Diplomarbeit, 2005
109 Seiten
1 Einleitung
1.1 Aktualität der Thematik
1.1 Abgrenzung der Arbeit
1.2 Vorgehensweise
2 Versicherungswirtschaftliche Grundlagen
2.1 Theorien des Versicherungsbegriffs / das Versicherungsgeschäft
2.2 Der Risikobegriff / die Versicherungswirtschaft
2.3 Das versicherungstechnische Risiko
2.3.1 Erklärungsmodelle
2.3.2 Die Elemente des versicherungstechnischen Risikos
2.3.2.1 Das Zufallsrisiko
2.3.2.1.1 Dem Zufallsrisiko entgegenwirken
2.3.2.1.2 Wertung des Zufallsrisikos
2.3.2.2 Das Änderungs- und Irrtumsrisiko
3 Risikokennzahlen und Risikomaße
3.1 Eigenschaften von Risikomaßen
3.1.1 Vergleichende axiomatische Betrachtung von Risikomaßen
3.1.1.1 Das Axiomensystem von Artzner/Delbaen/Eber/Heath
3.1.1.2 Das Axiomensystem von Pederson/Satchell
3.1.1.3 Die Axiomensysteme von Rockafellar/Uryasev/Zabarankin (RUZ)
3.2 Der Value at Risk (VaR) als Risikomaß
3.2.1 Definition des Value at Risk
3.2.2 Die Kohärenz des Value-at-Risk
3.2.3 Fundamentale Beziehungen und Bedingungen des VaR
3.3 Conditional Value at risk (CVaR)
3.4 Lower-Partial-Moments (LPM), Shortfall- & Excesschancenmaße
3.5 Zusammenfassung
4 Risikokapitalbestimmung und Performancesteuerung
4.1 Produktionsfaktoren des Risikogeschäftes der Versicherungen
4.2 Risikobasierte Kapitalausstattung
4.2.1 Ist das VRAC ein Risikomaß?
4.2.2 Risikoadjustierte Performancemessung – Risk Adjusted Performance Measurement (RAPM)
4.2.3 Ansatz der Allokation des Gesamt-VRAC
4.2.4 Risikoadjustierte Performancemessung und Unternehmenssteuerung mit Shareholder Value Maximierung als Ausgangspunkt
4.3 Abschließende Betrachtung des RAC
4.4 Zusammenfassung
5 Abschlußbetrachtung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, grundlegende versicherungswirtschaftliche Aspekte zu erläutern und darauf aufbauend moderne, steuerungsorientierte Risikokennzahlen sowie Performancemaße für die Schaden- und Unfallversicherung zu analysieren, wobei der Fokus auf dem Risikomanagement und der risikobasierten Kapitalallokation in Kompositversicherungsunternehmen liegt.
3.1 Eigenschaften von Risikomaßen
Wir finden in der Literatur eine Vielzahl verschiedenster Risikokennzahlen, welche alle ein und derselben Bestimmung nachkommen sollen. Risikokennzahlen oder auch Risikomaßzahlen haben die grundsätzliche Aufgabe, unsicherer Handlungsalternativen nach ihrem Risikogehalt zu ordnen.76 Je nach Anwendungsgebiet bzw. Fragestellung existieren jedoch auch die verschiedensten Kriterien, um die Güte der jeweiligen Risikokennzahlen vergleichen zu können. Für die Akzeptanz von Risikomaßen ist es besonders wichtig, daß solche einfachen Kriterien wie „Verständlichkeit“ und „Operationalität“ genutzt werden. Nur so ist es möglich, daß in der Praxis Risikoeinschätzungen in einer möglichst einheitlichen, quantitativ und qualitativ ansprechenden Form zwischen Individuen kommuniziert werden.77
Zu den Soll-Eigenschaften des Risikomaßes gehört auch die Tatsache, daß ein Risikomaß möglichst konsistent zu der eigentlichen Risikoeinstellung des Entscheidungsträgers sein sollte. Es sind also die Bedingungen hinsichtlich der zugrunde liegenden Wahrscheinlichkeitsverteilung, der Nutzenfunktion oder beidem herauszuarbeiten. Diese gewährleisten eine Konsistenz des in einem Risiko-Wert-Modell verwendeten Risikoindex zur Erwartungsnutzentheorie78.
