Diplomarbeit, 2003
121 Seiten, Note: 1,3
0. Einleitung
1. Selbstverantwortung
1.1 Selbstverwirklichung
1.1.1 Selbstverwirklichung nach Maslow
1.1.2 Selbstverwirklichungstendenz nach Rogers
1.1.3 Selbstverwirklichung nach Frankl
1.1.4 Ein Vergleich
1.2 Verantwortung
1.3 Selbstverantwortung
1.3.1 Ein Klärungsversuch
1.3.2 Die Handlungsebene
2. Das Jugendalter
2.1 Die Entwicklungsaufgabe der Identitätsausbildung
2.2 Identitätsdiffusion
2.3 Gesellschaftliche Entwicklungen
2.4 Wertvorstellungen der Jugendlichen
2.5 Identitätsentwicklung und Stärkung von Selbstverantwortung (1. Hypothese)
3. Delinquenz
3.1 Begriffsklärung
3.2 Erklärungsansätze zu den Ursachen von Delinquenz
3.2.1 Psychologische Theorien
3.2.1.1 Der entwicklungspsychologische Ansatz
3.2.1.2 Der psychoanalytische Ansatz
3.2.1.3 Der humanistisch-psychologische Ansatz
3.2.1.4 Der lerntheoretische Ansatz
3.2.2 Soziologische Theorien
3.2.2.1 Mertons Anomietheorie
3.2.2.2 Labeling Approach
3.2.3 Existenzanalyse
3.3 Aussagen über Jugendkriminalität in der Polizeilichen Kriminalstatistik
3.4 Erscheinungsformen von Delinquenz
3.4.1 Episode und Doppelleben
3.4.2 Mehrfach- und Intensivtäter
3.5 Kriminalität als soziales Problem der Sozialarbeit
3.6 Kriminalität und Stärkung von Selbstverantwortung (2. Hypothese)
4. Handlungsstrategien
4.1 Der Klientenzentrierte Ansatz von Rogers
4.2 Die Logotherapie
4.3 Die moralische Erziehung
4.4 Die Provokative Therapie
4.5 Das Empowerment
5. Die Jugendgerichtshilfe
5.1 Gesetzliche Verankerung und allgemeine Aufgaben
5.2 Umsetzbarkeit der Stärkung von Selbstverantwortung
5.2.1 Hindernisse
5.2.2 Blickrichtung Aufgabenfeld
5.2.2.1 Die Situationsanalyse
5.2.2.2 Ambulante Maßnahmen
5.2.2.3 Verfahrensverhindernde Maßnahmen
5.2.3 Messbarkeit der Stärkung von Selbstverantwortung
5.2.4 Zusammenfassende Gedanken (3.Hypothese)
6. Ergebnisse
Das Hauptziel der Arbeit ist es, Handlungsstrategien innerhalb der Sozialen Arbeit zu identifizieren, die straffällige Jugendliche befähigen, Selbstverantwortung zu übernehmen, um so ihre Entwicklungsaufgaben besser zu bewältigen und Delinquenz entgegenzuwirken. Die Forschungsfrage untersucht dabei, inwieweit das Prinzip der Selbstverantwortlichkeit erfolgreich im Kontext der Jugendgerichtshilfe angewendet werden kann.
1.1.1 Selbstverwirklichung nach Maslow
Maslow entwickelte ein Modell, das den Menschen als Befriediger seiner Grundbedürfnisse ansieht.
Diese Bedürfnisse sind angeboren und bilden die Basis des spezifisch Menschlichen. Das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung stellt die Spitze seiner fünf-stufigen Bedürfnishierarchie dar und es entfaltet erst seine volle Anziehungskraft, wenn zuvor die niederen Grundbedürfnisse erfüllt sind.
Letztere sind, geordnet nach ihrer Vormächtigkeit, die physiologischen Grundbedürfnisse, die Sicherheitsbedürfnisse, die Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Liebe sowie die Bedürfnisse nach Achtung.
0. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Stärkung von Selbstverantwortung bei straffälligen Jugendlichen durch geeignete Handlungsstrategien in der Sozialen Arbeit zu fördern.
1. Selbstverantwortung: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen zur Selbstverwirklichung und Verantwortung erarbeitet, um den Kernbegriff der Selbstverantwortung als Entwicklungsprozess zu definieren.
2. Das Jugendalter: Dieses Kapitel thematisiert die Herausforderungen der Adoleszenz, insbesondere die Identitätsausbildung, und setzt diese in Bezug zur Stärkung der Eigenverantwortlichkeit.
3. Delinquenz: Hier werden Ursachen für Jugendkriminalität aus psychologischer und soziologischer Sicht analysiert, um das Verständnis für delinquentes Verhalten zu vertiefen.
4. Handlungsstrategien: Dieses Kapitel stellt verschiedene therapeutische und pädagogische Ansätze vor, die eine Unterstützung zur Selbstständigkeit und Verantwortung ermöglichen.
5. Die Jugendgerichtshilfe: Es wird untersucht, wie die Prinzipien der Selbstverantwortung in der konkreten Praxis der Jugendgerichtshilfe unter Berücksichtigung gesetzlicher und institutioneller Rahmenbedingungen umgesetzt werden können.
6. Ergebnisse: Das abschließende Kapitel resümiert die theoretischen Erkenntnisse und bestätigt die Anwendbarkeit der Stärkung von Selbstverantwortung in der Straffälligenhilfe trotz bestehender Hemmnisse.
Selbstverantwortung, Straffälligkeit, Jugendgerichtshilfe, Selbstverwirklichung, Identitätsausbildung, Delinquenz, Soziale Arbeit, Handlungsstrategien, Empowerment, Klientenzentrierter Ansatz, Logotherapie, Jugendkriminalität, Identität, Resozialisierung, Adoleszenz
Die Arbeit untersucht das Stärken von Selbstverantwortung bei straffälligen Jugendlichen im Kontext der Sozialen Arbeit, um sie bei der Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben und der Vermeidung von Kriminalität zu unterstützen.
Die Arbeit verknüpft Theorien zur Selbstverwirklichung und Identitätsentwicklung mit soziologischen Theorien zur Delinquenz und stellt diese in den praktischen Zusammenhang der Jugendgerichtshilfe.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass die Förderung von Selbstverantwortung ein effektiver Weg ist, um delinquentes Verhalten zu reduzieren und Jugendliche zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung zu befähigen.
Die Diplomarbeit stützt sich primär auf eine umfassende Literaturrecherche und greift für das Kapitel zur Jugendgerichtshilfe zusätzlich auf persönliche Praxiserfahrungen sowie Experteninterviews zurück.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Selbstverantwortung, Jugendalter, Delinquenz), die Vorstellung verschiedener Handlungsstrategien (u.a. Rogers, Frankl, Empowerment) sowie die Analyse der Umsetzungsmöglichkeiten innerhalb der Jugendgerichtshilfe.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Selbstverantwortung, Straffälligkeit, Jugendgerichtshilfe, Identitätsausbildung, Empowerment und Delinquenz.
Die Autorin sieht die Jugendgerichtshilfe in einer zwiespältigen Position zwischen Kontrolle im Auftrag der Justiz und pädagogischer Unterstützung, plädiert jedoch dafür, den Fokus stärker auf die Förderung des Jugendlichen zu legen.
Das Interview dient der empirischen Ergänzung, um zu prüfen, wie theoretische Konzepte (wie das Empowerment) in der Realität der Jugendgerichtshilfe wahrgenommen werden und welche Ressourcenprobleme in der Praxis bestehen.
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