Bachelorarbeit, 2009
51 Seiten, Note: 1,7
A. Was ist Ökumene?
A.I. Begriffsklärung
A.II. Ökumene im Frühmittelalter
A.III. Ökumene oder interreligiöser Dialog?
A.IV. Konsens- oder Differenzökumene?
A.V. Nationales vs. Internationales Ökumeneverständnis
B. Ökumene vordenken
B.I. Fern der Ökumene: Das späte 19. Jahrhundert
B.II. Vater der Ökumene?
B.III. Zeit der Rückschläge
B.III.1. Die Enzyklika „Mortalium Animos“
B.III.2. Protestantische Antiökumene
B.IV. Konkrete Bestrebungen nach Söderblom
C. Das Konzil und seine Folgen
C.I. Neue Impulse aus Rom
C.II. Protestantismus und Papsttum - Kern des Dissenses?
C.III. Öffnung nach Osten
C.IV. Lutherisch-anglikanische Annäherung
D. Gemeinsamkeiten entwickeln
D.I. Den einen Glauben bekennen
D.II. Auf dem Weg zur Gemeinsamen Erklärung über die Rechtfertigungslehre
D.II.1. Was ist Rechtfertigung?
D.II.2. Zusammen nach Augsburg
D.II.3. Inhalte der Gemeinsamen Erklärung
D.III. Gemeinsam an einem Tisch?
D.IV. Eine Ämterfrage
D.V. Grundwerte bekennen
E. Wegweisende Entwicklungsschritte
E.I. Internationale Ökumene
E.II. „Ihr sollt ein Segen sein“
F. Ökumene von unten
F.I. Der gemeinsame Gemeindegottesdienst
F.II. Konfessionsübergreifende Ehen
F.III. Die Rolle der Jugendarbeit
F.IV. Gelebte Ökumene - die Militärseelsorge
F.V. Perspektiven
G. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklungslinien der ökumenischen Verständigung zwischen den christlichen Kirchen seit 1964, mit einem besonderen Fokus auf die Situation in Deutschland. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Kirchen zu einer gemeinsamen christlichen Identität finden können, ohne ihre konfessionellen Traditionen aufzugeben, und welche Rolle interkonfessionelle Dialoge und praktische Kooperationen dabei spielen.
III. Zeit der Rückschläge
Die Impulse, die aus Schweden kamen, erreichten trotz der Nichtteilnahme Rom. Pius XI., der durch die Schaffung des Vatikanstaates und seine Kritik am Nationalsozialismus durch die Enzyklika „Mit brennender Sorge“ positiv im Gedächtnis der Öffentlichkeit erhalten geblieben ist, befürwortete zwar auch den kirchlichen Einigungsprozess, jedoch unter römischer Ägide. Die im Januar 1928 erschienene Enzyklika Mortalium Animos, kann als direkte Antwort auf die Konferenz von Stockholm verstanden werden. Als Plädoyer für die „Rückkehr zur wahren Kirche“ heißt es dort:
„Daraus geht hervor, ehrwürdige Brüder, aus welchen Gründen der Apostolische Stuhl niemals die Teilnahme der Seinigen an den Konferenzen der Nichtkatholiken zugelassen hat. Es gibt nämlich keinen anderen Weg, die Vereinigung aller Christen herbeizuführen, als den, die Rückkehr aller getrennten Brüder zur einen wahren Kirche Christi zu führen.“
Zwei konkrete Kernprobleme, die aus Sicht des Papstes einem aufeinander Zugehen im Wege stünden, nennt die Enzyklika weiterhin:
1. Nichtanerkennung des päpstlichen Jurisdiktionsprimates, d.h. Erhebung des Anspruches gleichberechtigter Partnerschaft,
2. Nichtanerkennung der Eucharistie als Sakrament durch die Nichtkatholiken, Feier des Abendmahls als bloße Erinnerung.
A. Was ist Ökumene?: Definition des Begriffs Ökumene und Abgrenzung gegenüber dem interreligiösen Dialog sowie Klärung unterschiedlicher Ökumenemodelle.
B. Ökumene vordenken: Historische Rückschau auf die ökumenischen Bemühungen des frühen 20. Jahrhunderts und die Widerstände innerhalb der Kirchen.
C. Das Konzil und seine Folgen: Darstellung der ökumenischen Öffnung durch das II. Vatikanische Konzil und dessen Auswirkungen auf die Beziehungen zu anderen Kirchen.
D. Gemeinsamkeiten entwickeln: Analyse konkreter Einigungsschritte, wie der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre, sowie die Diskussion um Ämter und Grundwerte.
E. Wegweisende Entwicklungsschritte: Untersuchung internationaler ökumenischer Ereignisse und deren Bedeutung für das Christentum in einer globalisierten Welt.
F. Ökumene von unten: Betrachtung praktischer Beispiele ökumenischen Handelns in Gemeinden, Jugendarbeit und Militärseelsorge.
G. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des ökumenischen Einigungsprozesses und Ausblick auf die zukünftige Rolle der Kirchen in der Gesellschaft.
Ökumene, II. Vatikanisches Konzil, Rechtfertigungslehre, Gemeinsame Erklärung, Evangelisch, Römisch-katholisch, Abendmahlsgemeinschaft, Militärseelsorge, Nathan Söderblom, Apostolische Sukzession, Christliche Identität, Interreligiöser Dialog, Kirchengeschichte, Konsensökumene, Differenzökumene.
Die Arbeit analysiert die historischen und aktuellen Entwicklungslinien der ökumenischen Verständigung der christlichen Kirchen seit dem Jahr 1964 mit Schwerpunkt auf Deutschland.
Zu den zentralen Themen gehören das Papsttum, die Rechtfertigungslehre, das Amtsverständnis, konfessionsübergreifende Ehen und ökumenische Bildungsprojekte.
Ziel ist es, den Einigungsprozess der Kirchen zu beleuchten und Wege zu finden, wie eine vertiefte ökumenische Gemeinschaft erreicht werden kann.
Es handelt sich um eine systematische Literatur- und Quellenanalyse, die kirchenhistorische Dokumente und ökumenische Texte auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, historische Rückblicke, die Auswirkungen des Konzils sowie Analysen praktischer ökumenischer Ansätze.
Wichtige Begriffe sind Ökumene, Gemeinsame Erklärung, Rechtfertigungslehre, Kircheneinheit und interkonfessionelle Dialoge.
1964 markiert durch das Dekret "Unitatis Redintegrationem" einen entscheidenden Wendepunkt in der katholischen Haltung zur Ökumene.
Sie dient als praktisches Beispiel für gelebte Ökumene, in der evangelische und katholische Geistliche unter spezifischen Rahmenbedingungen kooperieren.
Der Autor zeigt sich vorsichtig optimistisch und betont, dass Einheit in Vielfalt möglich ist, sofern der Dialog fortgesetzt wird.
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