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Aktualität der Thematik dar, grenzt den Untersuchungsbereich auf Kompositversicherungsunternehmen ein und skizziert den Gesamtaufbau der Arbeit.
2 Versicherungswirtschaftliche Grundlagen: Hier werden theoretische Grundlagen des Versicherungsgeschäfts sowie der Risikobegriff erörtert, mit besonderem Augenmerk auf die Komponenten des versicherungstechnischen Risikos.
3 Risikokennzahlen und Risikomaße: Das Kapitel analysiert verschiedene Risikomaße wie VaR und CVaR unter Berücksichtigung axiomatischer Anforderungen sowie deren Eignung für das versicherungstechnische Risikomanagement.
4 Risikokapitalbestimmung und Performancesteuerung: Dieser Abschnitt befasst sich mit der risikobasierten Kapitalallokation und Methoden der risikoadjustierten Performance-Messung in Versicherungsunternehmen.
5 Abschlußbetrachtung: Das Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung des Risikomanagements und der Solvabilitätsregulierung.
Schaden- und Unfallversicherung, Risikokennzahlen, Risikomaße, Value at Risk, Conditional Value at Risk, Risikokapital, Kapitalallokation, Performancesteuerung, Kompositversicherung, versicherungstechnisches Risiko, Zufallsrisiko, Solvency II, Risikomanagement, RAROC, RORAC
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Identifikation und Analyse moderner, steuerungsorientierter Kennzahlen zur Messung von Risiken sowie Methoden der risikoadjustierten Performancesteuerung im Sektor der Schaden- und Unfallversicherungen.
Die zentralen Themen umfassen versicherungswirtschaftliche Grundlagen, die mathematische Fundierung von Risikomaßen (insb. Value-at-Risk Ansätze), die Bestimmung von Risikokapital und Strategien zur risikobasierten Kapitalallokation auf Spartenebene.
Das primäre Ziel ist es, den Versicherungsunternehmen fundierte Möglichkeiten an die Hand zu geben, um Risiken monetär messbar zu machen und diese Erkenntnisse in die Finanzpolitik und Steuerung des Unternehmens zu integrieren.
Es wird ein theoretisch-analytischer Ansatz gewählt, der auf der Auswertung aktueller versicherungswirtschaftlicher Literatur basiert und die Eignung verschiedener Risikomaße (u.a. unter dem Aspekt der Kohärenz) diskutiert.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Abschnitte: Zuerst werden Risikokennzahlen und deren theoretische Eigenschaften detailliert analysiert. Danach werden Methoden zur Risikokapitalbestimmung sowie deren Anwendung in der Performancesteuerung (z.B. mittels RAROC/RORAC) erörtert.
Zu den zentralen Begriffen gehören Risikokennzahlen, Value at Risk, Risikokapital, Kapitalallokation, Performancesteuerung, versicherungstechnisches Risiko und Solvency II.
Der VaR fokussiert sich rein auf ein Quantil der Verlustverteilung, vernachlässigt aber die Höhe potenzieller Verluste jenseits dieses Punktes. Der CVaR hingegen berücksichtigt den Erwartungswert aller „unerwünschten“ Verluste oberhalb des VaR-Niveaus und gilt daher als konsistenteres, kohärentes Risikomaß.
Die Hauptproblematik liegt in den Diversifikationseffekten („Ausgleich-im-Kollektiv“). Eine lineare Zerlegung des Gesamtrisikokapitals auf einzelne Sparten ist meist nicht möglich, da die Summe der Einzelrisiken aufgrund dieser Effekte nicht dem Gesamtrisiko entspricht, was eine faire Allokation erschwert.
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