Masterarbeit, 2011
145 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Energieeffizienz – Herausforderung des 21. Jahrhunderts
1.2 Grecon Dimter Holzoptimierung Nord GmbH & Co. KG
2 Vorgehensweise
3 Grundlagen
3.1 Energieanwendungen
3.2 Energieformen
3.3 Effizienz und Effektivität
3.4 Energieeffizienz
3.5 Energiesparen
3.6 Energieverbrauch in der deutschen Volkswirtschaft
3.6.1 Energieverbrauch in Deutschland
3.6.2 Energiesparpotenzial in Deutschland
3.7 Energieverbrauch im deutschen Maschinen- und Anlagenbau
3.7.1 Status quo
3.7.2 Energiesparpotenziale
3.7.3 Handlungsfelder und Forschungsbedarfe
3.8 Handlungsansätze zur Energieeffizienzsteigerung von Produktionsmaschinen
3.9 Projekte aus der industriellen Praxis
3.10 Dynamische Amortisationsrechnung
3.11 Ausgewählte Einzelmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz
3.11.1 Blindstromkompensation
3.11.2 Energieeffiziente Motoren
3.11.3 Druckluftanwendungen
3.11.4 Bedarfsgerechte Leistungsanpassung von Ventilatoren
3.12 Hochgeschwindigkeitszerspanung
3.12.1 Definition
3.12.2 Spanungsgrößen
3.12.3 Energieeinsatz
3.12.4 Wärmeabfuhr
4 Aufnahme des bestehenden Anlagenzustands
4.1 Auswahl der Anlagenkonfiguration
4.2 Kurzbeschreibung der Keilzinkenanlage
4.3 Systemanalyse
4.3.1 Systemabgrenzung
4.3.2 Qualitative Analyse der Energieanwendungen
4.3.3 Quantitative Analyse der Energieanwendungen
4.3.3.1 Elektrische Energie
4.3.3.2 Druckluftenergie
4.3.3.3 Absaugung
4.3.3.4 Beleuchtung, Informations-, Kommunikations- und Steuerungstechnik
5 Energetische Einzelmaßnahmen für elektrische Antriebe
5.1 Blindleistungskompensation
5.2 Einsatz energieeffizienter Antriebe
5.3 Einsatz von Antrieben am Umrichter
5.4 Sternschaltung der Werkzeugantriebe im Leerlauf
5.5 Umrichterbetrieb der Werkzeugantriebe
5.5.1 Drehzahlreduzierung zwischen Bearbeitungsvorgängen
5.5.2 Drehzahlreduzierung während Wartezeiten
5.5.3 Umrichterbedingte Blindleistungskompensation
6 Energetische Einzelmaßnahmen für pneumatische Anwendungen
6.1 Korrekte Anforderungen an Druckluftanlage
6.1.1 Volumenstrom
6.1.2 Relativdruck
6.2 Integrierte Leckageerkennung
6.3 Trennung vom Druckluftnetz bei Nichtbetrieb
6.4 Senkung der Druckverluste
6.4.1 Ausreichende Dimensionierung des Leitungsnetzes
6.4.2 Anforderungsgerechte Konfiguration der Wartungseinheit
6.5 Verringerung vom Arbeitsdruck des nichtproduktiven Hubs
7 Energetische Einzelmaßnahmen für hydraulische Anwendungen
7.1 Einordnung des bestehenden Hydrauliksystems
7.2 Einsatz energieeffizienter Pumpe
7.3 Konstantpumpe mit drehzahlvariablem Antrieb
8 Energetische Einzelmaßnahmen für Absaugungsanlagen
8.1 Senkung der Druckverluste im Leitungssystem
8.1.1 Absaugkasten
8.1.2 Leitungsnetz
8.2 Bedarfsgerechte Leistungsanpassung
9 Technologieübergreifende Maßnahmen
9.1 Einsatz der Hochgeschwindigkeitszerspanung
9.2 Substitution des Energieträgers Druckluft
10 Handlungsempfehlungen
10.1 Blindleistungskompensation
10.2 Einsatz energieeffizienter Antriebe
10.3 Sternschaltung der Werkzeugantriebe im Leerlauf
10.4 Umrichterbetrieb der Werkzeugantriebe
10.4.1 Drehzahlreduzierung zwischen Bearbeitungsvorgängen
10.4.2 Drehzahlreduzierung während Wartezeiten
10.5 Kompensation der Blindleistung
10.6 Senkung der Druckverluste
10.6.1 Ausreichende Dimensionierung des Leitungsnetzes
10.6.2 Anforderungsgerechte Konfiguration der Wartungseinheit
10.7 Verringerung vom Arbeitsdruck des nichtproduktiven Hubs
10.8 Konstantpumpe mit drehzahlvariablem Antrieb
