Masterarbeit, 2011
73 Seiten
1 Introduction
2 Theories of Ethnicity
2.1 Etymology of the Term
2.2 Primordialism
2.3 Social Constructivism
2.3.1 Individual and Society: Negotiations
2.3.2 State: Constraints on Identity
2.3.3 Ethnic Groups: Sentiments Through Opposition
2.3.4 Contents of Ethnicity
2.4 Ethnicity and Nationality
2.5 Ethnicity and Politics
3 Ethnic Policies in Turkey
3.1 Foundation of the Republic
3.2 Phases in the Relations of Turks and Kurds
3.2.1 Phase 0: Establishment of State Ideology
3.2.2 Phase 1: Division of Society
3.2.3 Phase 2: Mutual Perception
3.2.4 Phase 3: Interference and Mobilization
3.2.5 Phase 4: Interaction
3.2.6 Phase 5: Conflict
3.3 Turkey’s Changing Antiethnic Regime
4 Conclusion
Die Arbeit analysiert, wie das Verhalten des türkischen Staates zur Konstruktion von Ethnizität beiträgt und welche Auswirkungen dies auf die ethnische Identifikation und Mobilisierung der Kurden in der Türkei hat. Dabei wird untersucht, warum die Beziehungen zwischen dem türkischen Staat, den Türken und den Kurden trotz zunehmender Anerkennung in den letzten Jahrzehnten konfliktreicher wurden.
2.1 Etymology of the Term
Ethnicity is a fairly new term and was first used by the American sociologist David Reisman in 1953. The Oxford English Dictionary first listed it in 1972 (Eriksen 1993). The adjective ethnic, from which it derived, is older. Both terms are hard to define since the noun from which they originate, the Greek ethnos, does not exist in English. In its earliest recorded usage by Homer it is “used, rather, to describe large, undifferentiated groups of either animals or warriors” (Tonkin et al. 1989, p. 12) and draws attention to such characteristics of great size, amorphous structure and threatening mobility of the group. Later, Aristotle used it for foreign, non-Hellenic – barbarous, that is – nations and the Romans described areas outside Rome with it. “Aspects of naturality, of non-legitimate social organization, of disorganization, and of animality, are strong in ethnos” (ibid., p. 13; emph. in orig.) and in opposition to the Greek term genos, used by the Greeks to describe themselves, ethnos seems to have commonly been used to differentiate between a duality of “us” and “them”. In the Greek New Testament, for example, it was used to describe non-Christian and non-Jewish people. While the term had a pejorative, exclusive meaning in classical Greek, an inversion happened during the Ottoman period. In the Ottoman Empire, Orthodox Christians constituted the major religious other to the Muslims and thus the Turkish term millet, describing religious non-Muslim communities, was probably translated to Greek as ethnos: “The Greeks may, then, have been referring to themselves as the ethnos (that is, the Orthodox millet) from the fifteenth century onwards” (ibid., p. 14; emph. in orig.). The term then saw political nuances when it was used by the Greeks during their nationalistic uprising in the early 19th century to describe themselves as self-realizing, self-defining entity.
1 Introduction: Einführung in die Tabuisierung der kurdischen Identität in der Türkei und die zentrale Forschungsfrage nach den Auswirkungen staatlichen Handelns auf die kurdische Mobilisierung.
2 Theories of Ethnicity: Theoretische Auseinandersetzung mit Primordialismus und Sozialem Konstruktivismus, um die soziale Produktion ethnischer Identitäten zu erklären.
3 Ethnic Policies in Turkey: Analyse der türkischen Politik gegenüber den Kurden seit 1923 anhand eines Phasenmodells, das die Dynamiken von staatlicher Repression, Interaktion und Konflikt beleuchtet.
4 Conclusion: Zusammenfassung der Ergebnisse, die bestätigt, dass die Wahrnehmung von Opposition durch den Staat die ethnische Identifikation bei der Minderheit verstärkt.
Ethnizität, Türkei, Kurdischer Konflikt, Sozialer Konstruktivismus, Staatliche Identitätspolitik, Kemalismus, PKK, Ethnische Mobilisierung, Repression, Nationale Identität, Minderheitenrechte, Politische Partizipation, Ethnische Gruppen, Identitätssymbole, Transformationsprozesse.
Die Arbeit untersucht den Einfluss staatlichen Verhaltens in der Türkei auf die Konstruktion ethnischer Identität und die Mobilisierung der kurdischen Bevölkerung.
Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte der Ethnizitätsforschung mit der historischen Entwicklung der türkischen Innenpolitik und der kurdischen Identität.
Es soll geklärt werden, warum die Beziehungen zwischen dem türkischen Staat, der türkischen Mehrheit und der kurdischen Minderheit trotz moderner Reformansätze zunehmend von Konflikten geprägt sind.
Die Arbeit stützt sich auf einen sozial-konstruktivistischen Ansatz nach Nagel und Scott und wendet ein Phasenmodell auf die historische Analyse von Regierungsentscheidungen und gesellschaftlichen Entwicklungen an.
Der Hauptteil analysiert die kemalistische Staatsideologie, die Phasen der Interaktion zwischen Türken und Kurden von 1923 bis 2011 sowie die Rolle der Justiz bei der Unterdrückung ethnischer Identität.
Wichtige Begriffe sind Ethnizität, Sozialer Konstruktivismus, Kurdischer Konflikt, staatliche Identitätspolitik und die Rolle des türkischen Staates als "antiethnisches" Regime.
Die AKP wird als ein Akteur beschrieben, der zwar versucht, das staatliche Tabu zu brechen, jedoch an den Widerständen des "Republikanischen Bündnisses" (Militär, Justiz) und seinen eigenen widersprüchlichen Zielen scheitert.
Durch die Migration verstärkten sich interethnische Kontakte, was laut Autor zur Entwicklung eines "exklusiven Erkennens" und zu pejorativen Diskursen innerhalb der urbanen türkischen Bevölkerung führte.
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