Diplomarbeit, 2003
84 Seiten, Note: gut
1. Einleitung
2. Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen
2.1. Grundphänomene der Arbeitsteilung
2.1.1. Historisches Beispiel
2.1.2. Entstehung der Arbeitsteilung in Anlehnung an das Modell von Frese (1993)
2.1.3. Wesen der Arbeitsteilung in Anlehnung an das Promotorenmodell von Witte (1973)
2.2. Auswirkungen der Umweltkonstellation auf die Organisationsstruktur in Anlehnung an das Model von Lawrence & Lorsch (1967)
2.3. Innovationsimpuls in Anlehnung an das Model der externen und internen Integration von Iansiti & Clark (1994)
2.4. Zusammenfassung
3. Generierung und Verteilung von Marktinformationen im Innovationsprozess
3.1. Rahmenbedingungen des Innovationserfolges
3.2. Innovationsimpuls und Auswirkungen auf den Innovationsprozess
3.3. Rolle der Informationen im Innovationsprozess
3.3.1. Informationsbedarf im Innovationsprozess
3.3.2. Informationsintegration im Innovationsprozess
3.4. Bedeutung der F&E und des Marketings für den Innovationsprozess
3.4.1. Rolle und Informationsbedarf des Marketings
3.4.2. Rolle und Informationsbedarf der F&E
3.4.3. Beziehungen zwischen F&E und Marketing im Innovationsprozess
3.5. Einbindung des Kunden in den Innovationsprozess
3.5.1. Notwendigkeit und Arten der Kundeneinbindung
3.5.2. Timing der Kundeneinbindung
3.6. Zusammenfassung
4. Ursachen der Harmonie bzw. Disharmonie an der Schnittstelle zwischen den Funktionsbereichen F&E und Marketing
4.1. Verläuft die Interaktion an der Schnittstelle F&E und Marketing harmonisch?
4.2. Ursachen für das Vorliegen von Disharmonie an der Schnittstelle zwischen F&E und Marketing
4.2.1. Organisatorische Rahmenbedingungen
4.2.2. Soziokulturelle Unterschiede
4.2.3. Fehlende Bereitschaft zur Konfliktbewältigung
4.2.4. Informationsbedürfnis und -transfer
4.3. Zusammenfassung
5. Möglichkeiten der Reduktion der Schnittstellenproblematik im Innovationsprozess
5.1. Kann die Schnittstellenproblematik vermieden werden?
5.2. Optimierung der Kooperation zwischen Marketing und F&E
5.2.1. Instrumente zur Behandlung von Schnittstellenproblematik
5.2.2. Aufbauorganisatorische Koordinationsmaßnahmen
5.2.2.1. Verbindungseinrichtungen
5.2.2.2. Entscheidungsunterstützende Planungsverfahren
5.2.3. Ablauforganisatorische Koordinationsmaßnahmen
5.2.4. Individualorientierte Koordinationsmaßnahmen
5.3. Zusammenfassung
6. Fazit
Die Arbeit analysiert den Innovationsprozess unter besonderer Berücksichtigung der Schnittstelle zwischen den Funktionsbereichen Forschung & Entwicklung (F&E) sowie Marketing, um Mechanismen zur Reduktion von Kommunikations- und Kooperationsproblemen aufzuzeigen.
2.1.1. Historisches Beispiel
Ein interessantes Beispiel, welches die Notwendigkeit der Arbeitsteilung verdeutlicht, ist die Entdeckung des Penicillins. Die Geburtsstunde von Penicillins wird auf das Jahr 1928 in London datiert (o.V. [Penicillin]). Diese bahnbrechende Entdeckung durch den britischen Bakteriologen Alexander Fleming entstand aus der Notwendigkeit heraus, Infektionskrankheiten heilen zu wollen. Insbesondere die Erfahrungen des ersten Weltkrieges, in welchem die Infektionen von Granatwunden häufig zu Amputationen führten, und die durch die Urbanisation während der industriellen Revolution entstandene Infektionskrankheiten (z. B.: Tuberkulose, Typhus, Diphtherie), gaben den damaligen Wissenschaftlern den Forschungsimpuls.
Penicillin war jedoch zum Zeitpunkt seiner Entdeckung, im September 1928, alles andere als ein wirksames Präparat. Es konnte lediglich als ein noch unreines Mittel zur Isolierung der Bakterien und als eine Substanz, die die weißen Blutkörperchen nicht angreift, definiert werden. Der „Schimmelsaft“ wurde zunächst lediglich zur oberflächlichen Wunddesinfektion angewandt.
