Magisterarbeit, 2011
124 Seiten
1. Einleitung
2. Die Negation
2.1. Die grammatische Negation
2.2. Die partielle Negation
2.3. Die Negationskonkordanz
3. Die Negation als logische Operation
4. Die Werbeanzeige als Textsorte
4.1. Die Headline
4.2. Der Fließtext
4.3. Der Slogan
5. Die Werbeanzeige und die Pragmatik
6. Die Negation in der Werbung
7. Die Methodik
7.1. Die Bestimmung der Suchkriterien
8. Der Korpus
9. Das Ergebnis der quantitativen Analyse
9.1. Der Anteil der Negationen an Gesamtanzahl der Werbeanzeigen
9.2. Die Verteilung der Negationen auf die Strukturelemente Headline und Fließtext
9.3. Die Verteilung der Negation auf Satzarten
9.4. Der Anteil der Negationskonkordanz an Negationsfunden
9.5. Die Verteilung nach Zusatznutzen
10. Die Analyse der Ergebnisse
10.1. Die Grammatische Negation
10.1.1. Die Negationskonkordanz
10.1.2. Der Negationsgenitiv
10.2. Die Headline
10.3. Der Fließtext
10.3.1. Über Existenz und Beschaffenheit des Produktes informieren
10.3.2. Zum Kauf/zur Nutzung des Produkts bewegen wollen
10.4. Die Konfrontation an ausgewählten Beispielen
10.4.1. Citroën DS3
10.4.2. MasterCard
10.4.3. Tefal
10.4.4. Vodafone
10.5. Kulturelle Betrachtungen
11. Fazit und Diskussion
12. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Verwendung von Negationen in tschechischen, russischen und deutschen Werbeanzeigen. Das Hauptziel besteht darin, zu analysieren, ob systemlinguistische Unterschiede in der Negationskonstruktion und kulturelle Faktoren die Akzeptanz von negierten Werbebotschaften in diesen Sprachen beeinflussen und welche kommunikativen Funktionen die Negation innerhalb der Werbetexte übernimmt.
Die grammatische Negation
Zunächst soll es um die Bildung eines negierten Prädikats gehen, die sich sehr von der deutschen Form unterscheidet. Im Tschechischen wird dazu das Negationspräfix ne- der Verbalform vorangestellt. Dabei kann es sich sowohl um finite als auch infinite Formen handeln.
- jsem - nejsem
- mám - nemám
- mít - nemít
Bei der zusammengesetzten Vergangenheitsform erhält die finite Form des Hilfsverbs das Negationspräfix, wie z. B.
- měl jsem - neměl jsem
Bei der zusammengesetzten Zukunftsform ist es ebenfalls die finite Form des Hilfsverbs, die das Negationspräfix trägt:
- budu mít - nebudu mít
1. Einleitung: Einführung in die Problematik von Werbetexten im kulturellen Kontext und Formulierung der Forschungsfrage zur Verwendung von Negationen.
2. Die Negation: Theoretische Grundlagen zu den formalen Ausdrucksmitteln der Negation, insbesondere zur grammatischen Negation, partiellen Negation und Negationskonkordanz.
3. Die Negation als logische Operation: Erläuterung der Negation aus logischer Sicht und Abgrenzung zur metalinguistischen Negation sowie deren Funktion als "Operation auf Satzintentionen".
4. Die Werbeanzeige als Textsorte: Beschreibung der Werbeanzeige als Appelltext, des AIDA-Modells und der spezifischen Funktionen von Headline, Fließtext und Slogan.
5. Die Werbeanzeige und die Pragmatik: Analyse der Illokutionsstruktur von Werbetexten basierend auf psychologischen Wirkungsstufenmodellen.
6. Die Negation in der Werbung: Überblick über rhetorische Figuren in der Werbung und die kontroverse Einschätzung der Negation in der Fachliteratur.
7. Die Methodik: Darlegung des gewählten Ansatzes der Funktionalen Grammatik und Definition der Suchkriterien für die Korpusanalyse.
8. Der Korpus: Beschreibung der Auswahl der Printmedien und der Stichprobenerhebung für Tschechien, Deutschland und Russland.
9. Das Ergebnis der quantitativen Analyse: Präsentation der statistischen Daten bezüglich der Häufigkeitsverteilung von Negationen in den untersuchten Sprachräumen.
10. Die Analyse der Ergebnisse: Detaillierte qualitative Auswertung, Interpretation der Befunde im Vergleich und Analyse der kulturellen Dimensionen nach Hofstede und Hall.
11. Fazit und Diskussion: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion über die interkulturelle Übertragbarkeit psycholinguistischer Theorien.
12. Ausblick: Vorschläge für weitere Forschungsansätze, insbesondere hinsichtlich einer tiefergehenden psychologischen oder kulturellen Analyse.
Negation, Werbesprache, Werbeanalyse, Tschechisch, Russisch, Deutsch, Negationskonkordanz, Pragmatik, Sprachvergleich, interkulturelle Kommunikation, Werbebotschaft, Headline, Fließtext, Slogan, Funktionalgrammatik.
Die Arbeit untersucht die unterschiedliche Verwendung und Akzeptanz von Negationen in deutschen, tschechischen und russischen Werbetexten aus einer konfrontativen linguistischen Perspektive.
Die Schwerpunkte liegen auf der grammatischen Struktur der Negation, der Werbesprache als Textsorte, der pragmatischen Funktion von Werbeanzeigen und der kulturellen Einbettung sprachlicher Phänomene.
Die Autorin geht der Frage nach, ob systemlinguistische Unterschiede in der Negationskonstruktion (z.B. Negationspräfixe im Slawischen vs. Negationspartikeln im Deutschen) die häufigere Verwendung von Negationen in slawischen Werbeanzeigen erklären können.
Es handelt sich um eine synchrone interlinguale Untersuchung, die Methoden der konfrontativen Linguistik und der funktionalen Grammatik mit einer korpusgestützten quantitativen und qualitativen Analyse verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Methodik der Stichprobenerhebung, die quantitative Auswertung der Korpusdaten sowie eine detaillierte qualitative Analyse ausgewählter Beispiele inklusive kultureller Betrachtungen.
Die zentralen Begriffe umfassen Negation, Werbesprache, interkulturelle Kommunikation, Pragmatik und Sprachvergleich.
Die Literatur warnt oft vor Negationen, da befürchtet wird, dass die negative Botschaft beim Rezipienten im Gedächtnis hängen bleibt, während das Produkt in den Hintergrund tritt.
Zur Erklärung der Unterschiede werden die Kulturdimensionen von Geert Hofstede (z.B. Machtdistanz, Individualismus) sowie das Konzept von "low context" und "high context culture" von Edward T. Hall verwendet.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

