Hausarbeit, 2012
21 Seiten
1. Einleitung
2. Das Theater im Theater
2.1 Strukturen und Formen des Theaters im Theater
2.2 Funktionen des Theaters im Theater
3. Das Theater im Theater in Sei personaggi in cerca d’autore
3.1 Struktur und Form des Theaters im Theater bei Pirandello
3.2 Funktionen des Theaters im Theater bei Pirandello
3.2.1 Pirandellos Kritik am traditionellen Illusionstheater
3.2.2 Vermittlung des lebensphilosophischen Subjektivismus‘ Pirandellos
4. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die metadramatische Struktur und die Funktionen des "Theaters im Theater" in Luigi Pirandellos berühmtem Drama "Sei personaggi in cerca d'autore". Ziel ist es, das Werk anhand theoretischer Konzepte des Metatheaters zu analysieren, um zu prüfen, wie Pirandello durch diese Methode sowohl das Medium Theater selbst kritisch hinterfragt als auch seine lebensphilosophischen Konzepte vermittelt.
3.2.1 Pirandellos Kritik am traditionellen Illusionstheater
Schmeling sieht in Pirandellos gesamter Theater-im-Theater-Trilogie eine Kritik am traditionellen Illusionstheater, welches den Anspruch erhebt, dem Publikum eine perfekte Illusion als Wirklichkeit vorzuspielen. Auch Schöpflin ist der Ansicht, dass die Funktion des Theaters im Theater in SPCA die Darstellung der Schwierigkeiten eines Dramatikers ist, welche sich aus den von Pirandello verachteten Traditionen des konventionellen Illusionstheaters ergeben.
Ein wichtiges Merkmal des damaligen Theaters war die Einhaltung der drei aristotelischen Einheiten von Zeit, Raum und Handlung, welche den Zuschauern eine größtmögliche Illusion bieten sollen. Allerdings widersprechen diese oft dem Wahrheitsanspruch der Geschehnisse, also ihrer wirklichkeitsgetreuen Darbietung. Dieses Problem verdeutlicht der sizilianische Autor in der Szene, als der Capocomico getreu der Einheit des Raumes den gesamten zweiten Akt im Garten spielen lassen will. In der Wirklichkeit der Familie haben sich Szenen daraus aber auch im Haus zugetragen, da der Figlio sein Zimmer nie verließ. Somit hält sich der Regisseur zwar an die geforderten Einheiten, verfälscht jedoch die Handlung der Geschichte.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Entstehungsgeschichte von "Sei personaggi in cerca d'autore" ein und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Analyse.
2. Das Theater im Theater: Dieses Kapitel definiert den Begriff des "Theaters im Theater" und grenzt ihn von anderen metatheatralen Kunstgriffen ab, während Strukturen und Funktionen erläutert werden.
3. Das Theater im Theater in Sei personaggi in cerca d’autore: Die Arbeit wendet die zuvor erarbeiteten theoretischen Grundlagen auf Pirandellos Werk an, um dessen spezifische Struktur, die Theaterkritik und die lebensphilosophischen Aspekte zu untersuchen.
4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Anwendbarkeit der metatheoretischen Kategorien auf das behandelte Drama.
Theater im Theater, Luigi Pirandello, Metatheater, Sei personaggi in cerca d'autore, Illusionstheater, lebensphilosophischer Subjektivismus, Medientheorie, Dramenstruktur, Selbstreferenz, Rollenspiel, Szenenanalyse, Bühnenkonventionen, Identität, Bühnenautorschaft, Metaelemente.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Phänomens "Theater im Theater" im Drama "Sei personaggi in cerca d'autore" von Luigi Pirandello.
Die Arbeit behandelt die medientheoretische Einordnung von Metatheater, die Kritik am traditionellen Illusionstheater sowie die Vermittlung philosophischer Identitätsfragen.
Ziel ist die genaue Einordnung des Dramas in die metadramatischen Strukturen sowie die Überprüfung, inwieweit Pirandello das "Theater im Theater" zur Reflexion über Medium und Realität nutzt.
Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Heranziehung etablierter Theorien zum Metadrama, insbesondere unter Bezugnahme auf Autoren wie Schöpflin, Hauthal und Schmeling.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung und eine detaillierte Untersuchung von Pirandellos Werk hinsichtlich Form, Struktur und Kritik an Bühnenkonventionen.
Zu den prägenden Begriffen zählen Metatheater, Selbstreferenz, illusionistisches Theater, Pirandello und die philosophische Identitätsthematik "Uno, nessuno e centomila".
Pirandello zeigt durch die Figur des Capocomico, wie das starre Festhalten an aristotelischen Einheiten (Zeit, Raum, Handlung) und Dezenzansprüchen die künstlerische Wahrheit und die Charakterdarstellung der Figuren verfälscht.
Pirandello thematisiert durch das Theater im Theater die Unmöglichkeit, eine feste Identität in einer sich ständig wandelnden Welt zu besitzen, was im Konflikt zwischen lebendigen Bühnenfiguren und den fixierten Vorstellungen der Regie gipfelt.
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