Masterarbeit, 2012
147 Seiten, Note: 1,0
1. Definition und Klassifikation
2. Epidemiologie
2.1 Entwicklung und aktuelle Situation
2.2 Auswirkungen
2.2.1 Gesundheitliche Auswirkungen
2.2.2 Gesellschaftliche Auswirkungen
3. Ätiologie
3.1 Biologische Faktoren
3.2 Genetische Faktoren
3.3 Bewegungsverhalten
3.4 Essverhalten
3.4.1 Einfluss psychologischer und psychischer Aspekte
3.4.2 Einfluss soziokultureller Aspekte
3.4.3 Einfluss der Medien
3.4.4 Kognitiver Einfluss auf das Essverhalten
3.5 Zusammenfassung
4. Nährstoffe und Stoffwechsel
4.1 Fett
4.2 Kohlenhydrate
4.3 Proteine
4.4 Ballaststoffe
4.5 Wasserhaushalt und Getränke
4.6 Süßstoff
5. Grundlagen des Energieverbrauchs
5.1 Oxidationswege
5.2 Definition und Messung von Grund- und Ruheumsatz
5.3 Definition und Berechnung von Arbeits- und Gesamtumsatz
6. Interventionsmöglichkeiten
6.1 Medizinische Behandlung
6.1.1 Medikamentöse Therapie
6.1.2 Operative Therapie
6.2 Ernährungsmanagement
6.2.1 Diäten
6.2.2 Langfristige Ernährungsumstellung
6.3 Bewegungstherapie
6.4 Verhaltenstherapie
6.5 Besonderheiten bei Kindern
6.6 Grenzen und Schwierigkeiten
6.7 Folgerungen
7. Forschungsdesign
7.1 Theoretischer Rahmen
7.2 Fragestellung
7.3 Stichprobe und Erhebungsmethode
7.4 Aufbereitungs- und Auswertungsmethoden
7.4.1 Aufbereitungs- und Auswertungsmethoden Bewegungsangebot
7.4.2 Aufbereitungs- und Auswertungsmethoden Zwischenverzehr
7.4.3 Aufbereitungs- und Auswertungsmethoden Mittagsangebot
8. Ergebnisdarstellung
8.1 Bewegung
8.1.1 Sportunterricht und Kooperationen
8.1.2 AG-Angebot
8.1.3 Pausenangebot
8.2 Zwischenverzehr
8.2.1 Speisenangebot
8.2.2 Getränkeangebot
8.2.3 Trinkregeln
8.3 Mensa
9. Diskussion
9.1 Diskussion Bewegung
9.1.1 Sportunterricht und Kooperationen
9.1.2 AG-Angebot
9.1.3 Pausenangebot
9.2 Diskussion Zwischenverzehr
9.2.1 Speisenangebot
9.2.2 Getränkeangebot
9.2.3 Trinkregeln
9.3 Diskussion Mensa
10. Verbesserungsvorschläge
10.1 Verbesserungsansätze Bewegung
10.1.1 Verbesserungsansätze AG-Angebot
10.1.2 Verbesserungsansätze Pausenangebot
10.2 Verbesserungsvorschläge Ernährung
10.2.1 Zwischenverzehr
10.2.2 Mittagsangebot
10.3 Projekte gegen Adipositas
Die vorliegende Masterarbeit untersucht im Rahmen einer Fallstudie die Ernährungs- und Bewegungsangebote an Schulen in der Region Hannover, um Missstände in Bezug auf die Entstehung von Adipositas aufzudecken und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten für den schulischen Alltag aufzuzeigen.
3.4.1 Einfluss psychologischer und psychischer Aspekte
Betrachtet man zunächst die Bedeutung psychischer Aspekte und psychologischer Lernprozesse auf unser Essverhalten, so wird deutlich, dass die Lust an der Nahrungsaufnahme eine große Rolle spielt. Die Lust am Essen oder auch der Genuss einer Mahlzeit wird vor allem durch den Geschmack bestimmt. Wirth (2008, S. 93) verweist diesbezüglich auf Studien von Rodin (1992), die erhebliche Auswirkungen des Geschmacks auf unsere Lebensmittelauswahl, die Nahrungsmenge sowie unsere Essgeschwindigkeit einschließlich Kauverhalten belegen konnten. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass Adipöse mehr Genuss beim Essen empfinden, wodurch sie häufiger besonders schmackhafte, d. h. kalorienreiche Lebensmittel konsumieren und auch mehr verzehren als Normalgewichtige.
Ein Weiteressen trotz bereits vorhandener Sättigung findet jedoch nicht nur aus Genuss statt, sondern teilweise auch durch Druck von außen. So gehört es sich nach Meinung vieler, vor allem älterer Menschen, seine Mahlzeit vollständig aufzuessen (vgl. Reinehr et al., 2007, S. 97). Die Nahrungsaufnahme wird allerdings bereits im Säuglingsalter durch natürliche Mechanismen reguliert. Durch den Zwang, Trinkflasche bzw. Teller zu leeren, wird nicht nur die akute Energieaufnahme erhöht, sondern langfristig gesehen auch die Bedeutung äußerer Reize verstärkt. Dies kann eine Störung der natürlichen Hunger-Sättigungs-Regulation zur Folge haben (vgl. Grünwald-Funk, 2006, S. 23). Reizvoll ist jedoch nicht nur der Wunsch, gesellschaftliche Erwartungen zu erfüllen, sondern auch, sich genau diesen Erwartungen zu widersetzen – der sog. Reiz des Verbotenen.
