Dokumentiert anhand eines Praxisbeispiels (Mathias) die konkrete Anwendung und den Verlauf einer individuellen Förderarbeit.
Rechenschwäche, Dyskalkulie, Grundschule, Mathematikunterricht, Diagnostik, Förderunterricht, Lernstörungen, Automatisierung, Handlungsorientierung, Fehleranalyse, kognitive Fähigkeiten, Pädagogik, Rechenstörung, Mathematiklernen, Interventionsmaßnahmen
Die Arbeit behandelt die Problematik der Rechenschwäche bei Grundschulkindern und sucht nach Wegen, diese Kinder im Schulalltag und durch gezielte individuelle Förderung zu unterstützen.
Die zentralen Themen umfassen Ursachenforschung, diagnostische Ansätze, praktische Interventionsmöglichkeiten, die Bedeutung des Gedächtnisses und die Rolle der Bewegung im Mathematikunterricht.
Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrkräfte konkret handeln können, um rechenschwachen Kindern effektiv zu helfen, statt sie bei ihrem Versagen allein zu lassen.
Es handelt sich um eine pädagogisch-didaktische Arbeit, die theoretische Ansätze mit praktischen Hinweisen und einem konkreten Fallbeispiel verknüpft.
Im Hauptteil werden verschiedene Erklärungsansätze für Rechenstörungen, diagnostische Werkzeuge, spezifische Übungsformen (wie operatives oder gestuftes Üben) und Strategien zur Konzentrationsförderung detailliert erörtert.
Rechenschwäche, Dyskalkulie, Diagnostik, Förderunterricht, Lernstörungen und individuelle Förderung sind die zentralen Begriffe der Arbeit.
Die Förderung findet in kleinen Einheiten statt, ist diagnosegeleitet, nutzt spezielles Anschauungsmaterial (z.B. Rechenmaschine) und fokussiert sich auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes, wobei auch Entspannungsübungen integriert werden.
Da betroffene Kinder oft Koordinationsschwierigkeiten haben, werden gezielte Übungen zur Stärkung des Körperbewusstseins (Lateralität) eingesetzt, da diese die Basis für räumliche Vorstellungen und somit für das mathematische Denken bilden.
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