10.9 Senkung der Druckverluste im Leitungssystem und Bedarfsgerechte Leistungsanpassung
10.10 Einsatz der Hochgeschwindigkeitszerspanung
10.11 Substitution des Energieträgers Druckluft
11 Zusammenfassung
12 Anhang
Ziel der Masterarbeit ist die Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs zur Steigerung der Energieeffizienz von Keilzinkenanlagen. Auf Basis einer energetischen Systemanalyse einer repräsentativen Anlage werden systematisch Einsparpotenziale identifiziert, ökonomisch bewertet und konkrete Handlungsempfehlungen für die industrielle Praxis abgeleitet, ohne dabei die Produktionsleistung der Anlage zu beeinträchtigen.
1.1 Energieeffizienz – Herausforderung des 21. Jahrhunderts
Die steigenden Energiepreise der vergangenen Jahre haben sowohl Privatpersonen als auch die Industrie alarmiert. Sowohl bei den Bürgern als auch den produzierenden Unternehmen hat dieser Preisanstieg zu einer hohen Sensibilität und einer intensiven Beschäftigung mit dem Thema Energie geführt (Müller et al. 2009, S. 1). Dabei rückt die Notwendigkeit eines effizienteren Umgangs mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen stärker in den Fokus von Wirtschaft, Forschung und Politik (Reimund et al. 2008, S. 1). Ein verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen und der Schutz der natürlichen Umwelt sind mittlerweile weltweit als wichtige Entwicklungsziele akzeptiert.
Die Notwendigkeit der Energieeffizienz schlägt sich auch in entsprechenden politischen Zielen nieder. Die Europäische Kommission verabschiedete im Jahr 2006 den Aktionsplan Energieeffizienz mit dem Ziel einer Energieeinsparung von 20 % gegenüber dem derzeitigen Trend. Auch Deutschland strebt eine Verdopplung der Energieeffizienz bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 an (Pehnt 2010, S. v).
Die Richtlinie 2006/32/EG Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen (EDLRL) verlangt, dass zwischen 2008 und 2016 Energieeinsparungen von 9 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen Endenergieverbrauch der Jahre 2001 bis 2005 nachzuweisen sind (Europäisches Parlament (Straßburg) 2006, S. 69). Adressaten dieser Regelung sind sowohl die Energieverteiler und -lieferanten auf der Anbieterseite als auch deren Kunden auf der Nachfrageseite. Die EU-Richtlinie Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden 2002/91/EG stellt verbindliche Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden und betrachtet dabei die Gesamtheit der Einflüsse, die durch Heizung, Lüftung, Gebäudegröße und viele weitere Faktoren auf die Energiebilanz wirkt (Müller et al. 2009, S. 18–19).
1 Einleitung: Beschreibt die steigende Bedeutung der Energieeffizienz als politische und wirtschaftliche Herausforderung und führt in das Unternehmen Grecon ein.
2 Vorgehensweise: Erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit von der Ist-Zustandsanalyse bis zur Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen.
3 Grundlagen: Vermittelt theoretische Kenntnisse zu Energieanwendungen, Energieeffizienz, Amortisationsrechnung und technologischen Ansätzen wie der Hochgeschwindigkeitszerspanung.
4 Aufnahme des bestehenden Anlagenzustands: Analysiert die ausgewählte Keilzinkenanlage des Typs Combipact hinsichtlich ihrer spezifischen Energieverbräuche und Subsysteme.
5 Energetische Einzelmaßnahmen für elektrische Antriebe: Untersucht technische Optimierungen wie Blindleistungskompensation, Motoreneffizienz und Frequenzumrichterbetrieb für die elektrischen Komponenten.