Wenn Süßigkeiten und fettreiche Lebensmittel aus dem Umfeld verbannt werden, so entwickelt sich besonders bei Kindern eine Zunahme an Attraktivität, die das Einhalten eines Ernährungsplanes nahezu unmöglich macht (vgl. Klotter, 2007, S. 97). Wird eine solche Grenze dann nur geringfügig überschritten, wird oft die kognitive Kontrolle außer Kraft gesetzt, worauf eine unkontrollierte Nahrungsaufnahme folgen kann. Der Wechsel zwischen strenger Mäßigung und unkontrolliertem Essen führt auf Dauer zu einem höheren Körperfettanteil (vgl. Lehrke & Laessle, 2009, S. 22).
Definition und Klassifikation: Unterscheidung zwischen Übergewicht und Adipositas basierend auf dem Körperfettanteil sowie Erläuterung der BMI-Berechnung inklusive alters- und geschlechtsspezifischer Besonderheiten bei Kindern.
Epidemiologie: Analyse der zunehmenden Verbreitung von Adipositas in Industrienationen, insbesondere bei Kindern, sowie Erläuterung der schwerwiegenden gesundheitlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen.
Ätiologie: Untersuchung der multifaktoriellen Ursachen für Adipositas, unterteilt in biologische, genetische, bewegungsbezogene und psychologische Faktoren sowie den Einfluss soziokultureller Aspekte und Medien.
Nährstoffe und Stoffwechsel: Vermittlung ernährungsphysiologischer Grundlagen zu Fetten, Kohlenhydraten, Proteinen, Ballaststoffen und Flüssigkeitszufuhr, die als Basis für die Analyse der Schulverpflegung dienen.
Grundlagen des Energieverbrauchs: Erklärung der energetischen Prozesse im Körper, inklusive der Definition von Grund-, Ruhe- und Arbeitsumsatz sowie der Bedeutung der Energiebilanz.
Interventionsmöglichkeiten: Überblick über medizinische Behandlungen, Ernährungsmanagement durch Diäten oder Ernährungsumstellungen sowie die Bedeutung von Bewegungstherapie und verhaltenstherapeutischen Ansätzen.
Forschungsdesign: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise bei der Untersuchung der Schulangebote in der Region Hannover, basierend auf dem Analysemodell von Hug und Poscheschnik.
Ergebnisdarstellung: Präsentation der erhobenen Daten zum Bewegungs-, Zwischenverzehr- und Mensaangebot an den untersuchten Schulen.
Diskussion: Kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse und der angewendeten Methoden, insbesondere hinsichtlich der Vergleichbarkeit und Aussagekraft.
Verbesserungsvorschläge: Entwicklung konkreter und praxisorientierter Strategien zur Förderung von Bewegung und gesunder Ernährung im schulischen Kontext, unter Berücksichtigung von Schülerpartizipation und Projekten gegen Adipositas.
Adipositas, Übergewicht, Kinder, Schule, Ernährungsberatung, Bewegungstherapie, Energiebilanz, Schulverpflegung, Prävention, Lebensstil, Ernährungswissen, Bewegungsförderung, Fehlernährung, Gesundheitserziehung, Körperfett.
Die Arbeit analysiert die Qualität und Quantität von Ernährungs- und Bewegungsangeboten an Schulen in der Region Hannover und deren Einfluss auf die Entstehung von Adipositas bei Kindern.
Zentrale Themen sind die physiologischen Grundlagen von Adipositas, die Bedeutung des Energieverbrauchs, Möglichkeiten der Therapie sowie die spezifischen Rahmenbedingungen im schulischen Umfeld.
Ziel ist es, Missstände in der schulischen Versorgung aufzudecken und auf Basis der Analyse realistische Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten, um die Gesundheit der Schüler langfristig zu fördern.
Es wurde eine Fallstudie an zehn Schulen durchgeführt, bei der Bewegungsangebote, Pausenverpflegung und das Mittagsangebot anhand von Fragebögen und Angebotslisten analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Physiologie, Ätiologie, Intervention) und eine empirische Analyse, die das Forschungsdesign, die Datenergebnisse und deren Diskussion umfasst.
Wesentliche Begriffe sind Adipositas, Bewegungsförderung, Schulverpflegung, Ernährungswissen und Prävention.
Die Arbeit betont, dass natürliche Bewegungsräume verloren gegangen sind und die "bewegte Pause" als niederschwelliges, attraktives Angebot einen wichtigen Ausgleich zum bewegungsarmen Unterricht schaffen kann.
Der Autor stuft den Einfluss der Lebensmittelindustrie auf Kinder als kritisch ein, da durch gezielte Vermarktungsstrategien das Ernährungswissen manipuliert und der Konsum ungesunder Produkte gefördert wird.
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