Diplomarbeit, 1999
87 Seiten
EINLEITUNG
QUELLENLAGE
ZUR GLIEDERUNG
TEIL 1 / VORHANDENHEIT
METAPHYSIK
PHÄNOMEN
LICHTUNG
HEIDEGGER UND LEIBNIZ
Monade
Drang
TEIL 2 / ZUHANDENHEIT
HEIDEGGER UND JASPERS
Denken und Sein
TEIL 3 / BEWANDTNISZUSAMMENHANG
NICHTS ALS WEG [TAO]
DRANG, LICHTUNG, SAGE
AKTUALISIERUNG
Feld (Zen)
Aktualisierung [Lichtung] als Sein
TEIL 4 / BEWANDTNISGANZHEIT
UNZULÄNGLICHKEIT ALS FOLIE
DIE RELEVANZ DER MITTE
WEITERE DARSTELLUNG: DIE QUANTENMECHANIK
CONCLUSIO
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die ontologische Differenz zwischen Sein und Seiendem unter Rückgriff auf Martin Heideggers Phänomenologie und Existenzphilosophie zu untersuchen. Dabei wird der Versuch unternommen, Heideggers Denken – insbesondere seine Begriffe der "Lichtung" und des "Seins" – durch einen Vergleich mit dem östlichen Denken (Zen-Buddhismus und Taoismus) neu zu interpretieren und fruchtbar zu machen.
Lichtung
Bei Heidegger wird das Phänomen als das, welches es ist, angesehen (vgl. SZ 28). Der Begriff der Lichtung läuft darauf hinaus, daß im Schein bzw. im Erscheinen Sein ist. Sein an sich (hier als Vergleich mit dem Ding an sich) ist aber nicht nur nicht thematisierbar (unverfügbar), es "ist" auch nicht, im Sinne von seiend. In HB wird das Verhältnis zwischen Sein und Seiendem angesprochen. "Der Mensch [Seiendes] ist vielmehr vom Sein selbst in die Wahrheit des Seins ‚geworfen‘, daß er, dergestalt ek-sistierend, die Wahrheit des Seins hüte, damit im Lichte des Seins das Seiende als das Seiende, das es ist, erscheine." (HB 21f.). Nur im Lichte des Seins ist also Seiendes es selbst und in diesem Sinne Phänomen. Aus der Auseinandersetzung Heideggers mit Husserl weiß man aber, daß die Wendung des Phänomens zum Transzendentalen Heidegger nicht radikal genug war. Das Lichten ist somit Lichten des Seins in zweifachem Sinne. Sein lichtet und wird gelichtet. Die Lichtung ist lediglich ein ausgezeichneter Ort in Sein. D.h. das besondere Seiende, der Mensch, ist nur in der Auszeichnung der Lichtung, in der er steht, dieser.
EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der ontologischen Differenz und Vorstellung der Heideggerschen Phänomenologie als zentralen Anknüpfungspunkt.
TEIL 1 / VORHANDENHEIT: Klärung grundlegender Begriffe wie Metaphysik und Phänomen, sowie Einführung von Heideggers Lichtungsbegriff in Abgrenzung zur traditionellen Philosophie.
TEIL 2 / ZUHANDENHEIT: Untersuchung von Heideggers Denken im Kontext zu Jaspers und der erweiterten Perspektive auf das In-der-Welt-sein.
TEIL 3 / BEWANDTNISZUSAMMENHANG: Vertiefung der Rolle des Nichts und der Leere durch den Vergleich von Heideggers Philosophie mit dem Taoismus und Zen-Buddhismus.
TEIL 4 / BEWANDTNISGANZHEIT: Metaphorische Darstellung der Unzulänglichkeit des Menschen als notwendige Folie für die Erkenntnis von Sein.
CONCLUSIO: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zum Widerstreit zwischen Sinnen und Verstand sowie der Analogie von Sein und Nichts.
Heidegger, Ontologische Differenz, Lichtung, Dasein, Zen-Buddhismus, Taoismus, Metaphysik, Nichts, Leere, Totalität, Monade, Quantenmechanik, Bewusstsein, Sein, Phänomenologie.
Die Arbeit untersucht die grundlegende metaphysische Problematik der "ontologischen Differenz" zwischen Sein und Seiendem und schlägt eine Brücke zwischen westlicher Phänomenologie und östlichem Denken.
Die zentralen Felder sind die Metaphysik von Heidegger, buddhistische Konzepte der Leere, die Interpretation von Leibniz' Monadologie und die Verknüpfung dieser Ansätze mit physikalischen Beobachtungsfragen.
Das Ziel ist es, Heideggers Philosophie durch das Modell der "Lichtung" und einen Vergleich mit östlichen Philosophien als einen ganzheitlichen Entwurf von Sein zu interpretieren.
Die Arbeit nutzt eine komparative phänomenologische Analyse, die originäre Texte Heideggers und östliche Weisheitslehren in einen interpretativen Dialog bringt.
Im Hauptteil werden die Kategorien "Vorhandenheit", "Zuhandenheit", "Bewandtniszusammenhang" und "Bewandtnisganzheit" genutzt, um Heideggers Denken systematisch zu erschließen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ontologische Differenz, Lichtung, Sein, Nichts, Leere, Monade und Totalität charakterisiert.
Die Quantenmechanik dient als moderne wissenschaftliche Analogie, um das "Beobachterproblem" und die Unzulänglichkeit der Trennung von Subjekt und Objekt im Einklang mit Heideggers "Lichtung" zu verdeutlichen.
Das Verhältnis wird durch die gemeinsame Zielsetzung begründet, die traditionelle dualistische Metaphysik von Subjekt und Objekt zu überwinden und zum ursprünglichen "Sein" zurückzukehren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