Der große Durchbruch in der Geschichte von Penicillin erfolgte Jahre später. Erst im Jahr 1938 setzten die Wissenschaftler der Sir William Dunn School of Pathology in Oxford, der Pathologe Howard Florey und der Chemiker Ernst Chain, die Untersuchungen von Alexander Fleming fort. Schließlich gelang es ihnen – mit finanzieller Unterstützung der Rockefeller-Stiftung im Jahr 1944 – das Penicillin zunächst zu isolieren, um es später in konzentrierter Form und hoher Menge zu produzieren. Für die Entdeckung des Penicillins erhielten im September 1945 die Wissenschaftler Fleming, Chain und Florey für ihre gemeinschaftliche Arbeit den Nobelpreis "for the discovery of penicillin and its curative effect in various infectious diseases".
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung von Innovationen in globalisierten Märkten und stellt das Ziel vor, Schnittstellenprobleme zwischen Marketing und F&E zu analysieren.
2. Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen: Dieser Abschnitt führt in Modelle der Arbeitsteilung, Organisationstheorien und das Konzept der internen/externen Integration im Innovationsprozess ein.
3. Generierung und Verteilung von Marktinformationen im Innovationsprozess: Das Kapitel untersucht, wie Marktinformationen gesammelt, verteilt und durch Kundeneinbindung sowie innerbetrieblichen Austausch effektiv genutzt werden.
4. Ursachen der Harmonie bzw. Disharmonie an der Schnittstelle zwischen den Funktionsbereichen F&E und Marketing: Hier werden organisatorische, soziokulturelle und psychologische Barrieren analysiert, die zu Konflikten zwischen Forschung und Marketing führen.
5. Möglichkeiten der Reduktion der Schnittstellenproblematik im Innovationsprozess: Dieses Kapitel präsentiert Instrumente zur Optimierung der Kooperation, unterteilt in aufbau-, ablauforganisatorische und individualorientierte Maßnahmen.
6. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass ein gezieltes Interaktions-Management notwendig ist, um die Effizienz der Zusammenarbeit zu steigern und den Innovationserfolg langfristig zu sichern.
Innovationsprozess, Marketing, Forschung und Entwicklung, Schnittstellenmanagement, Arbeitsteilung, Kommunikation, Integration, Kundeneinbindung, Wettbewerbsfähigkeit, Informationstransfer, Organisationsstruktur, Promotorenmodell, Konfliktpotenzial, Produktentwicklung.
Die Arbeit untersucht die Mechanismen des Innovationsprozesses in Unternehmen mit einem besonderen Fokus auf die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Forschung & Entwicklung (F&E) und Marketing.
Zentral sind die Themen Arbeitsteilung, die Bedeutung von Marktinformationen, die Ursachen für Schnittstellenprobleme zwischen Funktionsbereichen sowie Lösungsansätze zur Verbesserung der Kooperation.
Das Ziel ist es, die Gründe für häufig auftretende Disharmonien an der Schnittstelle zwischen Marketing und F&E zu identifizieren und geeignete Management-Instrumente vorzustellen, um die Effizienz und den Erfolg von Innovationsvorhaben zu steigern.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung empirischer Studien aus der Organisations- und Innovationsforschung, um theoretische Modelle in die betriebliche Praxis zu übertragen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Grundlagen der Arbeitsteilung, die Analyse der Informationsflüsse im Innovationszyklus, die Erforschung der Ursachen für Schnittstellenkonflikte und die Vorstellung konkreter Koordinationsinstrumente.
Wesentliche Begriffe sind Innovationsprozess, Schnittstellenmanagement, F&E, Marketing, Integration, Kommunikation und Wettbewerbsvorteile.
Die Kundeneinbindung ist essenziell zur Risikominimierung, da sie den Abgleich zwischen technischer Entwicklung und realen Marktbedürfnissen ermöglicht und somit die Erfolgschancen des Neuproduktes signifikant erhöht.
Während der Fachpromotor primär technisches Wissen in den Prozess einbringt und als Spezialist fungiert, verfügt der Integrationsmanager über bereichsübergreifende Macht und steuert die Zusammenarbeit durch Budgetkontrolle und formale Legitimation.
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