Examensarbeit, 2012
92 Seiten, Note: 1,3
1. Anlass und Zweck der Arbeit
2. Aufbau der Arbeit
3. Stand der Forschung
3.1 Einführung
3.2 Burnout – Symptome
3.3 Wie entsteht Burnout?
3.4 Bewertung der Konzepte
3.5 Bisherige empirische Untersuchungen
3.6 Abgrenzung zu ähnlichen Konzepten
3.7 Instrumente zur Messung
3.7.1 AVEM
3.7.2 Maslach Burnout Inventory (MBI)
3.7.3 ÜS - Überdrussskala
3.7.4 WirkLehr – Instrument zur Messung der Lehrer-Selbstwirksamkeit
3.7.5 BEL – Berufliche Belastung
3.7.6 Herausforderungs-, Bedrohungs- und Verlusteinschätzungen von Lehrern
3.8 Konsequenzen aus der aktuellen Forschungslage
4. Resultierende Fragestellungen und Hypothesen
5. Methode
5.1 Stichprobe
5.1.1 Förderschullehrer
5.1.2 Grundschullehrer
5.2 Vergleich der personenspezifischen Merkmale beider Gruppen
5.3 Material und Durchführung
6. Ergebnisse
6.1 Analyse der Verteilung und Ausprägung des Burnout
6.2 Vergleich der Skalenwerte beider Personengruppen
7. Diskussion
8. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Arbeitsbelastung und individuelle Bewältigungsstrategien von Lehrkräften an Förderschulen mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung im Vergleich zu Grundschullehrkräften, um Erkenntnisse über Stressfaktoren und Burnout-Risiken zu gewinnen.
3.2 Burnout – Symptome
Wie bereits erwähnt, ist es der Wissenschaft bisher noch nicht gelungen, eine eindeutige und allgemeingültige Begriffsdefinition von Burnout zu finden. Die Übersetzung des aus der amerikanischen Umgangssprache stammenden Wortes „burnout“ führt „nicht zu einer wissenschaftlichen Definition, sondern verfälscht häufig sogar den Aussagewert“ (Schmid, 2002, S. 79). Die hohe Komplexität des Burnout-Syndroms ergibt ebenfalls eine sehr variierende Symptomatik und bewirkt, dass man mit dem Begriff „Burnout“ keine klinische Diagnose betitelt, sondern nur ein Konstrukt umschreibt, das auf verschiedenste Arten ausgeprägt sein kann. Um aber die zentralen Inhalte des Burnoutbegriffes zu erfassen und die etwas vagen Definitionen zu vermeiden, lassen sich theorieübergreifende Symptome und Auslöser bestimmen. Diese sollen im folgenden Abschnitt vorgestellt werden.
Mehrere Verfasser und Verfasserinnen, darunter Maslach (1993), Burisch (1995) sowie Gamsjäger und Sauer (1996), erkannten sieben zentrale Merkmale für Burnout: (a) Erschöpfungsgefühle; (b) negative Veränderungen in der Reaktion auf die jeweiligen Arbeitsanforderungen; (c) Depersonalisierung; (d) negative Veränderung in der Zufriedenheit mit sich selbst und der eigenen Leistung bzw. dem eigenen Leistungsvermögen; (e) fortschreitender Verlauf mit verschiedenen Phasen; (f) Arbeits- und Organisationsmerkmale mit der Eingrenzung auf den personalen Dienstleistungsbereich; (g) Personenmerkmale.
1. Anlass und Zweck der Arbeit: Einführung in die Burnout-Problematik, insbesondere im Lehrerberuf, und Begründung der Relevanz für die vorliegende Untersuchung.
2. Aufbau der Arbeit: Kurzer Überblick über die methodische und inhaltliche Struktur des Dokuments.
3. Stand der Forschung: Umfassende theoretische Fundierung zu Burnout-Definitionen, Symptomatiken, Entstehungsmodellen und bewährten Messinstrumenten.
4. Resultierende Fragestellungen und Hypothesen: Herleitung der explorativen Forschungsfragen und Aufstellung der Arbeitshypothesen für die empirische Analyse.
5. Methode: Darstellung des methodischen Vorgehens, der Auswahl der Stichprobe und der Beschreibung der eingesetzten standardisierten Fragebögen.
6. Ergebnisse: Deskriptive Auswertung der erhobenen Daten für beide Lehrergruppen sowie ein direkter Vergleich der Skalenwerte.
7. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes und Diskussion offener Fragen.
8. Zusammenfassung: Synthese der wesentlichen Erkenntnisse der empirischen Untersuchung.
Burnout, Lehrerbelastung, Förderschule, Grundschule, Coping, Arbeitsbelastung, Selbstwirksamkeit, Berufsbelastung, Stresssyndrom, Lehrergesundheit, psychische Erschöpfung, quantitative Analyse, Arbeitszufriedenheit, pädagogische Herausforderungen, Belastungsfaktoren.
Die Arbeit befasst sich mit der Arbeitsbelastung und den individuellen Bewältigungsstrategien von Lehrkräften an Förderschulen und Grundschulen im Hinblick auf das Burnout-Syndrom.
Zentrale Themen sind Burnout-Symptome, theoretische Erklärungsmodelle zur Stressentstehung, Lehrer-Selbstwirksamkeit sowie die psychologische Messung von Belastung am Arbeitsplatz.
Das Ziel ist ein empirischer Beitrag zur Erfassung und zum Vergleich der Verbreitung und Intensität von Stresssymptomen bei Lehrkräften an unterschiedlichen Schulformen.
Es wird eine standardisierte, schriftliche Befragung mittels Fragebögen durchgeführt, die verschiedene etablierte Messinstrumente kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Literaturrecherche (Stand der Forschung) und eine empirische Datenerhebung an zwei Schulen inklusive einer vergleichenden Auswertung.
Burnout, Lehrerbelastung, Coping, Arbeitszufriedenheit, Förderschule und Selbstwirksamkeit sind zentrale Begriffe, die die Untersuchung prägen.
Die Daten deuten darauf hin, dass die Grundschullehrkräfte in einigen Skalen, wie etwa der Arbeitsüberforderung, eine etwas höhere Beanspruchung angeben als die untersuchten Sonderpädagogen.
Selbstwirksamkeit wird als protektive Variable angesehen, die Lehrkräften hilft, auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben und Herausforderungen konstruktiv anzunehmen.
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