6 Energetische Einzelmaßnahmen für pneumatische Anwendungen: Behandelt Maßnahmen zur Reduzierung von Druckluftverlusten, Leckageerkennung und Effizienzsteigerung bei pneumatischen Antrieben.
7 Energetische Einzelmaßnahmen für hydraulische Anwendungen: Analysiert das bestehende Hydrauliksystem und bewertet den Einsatz drehzahlvariabler Antriebe zur Verlustminderung.
8 Energetische Einzelmaßnahmen für Absaugungsanlagen: Untersucht die Optimierung des Strömungsverhaltens in Absaugkästen und Leitungsnetzen zur effizienteren Späne- und Werkstückhandhabung.
9 Technologieübergreifende Maßnahmen: Diskutiert Ansätze wie Hochgeschwindigkeitszerspanung und die Substitution von Druckluft durch elektrische Antriebe.
10 Handlungsempfehlungen: Fasst alle untersuchten Maßnahmen zusammen und gibt fundierte Empfehlungen für die industrielle Anwendung basierend auf den erzielten Untersuchungsergebnissen.
11 Zusammenfassung: Resümiert die Arbeit und betont die Notwendigkeit, Energieeffizienz ganzheitlich und unter Berücksichtigung von Lebenslaufkosten zu betrachten.
Energieeffizienz, Keilzinkenanlage, industrielle Produktion, elektrische Antriebe, Druckluft, Absaugung, Hochgeschwindigkeitszerspanung, Amortisationsrechnung, Kapitalwertmethode, Energieverbrauch, Wirkungsgrad, Energieeinsparung, Maschinenbau.
Die Arbeit erstellt einen Maßnahmenkatalog, um die Energieeffizienz von Keilzinkenanlagen, die typischerweise in der Massivholzverarbeitung eingesetzt werden, systematisch zu steigern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse und Optimierung elektrischer Antriebe, pneumatischer Systeme, hydraulischer Komponenten sowie der Absaugungstechnik in Holzbearbeitungsmaschinen.
Ziel ist es, den Energieverbrauch einer repräsentativen Keilzinkenanlage systematisch zu erfassen, Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz aufzudecken und daraus wirtschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen abzuleiten, ohne die Produktionsleistung zu verringern.
Der Autor nutzt eine "Top-Down"-Systemanalyse, die durch Leistungsmessungen an der Anlage und eine anschließende dynamische Investitionsrechnung nach der Kapitalwertmethode zur wirtschaftlichen Bewertung ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme des Anlagenzustands, die detaillierte energetische Analyse der Teilfunktionen sowie die Untersuchung und ökonomische Bewertung spezifischer Optimierungsmaßnahmen für die verschiedenen Energiesysteme.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Energieeffizienz, Keilzinkenanlage, industrielle Produktion, Amortisationsrechnung, Frequenzumrichter und Hochgeschwindigkeitszerspanung aus.
Dieser Anlagentyp bildet die gesamte Prozesskette ab, nutzt viele Standardmodule und ist stark nachgefragt, wodurch die Untersuchungsergebnisse auf einen Großteil der Produktpalette übertragbar sind.
Die Arbeit zeigt, dass sich die Investitionskosten durch Energieeinsparungen bei hohen Produktionsleistungen oder bei sehr langen Nutzungsdauern erst nach mehreren Jahren amortisieren, was bei den gegebenen Randbedingungen oft keine schnelle Rentabilität bietet.
Durch die Minimierung von Leckagen, die korrekte Dimensionierung der Leitungsnetze und die gezielte Reduzierung des Arbeitsdrucks in nicht-produktiven Hüben, wobei Letzteres oft mit geringem Aufwand hohe Einsparungen ermöglicht.
Druckluft ist aufgrund des geringen Wirkungsgrades ein kostenintensiver Energieträger. Der Ersatz durch elektromotorische Antriebe, beispielsweise bei Querschublinealen, bietet ein hohes Potenzial zur Steigerung der Energieeffizienz, muss aber im Einzelfall hinsichtlich der Investitionskosten geprüft werden.
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